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\n \n \n II 2022 69
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| \n Entscheid vom 19. Oktober 2022
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________ und B.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Prämienverbilligung 2021 (anrechenbares Einkommen)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1950) meldete sich und seine Frau B.________ (Jg. 1961) am 21. April 2020 zur Prämienverbilligung 2021 an (Vi-act. 1). Am 20. November 2020 informierte die Ausgleichskasse die beiden, das anrechenbare Einkommen von Fr. 77'427.60 liege über dem Höchstwert von Fr. 58'299, weshalb kein Anspruch auf Prämienverbilligung bestehe (Vi-act. 2).
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B. Am 24. Dezember 2020 ersuchte A.________ um eine Neuberechnung der Prämienverbilligung 2021 infolge veränderter wirtschaftlicher Verhältnisse (Pensionierung; Vi-act. 3). Am 12. Januar 2021 informierte die Ausgleichskasse, die Neuberechnung habe ein anrechenbares Einkommen von Fr. 66'552.60 ergeben, was über dem Höchstwert liege, weshalb kein Anspruch auf Prämienverbilligung bestehe (Vi-act. 4).
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C. Nach einer mündlichen Besprechung verlangte die Ausgleichkasse von A.________ am 19. Januar 2021 Kopien des aktuellen Vermögensnachweises ein, damit eine weitere Neuberechnung durchgeführt werden könne (Vi-act. 5). Am 22. Januar 2021 reichte A.________ verschiedene Bankbelege ein (Vi-act. 6). Mit Mitteilung vom 29. Januar 2021 informierte die Ausgleichskasse A.________ und B.________, die Neuberechnung aufgrund der eingereichten Unterlagen ergebe ein anrechenbares Einkommen von Fr. 57'481.70, womit für 2021 ein Anspruch auf Prämienverbilligung von gemeinsam Fr. 2'662.80 bestehe, wobei es sich um eine provisorische Berechnung handle und bei Vorliegen der definitiven Steuerveranlagung eine Neuberechnung erfolge (Vi-act. 7).
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D. Am 20. Juni 2022 erging die definitive Steuerveranlagung 2021 (Vi-act. 8). Gestützt auf diese nahm die Ausgleichskasse eine Neuberechnung der Prämienverbilligung 2021 vor. Mit Mitteilung vom 12. August 2022, welche die Mitteilung vom 29. Januar 2021 ersetzte, informierte die Ausgleichskasse A.________ und B.________, das anrechenbare Einkommen betrage Fr. 77'258.20 und liege damit über dem Höchstwert von Fr. 58'299, weshalb kein Anspruch auf Prämienverbilligung 2021 bestehe. Die Neuberechnung sei erfolgt, weil die Prämienverbilligung 2021 im Januar 2021 provisorisch gemäss Selbstangabe erfolgt sei und mittlerweile die Steuerzahlen 2021 definitiv veranlagt worden seien (Vi-act. 9).
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E. Am 23. August 2022 monierten A.________ und B.________ eine Falschberechnung gestützt auf falsche Einkommens- und Vermögenswerte und sie verlangten eine Neuberechnung (Vi-act. 10). Mit Verfügung vom 24. August 2022 bestätigte die Ausgleichskasse, das anrechenbare Einkommen liege mit Fr. 77'258.20 über dem gesetzlichen Höchstwert von Fr. 58'299, weshalb kein Anspruch auf Prämienverbilligung 2021 bestehe (Vi-act. 11).
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F. Am 29. August 2022 erheben A.________ und B.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die Verfügung vom 24. August 2022 aufzuheben und ihnen die Prämienverbilligung 2021 zu gewähren.
\n Mit Vernehmlassung vom 15. September 2022 beantragt die Ausgleichskasse Schwyz die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführer.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1.1 Der Bundesgesetzgeber verlangt von den Kantonen, Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen zu gewähren (