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\n \n \n II 2022 86
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| \n Entscheid vom 23. Januar 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Oxana Straub, a.o. Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________ \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ergänzungsleistungen (Rückforderung)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. 1955; nachfolgend: der Versicherte; seit dem 31.3.2018 verheiratet mit B.________, geb. 1993) bezieht seit dem 1. Februar 2018 Ergänzungsleistungen (EL) zur (halben) Invalidenrente.
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B. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2020 sprach die AK Schwyz dem Versicherten ab dem 1. Januar 2021 eine EL von monatlich Fr. 2'306.-- (zzgl. Prämienpauschale Krankenversicherung von Fr. 832.--) zu (AK-act. 1) und mit Verfügung vom 17. Dezember 2021 ab dem 1. Januar 2022 eine EL von monatlich Fr. 2'306.-- (zzgl. Prämienpauschale Krankenversicherung von Fr. 836.--) zu (AK-act. 4).
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C. Im Rahmen einer Abklärung vom 1. April 2022 erhielt die Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass der Versicherte und seine Ehefrau regelmässig, d.h. mindestens einmal pro Monat, (per Bus oder PW) nach Serbien zurückkehrten (AK-act. 8). Sie ersuchte daher den Versicherten mit Schreiben vom 22. April 2022 um entsprechende genaue Angaben (AK-act. 9). Am 9. Mai 2022 erkundigte sich der Versicherte telefonisch bei der Ausgleichskasse unter anderem danach, wie lange er im Ausland bleiben dürfe. Derzeit sei er in der Schweiz, seine Ehefrau noch im Ausland (AK-act. 10).
\n Mit Datierung vom 20. Mai 2022 (Eingang bei der Ausgleichskasse am 25.5.2022) deklarierte der Versicherte auf dem ihm von der Ausgleichskasse zur Verfügung gestellten Formular seine Auslandaufenthalte (AK-act. 12-1/6 und 12-2/6, vgl. 9-3/4).
\n Am 17. Juni 2022 - mit Erinnerungsschreiben vom 5. Juli 2022 - verlangte die Ausgleichskasse ergänzende Unterlagen (AK-act. 13 u. 14). Hierauf teilte der Versicherte der Ausgleichskasse am 18. Juli 2022 (Eingang) unter anderem mit, sie könnten den Pass der Ehefrau nicht finden. Anfang August 2022 führen sie wieder nach Serbien (AK-act. 15).
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D. Es ergaben sich für den Versicherten und seine Ehefrau folgende Auslandabwesenheiten im Jahr 2021 (AK-act. 18 [Aktennotiz vom 19.7.2022]):
\n Datum
Tage
Bemerkung
\n 01.01.2021 - 10.01.2021
9
über den Jahreswechsel, ohne Reisetag am 10.1.
\n 21.01.2021 - 29.01.2021
7
ohne Reisetag
\n 24.02.2021 - 08.03.2021
11
ohne Reisetag
\n 19.04.2021 - 10.05.2021
20
ohne Reisetag
\n 17.06.2021 - 06.07.2021
18
ohne Reisetag
\n 19.07.2021 - 11.08.2021
22
ohne Reisetag
\n 22.12.2021 - 31.12.2021
9
ohne Reisetag; über Jahreswechsel (Rückkehr am
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9.1.2022)
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Total 96\n Für das Jahr 2022 waren bis anhin (19.7.2022) 34 Tage für den Versicherten und 44 Tage für die Ehefrau zu registrieren.
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E. Mit Verfügung vom 20. Juli 2022 verneinte die AK Schwyz einen EL-Anspruch des Versicherten und forderte für die Monate Dezember 2021 sowie Januar 2022 je Fr. 2'306.-- (total Fr. 4'612.--) zurück (AK-act. 19). Dies wurde damit begründet, dass der 91. Tag der Landesabwesenheit im Dezember 2021 erreicht (mit Rückkehr aus dem Ausland am 9.1.2022) und somit die insgesamt 90 zulässigen Tage pro Kalenderjahr überschritten worden seien.
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F. Gegen diese Verfügung vom 20. Juli 2022 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 25. August 2022 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung der Rückforderung und eventualiter Erlass der Rückforderung. Er machte namentlich geltend, von einer 90-Tage-Regel nichts gewusst zu haben und auch nicht hierauf aufmerksam gemacht worden zu sein. Seiner Meldepflicht sei er mit bestem Wissen und Gewissen nachgekommen. Den fehlenden Anspruch für den Monat Dezember 2021 könne er noch nachvollziehen, nicht aber denjenigen für den Monat Januar 2022. Zudem machte er eine grosse Härte der Rückforderung geltend.
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G. Mit Entscheid Nr. 1192/22 vom 24. Oktober 2022 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat (Disp.-Ziff. 1). Das Nichteintreten betraf das Erlassgesuch, worüber zuerst mit einer Verfügung zu entscheiden sei (Erw. 14 ff.).
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H. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 24.10.2022) erhebt der Versicherte mit Eingabe vom 23. November 2022 (Postaufgabe am 12.12.2022) Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag auf Aufhebung des Einspracheentscheids sowie der Rückforderungsverfügung.
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I. Mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2023 beantragt die Vorinstanz, auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Der Nichteintretensantrag wird mit einer verspäteten Beschwerdeerhebung begründet.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Gemäss