\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
II 2022 92
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 21. April 2023
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8,
\n Postfach 1181, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Insolvenzentschädigung)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________ war seit dem 1. Juni 2020 bis 31. Januar 2021 als Reinigungskraft bei der Firma C.________ GmbH, D.________, angestellt (vgl. Vi-act. 169, 173). Über die Arbeitgeberin wurde am 30. November 2021 der Konkurs eröffnet (vgl. Vi-act. 171, 177). Am 21. Februar 2022 reichte A.________ beim Konkursamt E.________ eine Lohnforderung in der Höhe von Fr. 11'924 ein (vgl. Vi-act. 35). Gleichentags beantragte A.________ bei der Arbeitslosenkasse eine Insolvenzentschädigung von Fr. 11'924 (vgl. Vi-act. 33). Am 2. Juni 2022 wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt.
\n B. Mit Schreiben vom 4. April 2022 konfrontierte die Arbeitslosenkasse A.________ mit dem Vorwurf der Verletzung der Schadenminderungspflicht nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses und gewährte ihm das rechtliche Gehör (vgl. Vi-act. 30). Nach Eingang der Stellungnahme von A.________ vom 12. April 2022 verfügte die Arbeitslosenkasse noch gleichentags die Ablehnung des Anspruchs auf Insolvenzentschädigung mit der Begründung, A.________ habe während der Zeit vom 8. März 2021 (Rechtsvorschlag) bis zum 11. August 2021 (Schlichtungsgesuch) keine genügenden Schritte unternommen, um seine Lohnansprüche geltend zu machen (vgl. Vi-act. 28, 29).
\n C. Am 10. Mai 2022 erhob A.________ Einsprache gegen die ablehnende Verfügung vom 12. April 2022, welche die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid Nr. 45/2022 vom 22. November 2022 abwies.
\n D. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 45/2022 vom 22. November 2022 (Postaufgabe: gleichentags) lässt A.________ am 23. Dezember 2022 (Postaufgabe: gleichentags) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1. Der Einspracheentscheid Nr. 45/2022 der Arbeitslosenkasse vom 22. November 2022, zugestellt am 24. November 2022, betreffend Verfügung Nr. 210 vom 12. April 2022 sei aufzuheben.
\n 2. Im Konkursverfahren der C.________ GmbH, D.________, sei dem Beschwerdeführer die beantragte Insolvenzentschädigung zuzusprechen.
\n Mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2023 verweist die Arbeitslosenkasse (ALK) auf die Begründung des Einspracheentscheides und beantragt die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.
\n E. Am 23. Februar 2023 ersuchte das Gericht die Integrationsstelle Region F.________ um Auskunft betreffend ihre dem Beschwerdeführer erbrachte Beratung. Die Auskunft wurde am 13. März 2023 erteilt, wozu die Parteien keine Stellungnahme einreichten.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Sachverhaltsmässig ist unbestritten,
\n - dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2020 bis am 31. Januar 2021 als Reinigungskraft mit Arbeitsort F.________ bei der C.________ GmbH, D.________, angestellt war (Vi-act 199, 173, 169, 37 - 39);
\n -  dass der Beschwerdeführer gegenüber der Arbeitgeberin Lohnausstände für die Monate Oktober, November und Dezember 2020 sowie Januar 2021 beklagte bzw. Zahlung einforderte, namentlich mit aktenkundigen Schreiben vom 23. Dezember 2020 (Vi-act. 199) sowie vom 29. Januar 2021 (Vi-act. 197);
\n - dass er die Arbeitgeberin am 11. Februar 2021 für offene Lohnforderungen über Fr. 12'400.-- betrieb, worauf am 1. März 2021 ein Zahlungsbefehl ausgestellt wurde, wogegen die Arbeitgeberin Rechtsvorschlag erhob (Bestätigung vom 8. oder 9.3.2021 [Stempel undeutlich], Vi-act. 195);
\n - dass der Beschwerdeführer am 11. August 2021 beim Vermittleramt E.________ ein Schlichtungsgesuch aus arbeitsrechtlicher Streitigkeit einreichte und u.a. Lohnzahlungen für die Monate Oktober 2020 bis Januar 2021 im Betrag von Fr. 12'400.-- zzgl. 5% Zins seit 1. November 2020 forderte (Vi-act. 191);
\n - dass dem Beschwerdeführer am 23. September 2021 die Klagebewilligung ausgestellt wurde (Vi-act. 186);
\n - dass der Beschwerdeführer gegen die Arbeitgeberin am 1. Oktober 2021 beim Einzelrichter des Bezirksgerichts E.________ Klage im vereinfachten Verfahren (nach