\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
II 2023 13
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 12. April 2023
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
 
gegen
 
\n
    \n
  1. Kantonale Steuerverwaltung, Rechtsdienst,
    \n Postfach 1232, 6431 Schwyz,
  2. \n
  3. Regierungsrat des Kantons Schwyz,
    \n Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz,
  4. \n
Vorinstanzen,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagung 2021:
\n Steuererlass)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. Mit Verfügung vom 16. Mai 2022 (Versand) wurde A.________ (geboren ____1956; nachstehend: die Steuerpflichtige) von der kantonalen Steuerverwaltung (StV) für die Steuerperiode 2021 kantonal und bundesteuerlich mit einem steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen von Fr. 14'200.-- und (kantonal) mit einem Vermögen von Fr. 0.-- veranlagt. Gestützt auf diese Veranlagung wurden der Steuerpflichtigen mit Schlussrechnung 2021 vom 16. Mai 2022 Kantons-, Bezirks-, Gemeinde- und Kirchensteuern von insgesamt Fr. 920.-- sowie bei der direkten Bundessteuer Fr. 46.95, total also Fr. 966.95, in Rechnung gestellt.
\n B. Mit handschriftlichem Schreiben vom 18. Mai 2022 ersuchte die Steuerpflichtige die StV um den Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2021 von Fr. 920.--. Zur Begründung führte sie aus, von den Ergänzungsleistungen (EL) erhalte sie monatlich Fr. 2'695.--, wovon die Mietkosten von Fr. 1'100.-- abzuziehen seien, womit ihr Fr. 1'595.-- zum Leben verblieben. Die Gemeinde B.________ beantragte mündlich am 28. September 2022, der Steuerpflichtigen die Steuern 2021 teilweise zu erlassen, da sie EL beziehe.
\n C. Am 28. September 2022 entschied die StV wie folgt über das Erlassgesuch:
\n 1. Die Kantons-, Bezirks-, Gemeinde- und Kirchensteuern 2021 im Betrag von total Fr. 920.-- werden bis auf einen Teilbetrag von Fr. 400.-- erlassen.
\n 2. Das Gesuch um Erlass der direkten Bundessteuern 2021 wird als gegenstandslos am Protokoll abgeschrieben.
\n 3. Es werden keine Kosten erhoben.
\n 4.-5. (Rechtsmittelbelehrung; schriftliche Mitteilung).
\n Die Steuerpflichtige hatte die Bundessteuern zwischenzeitlich bezahlt.
\n D. Gegen diesen Entscheid der StV vom 28. September 2022 erhob die Steuerpflichtige mit Eingabe vom 6. Oktober 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat mit dem Ersuchen um Erlass auch des Teilbetrages von Fr. 400.--.
\n E. Mit Beschluss (RRB) Nr. 30/2023 vom 17. Januar 2023 entschied der Regierungsrat wie folgt:
\n 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
\n 2. Verfahrenskosten werden keine erhoben.
\n 3.-5. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).
\n F. Gegen diesen RRB (Versand am 24.1.2023) erhebt die Steuerpflichtige mit Eingabe vom 26. Januar 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen Antrag auf Gewährung des Steuererlasses. Unter Bezugnahme auf die Erw. 4.3 des angefochtenen RRB macht sie geltend, sie habe am 18. Mai 2022 schriftlich und eingeschrieben Beschwerde gegen die Veranlagungsverfügung 2021 erhoben, womit die Veranlagung 2021 noch nicht rechtskräftig sei.
\n G. Vernehmlassend beantragt das Sicherheitsdepartement am 6. Februar 2023 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Ebenso beantragt die StV die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Mit beiden Vernehmlassungen wird dementiert, dass die Beschwerdeführerin Beschwerde bzw. Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung 2021 vom 16. Mai 2022 gemacht habe.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1.1  Die Bestimmungen zum Steuererlass im Steuergesetz (StG; SRSZ 172.200) vom 9. Februar 2000 wurden per 1. Januar 2020 mit