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\n \n \n II 2023 14
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| \n Entscheid vom 14. März 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG B.________,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ergänzungsleistungen (Rückforderung)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geboren ____1950; geschieden; nachstehend: der Versicherte) bezieht seit dem 1. Juli 2013 Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV (vgl. VGE II 2013 148 vom 15.4.2014, insb. Ingress lit. A).
\n
B.1 Mit Verfügungen vom 21. Dezember 2018 (AK-act. 110), 20. Dezember 2019 (AK-act. 113 [unerfindlich ist die Aktenerfassung dieser beiden Verfügungen unter dem 19.12.2018 bzw. 18.12.2019; ähnliche Divergenzen lassen sich auch anderweitig feststellen]) und 21. Dezember 2020 (AK-act. 116) sprach ihm die Ausgleichskasse Schwyz folgende EL zu (je in Franken):
\n ab 1.1.2019
EL
673
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
413\n
Total
1'086
\n ab 1.1.2020
EL
673
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
414\n
Total
1'087
\n ab 1.1.2021
EL
669
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
416\n
Total
1'085
\n
B.2 Im Rahmen einer im August 2021 eingeleiteten periodischen Revision nahm die Ausgleichskasse eine Neuberechnung des EL-Anspruches des Versicherten vor und sprach ihm mit Verfügung vom 3. Dezember 2021 folgende EL zu (AK-act. 144; je in Franken):
\n 1.9.2019 bis 31.12.2019
EL
338
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
413\n
Total
751
\n 1.1.2020 bis 30.6.2020
EL
338
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
414\n
Total
752
\n 1.7.2020 bis 31.12.2020
EL
279
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
414\n
Total
693
\n Ab 1.1.2021
EL
0
\n
Prämienpauschale Krankenversicherung
0\n
Total
0
\n Dies führte zu folgenden Rückforderungen:
\n 1.9.2019 bis 31.12.2019
4 x 335
1'340
\n 1.1.2020 bis 30.6.2020
6 x 335
2'010
\n 1.7.2020 bis 31.12.2020
6 x 394
2'364
\n 1.1.2021 bis 31.12.2021
12 x 669
8'028\n Total
13'742
\n
B.3 Gegen diese Verfügung vom 3. Dezember 2021 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13. Dezember 2021 \"Beschwerde\" bei der Ausgleichskasse mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Die Verfügungen der Ausgleichskasse Schwyz, Abteilung Ergänzungsleistungen vom 03.12.2021 für die Jahre 2019 / 2020 / 2021 seien definitiv aufzuheben.
\n 2.
Die Berechnungsgrundlage über die Ergänzungszulagen müssen über sämtliche Jahre 2019-2021 gleich bzw. analog berechnet werden.
\n 3.
Es sei auf die Rückforderung der zu viel bezogenen Leistungen zu verzichten.
\n 4.
Die bisherigen Ergänzungsleistungen inkl. deren Krankenkassenprämienanteil seien für das Jahr 2022 weiterhin zu bezahlen.
\n 5.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.
\n
C. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2021 (AK-act. 152) forderte die Ausgleichskasse vom Versicherten die Rückerstattung ausgerichteter Krankheitskosten von Fr. 1'118.55.
\n Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 14. Dezember 2021 (AK-act. 151) \"Beschwerde\" bei der Ausgleichskasse mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Die Verfügungen der Ausgleichskasse Schwyz, Abteilung Ergänzungsleistungen vom 08.12.2021 für das Jahr 2021 seien definitiv aufzuheben.
\n 2.
Diese Beschwerde sei meiner gestrigen Beschwerde vom 13.12.2021 einzuschliessen, und gleichzeitig mit dieser genannten Beschwerde zu behandeln.
\n
D. Mit Schreiben vom 23. Mai 2022 (AK-act. 160) drohte die Ausgleichskasse dem Versicherten eine Verschlechterung seiner Stellung betreffend EL an und gewährte ihm hierzu das rechtliche Gehör sowie die Möglichkeit des Rückzugs der Einsprache.
\n Hierzu liess sich der nunmehr beanwaltete Versicherte mit Stellungnahme vom 29. August 2022 vernehmen, wobei er folgende Anträge stellte (AK-act. 170):
\n 1.
Die Verfügung vom 3. Dezember 2021 sei aufzuheben und es sei bei der Berechnung des anrechenbaren Einkommens des Gesuchstellers von der Anrechnung eines hypothetischen Vermögensverzichts abzusehen und es sei auf dieser Grundlage der Ergänzungsleistungsanspruch des Gesuchstellers seit 2018 neu festzustellen bzw. zu berechnen.
\n 2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegnerin.
\n
E. Mit Entscheid Nr. 1378/2021 vom 16. Dezember 2021 erkannte die Ausgleichskasse (im Sinne einer reformatio in peius) wie folgt:
\n 1.
Die Einsprache vom 13. Dezember 2021 wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.
\n 2.
Dem Einsprecher werden folgende monatliche Ergänzungsleistungen (inkl. Prämienpauschale Krankenversicherung) zugesprochen:
\n ab 01.09.2019 bis 31.12.2019
Fr. 445.00
\n ab 01.01.2020 bis 30.06.2020
Fr. 414.00
\n ab 01.07.2020 bis 31.12.2020
Fr. 414.00
\n ab 01.01.2021 bis 31.12.2021
Fr. 0.00
\n
Die Rückforderung betreffend monatliche Ergänzungsleistung wird auf Fr. 18'796.- festgesetzt.
\n 3.
Die Rückforderung betreffend Krankheits- und Behinderungskosten wird auf Fr. 1.- festgesetzt.
\n 4.
Die Rückforderung wird mit der Nachzahlung der Zahnarztkosten (Rechnung vom 23. November 2021) in der Höhe von Fr. 369.70 verrechnet.
\n 5.
Das Verfahren ist kostenlos.
\n 6.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
\n 7./8. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).
\n
F. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 16.12.2022) lässt der Versicherte mit Eingabe vom 1. Februar 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) unter Beachtung des Fristenstillstandes über die Weihnachtstage fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Der Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2022 sei aufzuheben und es sei bei der Berechnung des anrechenbaren Einkommens des Einsprechers/Beschwerdeführers von einer Anrechnung eines hypothetischen Vermögensverzichts abzusehen und es sei auf dieser Grundlage der Ergänzungsleistungsanspruch des Einsprechers/Beschwerdeführers neu festzustellen bzw. zu berechnen und es sei festzustellen, dass kein Rückforderungsanspruch besteht.
\n
Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2022 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
\n 2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin/Vorinstanz.
\n
G. Die Vorinstanz teilt mit Schreiben vom 23. Februar 2023 unter Verweis auf die Darlegungen im angefochtenen Einspracheentscheid ihren Verzicht auf weitere Ausführungen mit und beantragt die Abweisung der Beschwerde.
\n
Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1.1 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht gemäss