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II 2023 23
 
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Entscheid vom 20. Juni 2023
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________
 
gegen
 
Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Verzugszinsen auf
\n Beiträge 2019 bis 2021)
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Sachverhalt:
\n A. Per 1. Januar 2014 erfasste die Ausgleichskasse Schwyz (nachfolgend: AK) A.________ (geb. 1975) als Arbeitnehmer mit Arbeitgeber mit Sitz im Ausland bzw. als Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber (ANobAG); gestützt darauf erfolgten entsprechende Beitragsabrechnungen (vgl. Vi-act. 1-31).
\n B. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2021 gab A.________ gegenüber der AK bekannt, er habe per 1. Juli 2021 eine neue Stelle bei einem Arbeitgeber mit Sitz im Ausland angetreten (vgl. Vi-act. 34/35). Daraufhin leitete die AK ein Abklärungsverfahren betreffend die AHV/IV/EO-Beitragspflicht ein (vgl. Vi-act. 36-42). Mit Schreiben vom 9. November 2021 informierte die AK A.________, für die Beitragsabrechnung sei er ab 1. Juli 2021 (weiterhin) als ANobAG erfasst; gleichentags erfolgte eine provisorische Beitragsberechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 (vgl. Vi-act. 45-47). Am 24. Januar 2022 verfügte die AK SZ die definitive Beitragsabrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 (vgl. Vi-act. 62-64). Am 16. Mai 2022 hob die AK das Abrechnungskonto von A.________ per 31. Dezember 2021 auf, nachdem er per 1. Januar 2022 nicht mehr der Schweizerischen Sozialversicherungsgesetzgebung unterstellt ist (vgl. Vi-act. 89 i.V.m. Vi-act. 66/74/112).
\n C. Im Rahmen des oberwähnten Abklärungsverfahrens betreffend die AHV/IV/EO-Beitragspflicht (vgl. vorstehend Ingress lit. B) stellte die AK gestützt auf den Auszug aus dem individuellen Konto (nachfolgend: IK-Auszug) von A.________ Beitragslücken in den Beitragsjahren 2019 bis 2021 fest (vgl. Vi-act. 48-54/56/72). In der Folge forderte die AK A.________ auf, das Anmeldeformular für Nichterwerbstätige auszufüllen und zu retournieren; dieser Forderung kam A.________ am 4. Mai 2022 nach (vgl. Vi-act. 58-60/73/74/78/79).
\n D. Am 16. Mai 2022 erfasste die AK A.________ für die Beitragsberechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021 als nichterwerbstätige Person (vgl. Vi-act. 88). Gleichentags verfügte sie die (provisorischen) Akontobeiträge für Nichterwerbstätige für die Beitragsjahre 2019-2021 unter Berücksichtigung der Beiträge aus Erwerbseinkommen für die Beiträge 2019 und 2021 (vgl. Vi-act. 90-92) sowie die entsprechenden Verzugszinsverfügungen für die Jahre 2019-2021 (vgl. Vi-act. 85-87) und stellte A.________ folgende Beitragsrechnungen zu (Vi-act. 93-95):
\n 01.01.2019-31.12.2019
\n  Pers. Beiträge AHV/IV/EO Fr.  13'361.00
\n  Verzugszinsen auf Beiträgen Fr.   1'473.00
\n  Verwaltungskostenbeiträge Fr.      668.05
\n  Total Fr. 15'502.10
\n 01.01.2020-31.12.2020
\n  Pers. Beiträge AHV/IV/EO Fr.  18'146.00
\n  Verzugszinsen auf Beiträgen Fr.   1'312.55
\n  Verwaltungskostenbeiträge Fr.       907.30
\n  Total Fr.  20'365.85
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\n 01.01.2021-31.12.2021
\n  Pers. Beiträge AHV/IV/EO Fr.  17'150.70
\n  Verzugszinsen auf Beiträgen Fr.      340.15
\n  Verwaltungskostenbeiträge Fr.       857.55
\n  Total Fr.  18'348.40
\n E. Mit Einsprache vom 2. Juni 2022 bzw. 22. November 2022 beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung der Verzugszins- sowie Verwaltungskostenbeiträge für die Jahre 2019-2021, nachdem er die persönlichen Beiträge der Jahre 2019-2021 beglichen hatte (vgl. Vi-act. 96/97/130/132). Nachdem die AK die Steuermeldung für A.________ für die Jahre 2019 und 2020 erhalten hatte, erkannte sie mit Einspracheentscheid Nr. 1136/22 vom 24. Januar 2023 was folgt:
\n 1. Die Einsprache vom 3. Juni 2022 [recte: 2.6.2022] gegen die Verfügungen vom 16. Mai 2022 wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.
\n 2. Die Verfügungen vom 16. Mai 2022 für die Beitragsjahre 2019 und 2020 werden von Amtes wegen korrigiert und die zu entrichtenden Beiträge wie folgt definitiv festgesetzt:
\n  Jahr 2019: Fr.  13'867.60
\n  Jahr 2020: Fr.  19'053.30
\n Auch die Verzugszinsenverfügung vom 16. Mai 2022 für das Jahr 2019 wird korrigiert und die Verzugszinsen auf Fr. 1'456.10 reduziert.
\n [3.-5 Kostenfolgen; Rechtsmittel; Zustellung]
\n F. Gegen diesen Einspracheentscheid Nr. 1136/22 vom 24. Januar 2023 reicht A.________ mit Eingabe vom 24. Februar 2023 (Postaufgabe: gleichentags) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein mit folgenden Anträgen:
\n (i) Das Urteil (1136/22) von der Ausgleichskasse vom 24.01.2023 sei aufzuheben in Bezug auf die Verzugszinsen.
\n (ii) Die Beschwerdegegnerin habe für die Beitragsjahre 2019-2021 zu verzichten auf Verzugszinsen bis zum 16.05.2022 (= Datum Rechnungen, KB1). Eventualiter seien die Zinsen zu reduzieren auf Null.
\n G. Mit Vernehmlassung vom 20. März 2023 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Am 1. April 2023 reichte dieser eine Stellungnahme ein, wozu sich die Vorinstanz mit Duplik vom 21. April 2023 äusserte. Am 5. Mai 2023 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Zunächst gilt es klarzustellen, dass sich die Beschwerde weder gegen die verfügten Sozialversicherungsbeiträge der Jahre 2019-2021 noch gegen die Verwaltungskosten der Jahre 2019-2021, sondern sich ausschliesslich nurmehr gegen die in Rechnung gestellten Verzugszinsen für das Beitragsjahr 2019 in der Höhe von Fr. 1'456.10 (Zinslauf vom 1.1.2020 bis 16.5.2022), für das Beitragsjahr 2020 in der Höhe von Fr. 1'312.55 (Zinslauf vom 1.1.2021 bis 16.5.2022) sowie für das Beitragsjahr 2021 in der Höhe von Fr. 340.15 (Zinslauf vom 1.1.2022 bis 16.5.2022) richtet (vgl. vorstehend Ingress lit. E/F). Der Beschwerdeführer macht dabei im Wesentlichen geltend, die entstandene Verzögerung bei der Veranlagung der persönlichen Beiträge seien durch die Vorinstanz und nicht durch ihn verschuldet, weshalb er nicht bereit sei, die damit verbundenen Verzugszinsen zu tragen (vgl. Beschwerde vom 24.2.2023 S. 2f. Ziff. 6-7/11).
\n 2.1.1 Gemäss