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\n \n \n II 2023 28
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| \n Entscheid vom 22. August 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Ergänzungsleistungen (Rückforderung)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geboren ____1969, nachstehend: der Versicherte) bezieht seit 1. Juni 2017 eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Er meldete sich am 25. April 2018 zum Bezug einer Ergänzungsleistung (EL) zur IV an (Vi- [=AK] act. 1). Mit Verfügung vom 29. Mai 2018 sprach ihm die Ausgleichskasse Schwyz erstmals eine EL mit Wirkung ab dem 1. Juni 2017 zu (Vi-act. 26). Es folgten weitere Verfügungen, so namentlich am 21. Dezember 2018 für die Zeit ab dem 1. Januar 2019 (Vi-act. 42), am 20. Dezember 2019 für die Zeit ab dem 1. Januar 2020 (Vi-act. 52), am 21. Dezember 2020 für die Zeit ab dem 1. Januar 2021 (Vi-act. 56) und am 17. Dezember 2021 für die Zeit ab dem 1. Januar 2022 (Vi-act. 61).
\n Gestützt auf eine im Juli 2022 eingeleitete Revision (vgl. Vi-act. 68) verfügte die Ausgleichskasse Schwyz für den Versicherten am 26. September 2022 folgende EL seit 1. Juni 2017 (Vi-act. 98; Beträge in Franken; im Vergleich die früher zugesprochenen EL [vgl. Vi-act. 27, 39, 42, 50, 52, 56, 61], in Klammer Beträge ohne Prämienpauschale Krankenversicherung, sowie die sich ergebenden Differenzen):
\n Zeitraum
Betrag
zuvor
Differenz
\n ab 01.06.2017 bis 30.09.2017
799
846 (451)
- 47
\n ab 01.10.2017 bis 31.12.2017
786
833 (438)
- 47
\n ab 01.01.2018 bis 31.12.2018
768
810 (409)
- 42
\n ab 01.01.2019 bis 31.01.2019
707
821 (408)
- 114
\n ab 01.02.2019 bis 28.02.2019
716
829 (416)
- 113
\n ab 01.03.2019 bis 31.12.2019
722
836 (423)
- 114
\n ab 01.01.2020 bis 30.06.2020
730
838 (424)
- 108
\n ab 01.07.2020 bis 31.12.2020
726
838 (424)
- 112
\n ab 01.01.2021 bis 31.12.2021
506
839 (423)
- 333
\n ab 01.01.2022 bis 31.07.2022
418
841 (423)
- 423
\n ab 01.08.2022 bis 30.09.2022
418
841 (423)
- 423
\n ab 01.10.2022
418
\n Die führte zu folgender Rückforderung:
\n ab 28.06.2017 bis 30.09.2017
4 x 47
188
\n ab 01.10.2017 bis 31.12.2017
3 x 47
141
\n ab 01.01.2018 bis 31.12.2018
12 x 42
504
\n ab 01.01.2019 bis 31.01.2019
1 x 114
114
\n ab 01.02.2019 bis 28.02.2019
1 x 113
113
\n ab 01.03.2019 bis 31.12.2019
10 x 114
1'140
\n ab 01.01.2020 bis 30.06.2020
6 x 108
648
\n ab 01.07.2020 bis 31.12.2020
6 x 112
672
\n ab 01.01.2021 bis 31.12.2021
12 x 333
3'996
\n ab 01.01.2022 bis 31.07.2022
7 x 423
2'961
\n ab 01.08.2022 bis 30.09.2022
2 x 423
846
\n Total
11'323
\n Einer Einsprache wurde die aufschiebende Wirkung entzogen, soweit sie sich gegen die Herabsetzung des EL-Anspruchs richtet (Disp.-Ziff. 4). Des Weiteren findet sich in der Verfügung der Hinweis auf die Möglichkeit, bis spätestens 30 Tage, nachdem die Rückforderungsverfügung rechtskräftig geworden ist, ein begründetes Erlassgesuch einzureichen.
\n
B. Gegen diese Verfügung vom 26. September 2022 liess der Versicherte mit Eingabe vom 24. Oktober 2022 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen (Vi-act. 114):
\n 1.
Es sei festzustellen, dass die Verfügung vom 26.09.22 nichtig ist. Die EL-Leistungen für Oktober 2022 von CHF 423.00 pro Monat gemäss Verfügung vom 17.12.21 seien dem Einsprecher nachzuzahlen.
\n 2.
Eventualiter sei die Verfügung vom 26.09.22 aufzuheben. Die EL-Berechnung für das Jahr 2022 sei zu korrigieren und von der Rückforderung von CHF 11'323.00 sei abzusehen.
\n 3.
Subeventualiter sei dem Einsprecher die Rückforderung von CHF 11'323.00 zu erlassen.
\n 4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Einsprachegegnerin.
\n
C. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2022 sprach die Ausgleichskasse Schwyz dem Versicherten bei einem Ausgabenüberschuss von Fr. 5'176.-- pro Jahr (bzw. Fr. 431.-- pro Monat) ab dem 1. Januar 2023 eine EL von Fr. 0.-- und eine Prämienpauschale Krankenversicherung von Fr. 445.-- zu (Vi-act. 119 f.).
\n Hiergegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 1. Februar 2023 Einsprache erheben (Vi-act. 123) mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Es sei festzustellen, dass die Verfügung vom 16.12.22 nichtig ist.
\n 2.
Eventualiter sei die Verfügung vom 16.12.22 aufzuheben. Die EL-Berechnung für die Zeit ab 01.01.23 sei zu korrigieren.
\n 3.
Das vorliegende Verfahren sei bis zum Abschluss des bereits hängigen Verfahrens betreffend der Einsprache vom 24.10.22 zu sistieren.
\n 4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Einsprachegegnerin.
\n
D. Mit Einspracheentscheid Nr. 1246/22, 1025/23 vom 20. Februar 2023 entschied die Ausgleichskasse wie folgt:
\n 1.
Die Einspracheverfahren Nr. 1246/22 (Einsprachen vom 24. Oktober 2022) und Nr. 1025/23 (Einsprache vom 1. Februar 2023) werden vereinigt.
\n 2.
In teilweiser Gutheissung der Einsprachen vom 24. Oktober 2022 und 1. Februar 2023 werden dem Einsprecher folgende monatlichen Ergänzungsleistungen (inkl. Prämienpauschale Krankenversicherung) zugesprochen:
\n ab 01.06.2017 bis 30.09.2017
Fr.
799.00
\n ab 01.10.2017 bis 31.12.2017
Fr.
786.00
\n ab 01.01.2018 bis 31.12.2018
Fr.
768.00
\n ab 01.01.2019 bis 31.01.2019
Fr.
707.00
\n ab 01.02.2019 bis 28.02.2019
Fr.
716.00
\n ab 01.03.2019 bis 31.12.2019
Fr.
722.00
\n ab 01.01.2020 bis 30.06.2020
Fr.
730.00
\n ab 01.07.2020 bis 31.12.2020
Fr.
726.00
\n ab 01.01.2021 bis 31.12.2021
Fr.
506.00
\n ab 01.01.2022 bis 31.07.2022
Fr.
418.00
\n ab 01.08.2022 bis 30.09.2022
Fr.
418.00
\n ab 01.10.2022 bis 31.12.2022
Fr.
418.00
\n ab 01.01.2023
Fr.
477.00
\n
Im Übrigen werden die Einsprachen abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird; unter gleichzeitiger Bestätigung der Verfügungen vom 26. September 2022 und 16. Dezember 2022.
\n 3.
Die Nachzahlung der Ergänzungsleistungen wird im Umfang von Fr. 64.- mit der Rückforderung der Ergänzungsleistungen verrechnet. Es verbleibt eine Rückforderung von Fr. 11'259.-.
\n 4.
Das Verfahren ist kostenlos.
\n 5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
\n 6.-7. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).
\n
E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 20.2.2023; dem Versicherten zugestellt am 27.2.2023) lässt der Versicherte mit Eingabe vom 28. März 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Ziffer 3 des Rechtsspruchs des Einspracheentscheids vom 20.02.23 betreffend der Rückforderung von CHF 11'259.00 sei aufzuheben.
\n 2.
Der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
\n 3.
Das vorliegende Verfahren sei bis zum Abschluss des in gleicher Sache hängigen Strafverfahrens zu sistieren.
\n 4.
Dem Beschwerdeführer sei nach Edition der vollständigen Akten eine Nachfrist zur Begründung anzusetzen.
\n 5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
\n Zum Sistierungsantrag führt der Beschwerdeführer aus, dass die Vorinstanz bei der Kantonspolizei Schwyz eine Strafanzeige im Sinne von