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\n \n \n II 2023 36
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| \n Entscheid vom 20. Juni 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Alters- und Hinterlassenenversicherung (provisorische Beiträge für Nichterwerbstätige 2019 bis 2021)
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Sachverhalt:\n
A. Mit Schreiben vom 21. Juli 2006 nahm die Ausgleichskasse Schwyz A.________ (geboren ____1969; geschieden; nachstehend: der Versicherte) als ab 1. Januar 2004 nebenberuflich selbständigerwerbenden (SE) Landwirt in die Ausgleichskasse auf (AK-act. 4; vgl. AK-act. 12). Seit dem 28. Januar 2011 ist der Versicherte Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der per diesen Zeitpunkt im Handelsregister eingetragenen B.________ GmbH. Diese Gesellschaft bezweckt jegliche Art von Metallmontagen, insbesondere von Geländer, Fassaden und Brücken. Bis 17. Dezember 2014 hielt der Versicherte 10 der insgesamt 20 Stammanteile zu je Fr. 1'000.-- der Gesellschaft; seither hält er alle 20 Stammanteile und ist einziger Gesellschafter und Geschäftsführer.
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B. Am 9. Juni 2021 stellte die Ausgleichskasse dem Versicherten zwecks Abklärung seiner Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger (NE) den entsprechenden Fragebogen zu (AK-act. 64). Nach einer Mahnung vom 12. Juli 2021 (AK-act. 68) informierte die C.________ im Auftrag des Versicherten die Ausgleichskasse am 9. Juli 2021 (AK-act. 60), dass dieser im Jahr 2019 einen schweren Unfall erlitten habe (vgl. AK-act. 84 [nicht nummeriert] = Einsprache vom 13.8.2021, S. 1). Der Versicherte war bei einem Security-Einsatz zusammengeschlagen worden und hatte dabei unter anderem ein Schädeltrauma erlitten (AK-act. 141; vgl. IV-Akten 16-64 f./101 [Schilderung des Versicherten], 31-41 ff./71 [Polizeirapport vom 20.9.2019], 8-15/89, 8-23/89 und weitere [Arztberichte]). Deswegen laufe eine IV-Abklärung; seiner unselbständigen Erwerbstätigkeit (USE) bei der B.________ GmbH könne er nicht mehr nachgehen. In der Zwischenzeit habe er sein Vaterhaus zum Feriendomizil \"B & BD.________\" in E.________ umbauen lassen und vermiete Zimmer an Feriengäste. Dieses Angebot werde als selbständige Erwerbstätigkeit betrieben. Nach kurzer Zeit sei der Betrieb coronabedingt stark eingeschränkt bzw. geschlossen worden und habe daher in den ersten beiden Betriebsjahren nur geringe Erträge abgeworfen. Zurzeit präsentierten sich die Übernachtungszahlen erfreulich.
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C. Am 22. Juli 2021 (Eingang bei der Ausgleichskasse am 23.7.2021) reichte der Versicherte die Anmeldung für NE sowie die Anmeldung für SE (AK-act. 72 u. 74) ein. Am 23. Juli 2021 erliess die Ausgleichskasse basierend auf einem Reinvermögen von je Fr. 784'604.50 die provisorischen Verfügungen betreffend die Akontobeiträge des Versicherten für NE in den Jahren 2020 sowie 2021 über Fr. 1'550.85 bzw. Fr. 1'558.20 (AHV/IV/EO von Fr. 1'477.-- bzw. Fr. 1'484.-- zuzüglich Verwaltungskosten von Fr. 73.85 bzw. Fr. 74.20; AK-act. 77 u. 78). Gleichentags verfügte die Ausgleichskasse auf der Basis des gleichen Reinvermögens provisorisch auch die Beiträge 2019 von Fr. 1'162.35 (Fr. 1'435.-- abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen von Fr. 328.-- zuzüglich Verwaltungskosten von Fr. 55.35; AK-act. 79).
\n Des Weiteren stellte die Ausgleichskasse dem Beschwerdeführer ebenfalls am 23. Juli 2021 für das Jahr 2020 Verzugszinsen von Fr. 43.75 und für das Jahr 2019 von Fr. 74.75 in Rechnung (AK-act. 80 u. 81).
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D. Mit Eingabe vom 13. August 2021 liess der Versicherte durch die C.________ bei der Ausgleichskasse Einsprache gegen die provisorischen Verfügungen für die Jahre 2019 bis 2021 erheben mit dem Antrag,
\n es sind die Akontorechnungen für die Beiträge als Nichterwerbstätige mit Akontorechnungen für Beiträge als selbständig Erwerbende zu ersetzen.
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E. Mit Verfügung vom 27. August 2021 sprach die IV-Stelle Schwyz dem Versicherten befristet für die Dauer vom 1. Februar 2020 bis 30. September 2020 eine ganze Invalidenrente mit einer monatlichen Rente von Fr. 2'029.-- zu (AK-act. 90 = IV-act. 91).
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F. Am 28. Oktober 2021 zog die Ausgleichskasse die IV-Akten bei (AK-act. 93).
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G. Am 26. Januar 2022 verfügte die Ausgleichskasse gegenüber dem Versicherten auf der Basis eines Reinvermögens von Fr. 784'604.50 die provisorischen (Akonto-)Beiträge für NE für das Jahr 2022 von Fr. 1'558.20 (AHV/IV/EO von Fr. 1'484.-- zzgl. Verwaltungskosten von Fr. 74.20; AK-act. 98); am 25. Ja-nuar 2023 für das Jahr 2023 von Fr. 1'535.95 (AHV/IV/EO von Fr. 1'462.80 zzgl. Verwaltungskosten von Fr. 73.15; AK-act. 143).
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H. Mit Schreiben vom 26. Januar 2022 informierte die Ausgleichskasse Schwyz den Versicherten über eine drohende Verschlechterung der Stellung betreffend Beitragspflicht für die Jahre 2019 bis 2021 (mögliche reformatio in peius gemäss