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\n \n \n II 2023 37
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| \n Urteil vom 22. November 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhaupt- gewerbe (FAR), Obstgartenstrasse 19, 8006 Zürich, Klägerin,
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| \n gegen
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| \n A.________, \n Beklagter, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Berufliche Vorsorge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge \n 2007-2010, Konventionalstrafe, Kontroll- und Verfahrenskosten)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (nachstehend: Beklagter) liess am 9. März 1999 unter der Firma \"C.________\" ein Einzelunternehmen im Handelsregister des Kantons Zug eintragen. Seit 25. Januar 2023 befindet sich der Sitz des Unternehmens in Risch (zuvor in Zug, Cham und Baar). Das Einzelunternehmen bezweckt \"Vertrieb und Montage von Decken und Zwischenwänden, Ausführung von Bauarbeiten aller Art, Handel mit Baumaterialien und Bauzubehör\". Im Oktober 2017 ersuchte die Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (FAR; nachstehend: Klägerin) den Beklagten erfolglos um Angaben zu seinen Geschäftstätigkeiten. Mit Geschäftsstellenentscheid vom 28. März 2018 unterstellte die Klägerin den Beklagten dem Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (AVE GAV FAR) seit der Unternehmensgründung. Dieser Unterstellungsentscheid blieb unangefochten.
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B. Am 28. Juni 2018 meldete der Beklagte der Klägerin für die Beitragsjahre 2007 bis 2010 Lohnsummen von jeweils Fr. 0.-- (Kläg-act. 33). Da der Beklagte eine Arbeitgeberkontrolle verweigerte, ersuchte die Klägerin die Ausgleichskasse Zug mit Schreiben vom 18. Juli 2019 um die Edition der AHV-Lohnsummen für die Jahre 2007 bis 2017 (Kläg-act. 9). Am 19. August 2019 informierte die Ausgleichskasse Zug die Klägerin, dass der Beklagte mit seiner Einzelunternehmung nur bis Februar 2010 bei der Ausgleichskasse Zug angeschlossen gewesen sei. Für das Jahr 2010 habe sie für die \"F.________ GmbH\" und ab 25. August 2015 für die \"G.________ AG\" eine Lohnbescheinigung erhalten (Kläg-act. 10). Die Ausgleichskasse legte die Lohndeklarationen der Jahre 2007 bis 2018 bei.
\n Eine Arbeitgeberkontrolle vom 18. November 2019 durch die D.________ AG, ergab für die Jahre 2007 bis 2010 eine Lohnsummendifferenz zu Lasten des Beklagten von Fr. 117'599.-- (Kläg-act. 11). Gegenüber den vom Beklagten gemeldeten Lohnsummen von Fr. 0.-- wurden folgende Lohnsummen festgestellt, welche zu folgenden FAR-Beiträgen führten (Klageschrift S. 7 Ziff. 11 sowie S. 12 Ziff. 25):
\n Beitragsjahr
(korr.) Lohnsumme
Beitragssatz
FAR-Beiträge
\n 2007 62'625.-- 5 % 3'131.25
\n 2008 5'182.-- 5.3 % 274.65
\n 2009 43'085.-- 5.3 % 2'283.50
\n 2010 6'707.-- 5.3 % 355.50
\n Total 117'599.-- 6'044.90
\n Am 10. Januar 2020 stellte die Klägerin dem Beklagten diese Beiträge in Rechnung (Kläg-act. 12) samt folgender Verzugszinsrechnung (Beträge in Franken):
\n Beitragsjahr
Beitragsbasis
von - bis
Tage
Verzugszins
\n 2007 3'131.25
1.1.2008-2.12.2019
4292 1'866.55
\n 2008 274.65 1.1.2009-2.12.2019
3932 150.--
\n 2009 2'283.50
1.1.2010-2.12.2019
3572 1'132.85
\n 2010 355.50 1.1.2011-2.12.2019
3212 158.60
\n Total
3'308.--
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C. Mit Schreiben vom 7. April 2020 informierte die Klägerin den Beklagten über ihre Berechtigung, eine Sanktion auszusprechen, und gewährte dem Beklagten hierzu das rechtliche Gehör (Kläg-act. 13). Der Beklagte liess sich nicht vernehmen.
\n Mit Sanktionsentscheid vom 22. Mai 2020 (Kläg-act. 14) sprach die Klägerin folgende Konventionalstrafe aus (Beträge in Franken):
\n Konventionalstrafe (50 % des Ausgangsbetrages1):
2'940.--
\n Darüber hinaus werden der Firma die Kontrollkosten verrechnet
480.--
\n Verfahrenskosten
500.--
\n Total
3'920.--
\n [1 Ausgangsbetrag: 5 % der Gesamtdifferenz von Fr. 117'599.--; bei erstmaliger Verletzung = Verfehlung der Stufe 2: 50 % des Ausgangsbetrags]
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D. Mit Schreiben vom 27. Mai 2020 (Kläg-act. 15) teilte die E.________, der Klägerin mit, ihr Mandant akzeptiere den Entscheid vom 22. Mai 2020, und ersuchte gleichzeitig um Gewährung der ratenweisen Bezahlung in Raten zu Fr. 250.--. Diesem Ersuchen erteilte die Klägerin am 18. Juni 2020 (Kläg-act. 16) eine Absage bei gleichzeitiger Gewährung eines Zahlungsaufschubs bis 31. Oktober 2020 zwecks Möglichkeit zur Bezahlung der Konventionalstrafe in Teilzahlungen. Gleichzeitig stellte sie dem Beklagten die Sanktionsrechnung über Fr. 3'920.-- zu (Kläg-act. 17). Hierauf reagierte der Beklagte nicht.
\n Nach erfolglosen Mahnungen vom 9. November 2020 und 25. November 2020 (Kläg-act. 18 f.) leitete die Klägerin die Betreibung ein. Einem ersten Betreibungsbegehren vom 29. Januar 2021 konnte infolge einer Adressänderung des Beklagten nicht entsprochen werden (Kläg-act. 20 f.). Gegen den auf ein zweites Betreibungsbegehren vom 17. Februar 2021 hin zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2165478 des Betreibungsamtes erhob der Beklagte Rechtsvorschlag (Kläg-act. 22 f.).
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E. Mit E-Mail vom 18. Oktober 2017 informierte die Paritätische Berufskommission für den Kanton Zug (PBKZG) die Klägerin, dass sie die Firma C.________ mit Entscheid vom 28. Oktober 2016 dem Landesmantelvertrag (LMV) unterstellt habe (Kläg-act. 24). Im Rahmen der Unterstellungskontrolle durch die Klägerin unterzeichnete der Beklagte am 27. November 2017 eine Verjährungseinredeverzichtserklärung bis zum 31. Dezember 2019 \"bezüglich sämtlicher aufgrund des Gesamtarbeitsvertrages für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (GAV FAR), dessen Allgemeinverbindlicherklärung (BRB AVE GAV FAR) sowie des Reglements FAR geschuldeter Eintrittsbeiträge und Beitragsforderungen (Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber) seit dem 1. Januar 2007, jeweils nebst Zinsen von 5 %\". Am 28. November 2019 unterzeichnete der Beklagte eine Verlängerung dieser Verjährungseinredeverzichtserklärung bis 31. Dezember 2021 (Kläg-act. 25 f.).
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F. Am 16. Juli 2020 erinnerte die Klägerin den Beklagten an die Bezahlung der ausstehenden FAR-Beiträge der Jahre 2007 bis 2010 samt Verzugszinsen und am 10. August 2020 stellte sie ihm eine gebührenpflichtige Mahnung zu (Kläg-act. 27 f.). Da auch diese erfolglos blieb, leitete die Klägerin mit Begehren vom 20. Oktober 2020 die Betreibung ein (Kläg-act. 29). Gegen den Zahlungsbefehl Nr. 2164720 des Betreibungsamtes H.________ erhob der Beklagte Rechtsvorschlag (Kläg-act. 30).
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G. Mit Klage vom 24. April 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt die Stiftung FAR beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gegen A.________ Klage betreffend \"Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge, Konventionalstrafe sowie Kontroll- und Verfahrenskosten\" mit folgenden Anträgen:
\n 1.
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die folgenden Beträge zu bezahlen:
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- CHF 3'131.25 für die Zeit vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2008.
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- CHF 274.65 für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2009.
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- CHF 2'283.50 für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2010.
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- CHF 355.50 für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2011.
\n 2.
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin eine Konventionalstrafe von CHF 2'940.00, Kontrollkosten von CHF 480.-- und interne Verfahrenskosten von CHF 500.00 zu bezahlen.
\n 3.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.
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H. Mit Klageantwort vom 14. Juni 2023 lässt der Beklagte folgende Anträge stellen:
\n 1.
Die Forderung gemäss dem ersten Lemma des klägerischen Rechtsbegehrens 1 von CHF 3'131.25 für die Beiträge vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2008 sei infolge Verjährung abzuweisen.
\n 2.
Die Forderungen gemäss dem zweiten, dritten und vierten Lemma des klägerischen Rechtsbegehrens 1 von
\n
- CHF 274.65 für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2009;
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- CHF 2'283.50 für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2010, und
\n
- CHF 355.50 für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2011; sowie
\n die Forderungen gemäss dem klägerischen Rechtsbegehren 2 von CHF 2'940.00, CHF 480.00 und CHF 500.00 werden anerkannt.
\n 3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten der Klägerin.
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I. Mit Replik vom 5. September 2023 hält die Klägerin an ihren Anträgen gemäss der Klageschrift vom 24. April 2023 fest. Der Beklagte hält duplizierend am 22. September 2023 an seinem Standpunkt der verjährten Forderung für das Beitragsjahr 2007 fest.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1.1 Gemäss