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II 2023 40
 
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Entscheid vom 20. Juni 2023
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Gesuchsteller,
\n vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,
 
gegen
 
Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West,
\n Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern,
\n Gesuchsgegnerin,
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Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Revision von VGE II 2023 17
\n vom 14. März 2023)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1991) war alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der im Januar 2020 gegründeten C.________ GmbH (Handelsregisterauszug, www.zefix.ch; eingesehen am 6.3.2023), über welche am 8. Juni 2022 der Konkurs eröffnet wurde (Bf-act. 3). Das Konkursverfahren ist mit Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts D.________ vom 25. November 2022 mangels Aktiven eingestellt worden (Handelsregisterauszug, www.zefix.ch; eingesehen am 6.3.2023).
\n B. Am 5. September 2022 wurde A.________ durch das RAV E.________ zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 58). Ebenfalls am 5. September 2022 stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 8. Juni 2022 (Vi-act. 45). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 wies die Unia Arbeitslosenkasse den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 5. September 2022 ab mit der Begründung, er könne für die massgebliche Beitragszeit keinen Lohnfluss belegen (Vi-act. 30). Eine am 18. Oktober 2022 dagegen erhobene Einsprache (Vi-act. 26) wies die Unia Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 12. Januar 2023 ab (Vi-act. 13). Gegen diesen Einspracheentscheid opponierte A.________ bei der Unia Arbeitslosenkasse per E-Mail vom 2. Februar 2023, welche die Arbeitslosenkasse - nach Rücksprache mit A.________ - als Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz überwies.
\n C. Mit Verfügung vom 7. Februar 2023 setzte der verfahrensleitende Richter A.________ eine Frist an zur Verbesserung der Eingabe betreffend Antrag, Begründung, Unterschrift und Beibringung/Bezeichnung des angefochtenen Entscheides (Vi-act. 4). Mit innert Frist verbesserter Eingabe vom 9. Februar 2023 (Postaufgabe 13.2.2023) beantragte der Beschwerdeführer, der Einspracheentscheid der Unia Arbeitslosenkasse vom 12. Januar 2023 sei zu überprüfen und richtigzustellen sowie sein Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 5. September 2022 sei anzunehmen und die Entschädigung rückwirkend seit dem 5. September 2022 so rasch wie möglich auszubezahlen. Die Unia Arbeitslosenkasse beantragte am 16. Februar 2023 vernehmlassend die Abweisung der Beschwerde. Am 8. März 2023 nahm der Beschwerdeführer unter Einreichung weiterer Unterlagen Stellung zur Vernehmlassung.
\n D. Mit Verwaltungsgerichtsentscheid VGE II 2023 17 vom 14. März 2023 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.
\n E. Am 28. April 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein Revisionsgesuch gegen den VGE II 2023 17 einreichen:
\n Anträge:
\n 1. Es sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 (II 2023 17) revisionsweise aufzuheben und der versicherte Verdienst des Gesuchstellers rückwirkend per 08.09.2022 auf mind. CHF 10'000.00 festzusetzen.
\n 2. Eventualiter sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 (II 2023 17) revisionsweise aufzuheben und der versicherte Verdienst des Gesuchstellers rückwirkend per 08.09.2022 auf mind. CHF 6'477.00 festzusetzen.
\n 3. Subeventualiter sei der Entscheid des angerufenen Gerichts vom 14.03.2023 (II 2023 17) revisionsweise aufzuheben und zwecks Neubeurteilung an die Gesuchsgegnerin zurückzuweisen.
\n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Gesuchsgegnerin resp. der Staatskasse.
\n Verfahrensantrag:
\n 5. Es seien sämtliche Akten des Verfahrens II 2023 17 des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer II, beizuziehen.
\n 6. Es sei beim Konkursamt D.________ ein Amtsbericht betreffend die dem Gesuchsteller am 09.02.2023 ausgehändigten Unterlagen und deren Inhalt einzuholen.
\n F. Mit Vernehmlassung vom 4. Mai 2023 beantragt die Gesuchsgegnerin:
\n 1. Das Revisionsgesuch sei abzuweisen.
\n 2. Der Entscheid II 2023 17 vom 14. März 2023 sei zu bestätigen.
\n 3. Der Einspracheentscheid vom 12. Januar 2023 sei zu bestätigen.
\n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Der Gesuchsteller beantragt die revisionsweise Aufhebung des VGE II 2023 17 vom 14. März 2023. Die Revision von Verfügungen und Einspracheentscheiden richte sich nach Art. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenz vom 25. Juni 1982 i.V.m.