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II 2023 49
 
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Entscheid vom 22. August 2023
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Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch dipl. Steuerexperte B.________ und Rechtsanwalt lic.iur. C.________,
 
gegen
 
Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsverfügung für Nichterwerbstätige 2019 - 2021)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geboren ____1959; nachstehend: der Versicherte) war Alleinaktionär und Geschäftsführer/Verwaltungsrats[VR-]mitglied mit Einzelunterschrift (bis Mai 2013) bzw. VR-Mitglied mit Einzelunterschrift (bis Januar 2021) bzw. VR-Präsident mit Einzelunterschrift seit Januar 2021 der am 16. August 1991 im Handelsregister eingetragenen D.________ AG (nachstehend: Unternehmung). Bis August 2014 und anschliessend bis Januar 2021 versah je eine Drittperson die Funktion eines Direktors mit Einzelunterschrift. Seit Januar 2021 sind drei zyprische Staatsangehörige VR-Mitglieder, je mit Kollektivunterschrift zu zweien.
\n Die Unternehmung bezweckt die international tätige Unternehmensberatung sowie technische Unterstützung und Beratungstätigkeit aller Art. Sie verfügt über ein Aktienkapital von Fr. 1 Mio., das in 1'000 Namenaktien zu je Fr. 1'000.-- eingeteilt und voll liberiert ist.
\n Per 31. März 2021 verlegte der Versicherte seinen Wohnsitz nach Israel. Die D.________ AG verlegte ihren Sitz mit Beschluss der Generalversammlung vom 18. Mai 2021 nach E.________ (Zypern) (Vi-act. 18 und 19).
\n Durch Meldungen der kantonalen Steuerverwaltung (StV) vom 19. Juli 2022 erhielt die Ausgleichskasse Schwyz die Meldung, dass der Versicherte in Steuerjahren 2020 und 2021 über Reinvermögen von Fr. 28'587'295.-- bzw. Fr. 29'582'561.-- sowie Liegenschaften im Privatbesitz mit einem Steuerwert von jeweils Fr. 8'075'200.-- verfügte und ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (USE) von Fr. 6'000.-- bzw. Fr. 1'404.-- erzielte hatte (Vi-act. 1 u. 2).
\n B. Mit Schreiben vom 12. August 2022 informierte die Ausgleichskasse den Versicherten über die Erfassung als nichterwerbstätige Person für die Dauer vom 1. Januar 2019 bis 31. März 2021 (Vi-act. 4). Gleichzeitig stellte sie ihm für die Jahre 2019 und 2020 sowie die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021 die folgenden provisorischen Verfügungen der Akontobeiträge für Nichterwerbstätige sowie dazugehörigen Verzugszinsenverfügungen zu (Vi-act. 8 bis 10 sowie 12 bis 14; Beträge in Franken):
\n 2019
\n AHV/IV/EO 24'100.--
\n Verwaltungskosten 1'143.50
\n Abzügl. Beiträge aus Erwerbseinkommen - 1'230.--
\n Total 24'013.50
\n Verzugszinsen 2'808.25
\n (842 Tage / 360 x 5 %)
\n 2020
\n AHV/IV/EO 24'800.--
\n Verwaltungskosten 1'208.35
\n Abzügl. Beiträge aus Erwerbseinkommen - 633.--
\n Total 25'375.35
\n Verzugszinsen 2'051.15
\n (582 Tage / 360 x 5 %)
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\n 2021
\n AHV/IV/EO 6'287.40
\n Verwaltungskosten 306.40
\n Abzügl. Beiträge aus Erwerbseinkommen - 159.--
\n Total 6'434.80
\n Verzugszinsen 198.40
\n (222 Tage / 360 x 5 %)
\n C. Gegen diese Verfügungen liess der Versicherte mit Eingabe vom 5. September 2022 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz erheben mit den Anträgen, die AHV-Beiträge und die Verzugszinsen seien auf Fr. 0.-- festzusetzen, eventualiter sei eine mündliche Einspracheverhandlung anzusetzen (Vi-act. 17). Er machte geltend, infolge der Verluste der D.________ AG sei es nicht möglich gewesen, dem Versicherten als Geschäftsführer einen höheren Lohn auszuzahlen. Aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse habe er auf einen marktüblichen Lohn verzichten können.
\n D. Mit Entscheid Nr. 1217/22 vom 26. April 2023 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab.
\n E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 26.4.2023) lässt der Versicherte mit Eingabe vom 25. Mai 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:
\n  Die AHV-Beiträge und die Verzugszinsen seien auf CHF 0 festzusetzen;
\n  dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ausgleichskasse Schwyz.
\n  Eventualiter sei die Angelegenheit zur Ermittlung des Sachverhalts und Neubeurteilung an die Ausgleichskasse Schwyz zurückzuweisen.
\n F. Mit Vernehmlassung vom 19. Juni 2023 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.
\n G. Mit Replik vom 28. Juni 2023 äussert sich der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung der Vorinstanz.
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\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch oder freiwillig versichert ist. Obligatorisch sind nach