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\n \n \n II 2023 70
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| \n Entscheid vom 22. November 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________
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| \n gegen
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| \n Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsverfügungen für Nichterwerbstätige 2019 und 2020 sowie Verzugszinsverfügungen)
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Sachverhalt:\n
A. Gestützt auf eine Meldung der Steuerverwaltung vom 19. Juli 2022, wonach A.________ (geboren ________1965; nachstehend: der Versicherte) im Jahr 2020 über ein Reinvermögen von Fr. 1'755'603.-- und Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (USE) von Fr. 9'325.-- verfüge (Vi-act. 1), leitete die Ausgleichskasse Schwyz mit Schreiben vom 11. August 2022 an den Versicherten eine Abklärung dessen Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger (NE) ein (Vi-act. 2). Mit E-Mail vom 15. September 2022 (Vi-act. 6) teilte der Versicherte der Ausgleichskasse mit, er habe im September 2021 (gemäss Handelsregistereintrag recte 15.9.2017) die Firma \"B.________ GmbH\" gegründet. Er sei mit dem Aufbau des Geschäfts beschäftigt und habe sich daher im Geschäftsjahr 2018 ein Gehalt von Fr. 21'000.-- ausbezahlen können. Leider sei dann Corona hereingebrochen. Deshalb habe er sich in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 nur je ein Gehalt von Fr. 10'000.-- ausbezahlen können. Im Geschäftsjahr 2021 habe es wieder \"angezogen\" und das Gehalt habe Fr. 21'000.-- betragen. Das Geschäftsjahr 2022 laufe sehr gut; er werde sich voraussichtlich ein Gehalt von Fr. 70'000.-- bis Fr. 100'000.-- ausbezahlen können.
\n Mit Schreiben vom 28. November 2022 informierte die Ausgleichskasse den Versicherten, dass sie ihn ab dem Jahr 2019 als NE anschliessen werde (Vi-act. 31).
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B. Mit provisorischen Verfügungen vom 29. November 2022 (Vi-act. 34 und 38) erhob die Ausgleichskasse vom Versicherten
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- für das Jahr 2019 auf der Basis eines Reinvermögens von Fr. 2'094'750.-- AHV/IV/EO-Beiträge von insgesamt Fr. 4'407.50 zuzüglich Verwaltungskosten von Fr. 169.15; abzüglich der Beiträge aus dem Erwerbseinkommen von Fr. 1'025.-- resultierte ein Betrag von Fr. 3'551.65 sowie
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- für das Jahr 2020 auf der Basis eines Reinvermögens von Fr. 2'037'750.-- AHV/IV/EO-Beiträge von insgesamt Fr. 4'378.25 zuzüglich Verwaltungskosten von Fr. 162.50; abzüglich der Beiträge aus dem Erwerbseinkommen von Fr. 1'128.20 resultierte ein Betrag von Fr. 3'412.55.
\n Mit Verfügungen ebenfalls vom 29. November 2022 (Vi-act. 32 und 35) erhob die Ausgleichskasse zudem
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- Verzugszinsen für die Beitragsnachforderung 2019 von Fr. 468.10 sowie
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- Verzugszinsen für die Beitragsnachforderung 2020 von Fr. 326.55.
\n Gleichzeitig stellte die Ausgleichskasse dem Versicherten am 29. November 2022 die Differenzrechnungen für die persönlichen Beiträge 2019 und 2020 von Fr. 4'019.75 bzw. Fr. 3'739.10 in Rechnung (Vi-act. 37 und 39).
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C. Mit Schreiben vom 23. Dezember 2022 liess der Versicherte bei der Ausgleichskasse Einsprache gegen die Differenzabrechnungen für die Jahre 2019 und 2020 erheben mit dem Antrag auf deren ersatzlose Aufhebung, weil er seine Beiträge für diese beiden Jahre als USE bereits entrichtet und somit die AHV-Beitragspflicht erfüllt habe (Vi-act. 45).
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D. Mit Entscheid Nr. 1297/22 vom 20. Juni 2023 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab.
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E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 20.6.2023) erhebt der Versicherte mit Eingabe vom 21. August 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:
\n 1.
Der Einspracheentscheid vom 20. Juni 2023 sei aufzuheben.
\n 2.
ln Aufhebung der Verfügungen vom 29. November 2022 sei von der Anrechnung von Akontobeiträgen für Nichterwerbstätige für die Jahre 2019 und 2020 abzusehen.
\n 3.
ln Aufhebung der Verfügung vom 29. November 2022 sei auf die Erhebung von Verzugszins für die Jahre 2019 und 2020 abzusehen.
\n 4.
Eventualiter sei die Sache zur vertieften Sachverhaltsabklärung und zum Neuentscheid an die Ausgleichskasse Schwyz zurückzuweisen.
\n 5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz.
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F. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 5. September 2023 die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.
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G. Mit Replik vom 16. Oktober 2023 hält der Beschwerdeführer an den Anträgen gemäss der Beschwerde vom 21. August 2023 fest.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch oder freiwillig versichert ist. Obligatorisch sind nach