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II 2023 75
 
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Entscheid vom 19. Januar 2024
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
MLaw Jan Bucher, a.o. Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________
 
gegen
 
Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8,
\n Postfach 1181, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-berechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1989) war seit dem 1. September 2020 bei der (damals in Gründung stehenden) C.________ AG als Chief Operating Officer (COO) in einem bis 31. August 2022 bzw. (mangels Kündigung automatisch verlängert) bis 31. August 2024 befristeten Arbeitsverhältnis angestellt (vgl. Vi-act. 84/86). Mit undatiertem Aufhebungsvertrag wurde das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen per 30. November 2022 aufgelöst (vgl. Vi-act. 85).
\n B. Am 21. November 2022 wurde A.________ durch das RAV Lachen zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle per 1. Dezember 2022 angemeldet (vgl. Vi-act. 89). Am 8. Dezember 2022 stellte A.________ den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. Dezember 2022 (vgl. Vi-act. 76). Mit Schreiben vom 13. Dezember 2022 teilte das Amt für Arbeit A.________ mit, es sei abzuklären, aus welchem Grund der Aufhebungsvereinbarung zugestimmt bzw. auf eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bis 31. August 2024 verzichtet wurde; dabei räumte es ihm im Rahmen des rechtlichen Gehörs Gelegenheit zur Stellungnahme innert zehn Tagen ein (vgl. Vi-act. 68). Am 23. Dezember 2022 liess A.________ eine Stellungnahme unter Beilage von weiteren Unterlagen einreichen (vgl. Vi-act. 61). Mit Verfügung vom 5. Januar 2023 stellte das Amt für Arbeit A.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 60 Tagen in der Anspruchsberechtigung ab dem 1. Dezember 2022 ein (vgl. Vi-act. 56).
\n C. Die von A.________ am 6. bzw. 27. Februar 2023 gegen die Verfügung vom 5. Januar 2023 eingereichte Einsprache wies das Amt für Arbeit mit Einspracheentscheid Nr. 28/2023 vom 21. August 2023 ab (vgl. Vi-act. 41/33/15).
\n D. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 28/2023 vom 21. August 2023 (Versand: gleichentags) lässt A.________ am 11. September 2023 (Versand: gleichentags) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den Rechtsbegehren:
\n 1. Der angefochtene Einspracheentscheid Nr. 28/2023 des Amtes für Arbeit,
\n Arbeitslosenkasse, vom 21. August 2023 sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen, ohne Einstelltage, auszurichten.
\n 2. Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid Nr. 28/2023 des Amtes für Arbeit, Arbeitslosenkasse, vom 21. August 2023 dahingehend abzuändern, dass die Einstelldauer angemessen reduziert wird.
\n 3.  Subeventualiter sei die Sache in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides Nr. 28/2023 des Amtes für Arbeit, Arbeitslosenkasse, vom 21. August 2023 zu ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder das Gericht habe selber ergänzende Abklärungen anzuordnen.
\n 4.  Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n E. Die Vorinstanz beantragt mit Stellungnahme vom 6. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer lässt sich mit Replik vom 26. Oktober 2023 erneut in der Angelegenheit vernehmen.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 E. 3; BGE 111 V 239 E. 2a; BGE 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (vgl.