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II 2023 91
 
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Entscheid vom 22. November 2023
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________
 
gegen
 
Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West,
\n Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-berechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1967) war seit 2008 bei der Firma C.________ AG als Chauffeur Kat. BE angestellt, welche im Jahr 2020 von der D.________ AG übernommen wurde. Am 21. März 2022 kündigte die Arbeitgeberin 'aufgrund der langen und häufigen Arbeitsunfähigkeiten' die Anstellung per 30. Juni 2022. Mit Schreiben vom 30. August 2022 teilte die Arbeitgeberin A.________ mit, das Anstellungsverhältnis müsse wegen der seit Mitte Dezember bestehenden krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit aufgelöst werden; es werde in Beachtung der Kündigungsfristen und der Sperrfristen per 30. November 2022 gekündigt (Vi-act. 52). Mit schriftlicher Austrittsvereinbarung wurde das Anstellungsverhältnis am 24. Oktober 2022 per 30. Oktober 2022 aufgelöst (Vi-act. 52). Am 1. November 2022 trat A.________ eine neue Anstellung als Chauffeur Kat. BE / Koordinator Plattform E.________ bei der F.________ AG an (Vi-act 40). Diese Anstellung kündigte A.________ am 13. November 2022 per 18. November 2022 (Vi-act. 51, 20).
\n B. Am 28. November 2022 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle angemeldet (Vi-act. 54); am 3. Dezember 2022 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 28. November 2022 (Vi-act 44).
\n C. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2022 gewährte die Unia Arbeitslosenkasse A.________ das rechtliche Gehör, um den Sachverhalt hinsichtlich selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit zu klären (Vi-act. 43). Am 15. Dezember 2022 reichte A.________ seine Stellungnahme ein (Vi-act. 36), worauf sich die Unia Arbeitslosenkasse am 19. Dezember 2022 (mit Erinnerungen vom 14.2.2023 und 28.2.2023) auch bei der F.________ AG nach den Umständen der Kündigung erkundigte (Vi-act. 33, 27, 25). Am 28. Februar 2023 wurde A.________ infolge Antritts einer neuen Anstellung von der Arbeitsvermittlung abgemeldet (Vi-act. 31). Die F.________ AG antwortete am 1. März 2023 (Vi-act. 21). Mit Verfügung vom 7. März 2023 stellte die Unia Arbeitslosenkasse A.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 19 Tagen ab dem 21. November 2022 in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act 19).
\n D. Mit E-Mail vom 1. April 2023 kündigte A.________ Einsprache an (Vi-act. 17). Die am 6. April 2023 schriftlich eingereichte und am 4. Mai 2023 ergänzte Einsprache (Vi-act. 15, 13) wies die Unia Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 20. September 2023 ab (Vi-act. 5).
\n E. Am 19. Oktober 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1. Es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Arbeitslosenentschädigung ohne Einstellung in der Anspruchsberechtigung auszurichten.
\n 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n F. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2023 beantragt die Vorinstanz:
\n 1. Die Beschwerde sei abzuweisen.
\n 2. Der Einspracheentscheid vom 20. September 2023 sei zu bestätigen.
\n 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 19 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass der Beschwerdeführer selber die am 1. November 2022 angetretene Stelle noch in der Probezeit am 13. November 2022 per 18. November 2022 kündigte, ohne eine Anschlussstelle zu haben (Vi-act. 51, 20).
\n 2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits­losenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 E. 3; 111 V 239 E. 2a; 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (vgl.