\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
II 2023 9
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 20. Juni 2023
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
 
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
 
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.A. und B.A.,
\n Beschwerdeführer,
 
gegen
 
Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die
direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanzen,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagungsverfügung 2014: Qualifikation einer Kapitalleistung)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.A., geboren am xx.xx.1958, hat ab dem 1. September 2010 als \"Head Group Human Resources\" für die X.________ AG gearbeitet (vgl. Einspracheakten 2014 E 40 - E 47 = Arbeitsvertrag vom 8.3.2010). Das fixe Jahressalär betrug CHF 270'000.-- für die Jahre 2010 und 2011. Es wurde in 13 Monatssalären ausbezahlt. Zusätzlich erhielt er einen Bonus gemäss \"Bonus Scheme\" der X./Y.________ Group. Der Zielbonus betrug 30% des fixen Salärs. Die Kündigungsfrist betrug 6 Monate (schriftliche Anzeige auf das Ende eines Kalendermonats). Aufgrund der Fusion der Firmen X.________ AG und Y.________ AG zur Y.________ AG per 1. Januar 2012 erhielt A.A. einen neuen Anstellungsvertrag. Die bisherigen Anstellungsbedingungen wurden unverändert übernommen und nur bezüglich Bonusanspruch bei unterjährigem Austritt, Aktienplan und Geschäftsauto geändert bzw. ergänzt (vgl. Einspracheakten 2014 E 31 - E 32 = Anstellungsvertrag vom 23.7.2012).
\n Mit Aufhebungsvereinbarung vom 9. September 2014 ist der Arbeitsvertrag per Ende September 2014 aufgelöst worden (vgl. Einspracheakten 2014 act. E 48 - E 51). Die Y.________ AG zahlte A.A. im Zusammenhang mit der frühzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit seinem letzten Lohn (und Bonusauszahlungen) zusätzlich eine Abgangsentschädigung von netto CHF 519'618.75 per Ende September 2014 (entsprechend brutto CHF 547'173.-- im Lohnausweis für das Jahr 2014 aufgeführt unter der Rubrik \"unregelmässige Leistungen\" in den Detailangaben als \"Abgangsentschädigung mit Vorsorgecharakter CHF 487'700.-- \" und \"Abgangsentsch. nicht AHV-pflichtig mit Vorsorgecharakter CHF 59'473.--\"; vgl. Steuerakten 2014 act. A 110 - A 111 = Lohnausweis 2014 vom 30.7.2015). Am 5. November 2014 meldete sich A.A. als Selbständigerwerbender (Erwerbszweig/Branche Personalberatung mit Ausübung der Tätigkeit im Haupterwerb und Aufnahme der Geschäftstätigkeit am 1.10.2014) bei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz an (vgl.  Steuerakten 2014 act. E 98 - E 104 = Anmeldung für Selbständigerwerbende) und liess sich von der Pensionskasse der X./Y.________ Group Firmen Schweiz infolge Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit das Sparkapital (2. Säule) von CHF 509'037.70 am 1. Dezember 2014 auszahlen (vgl. Einspracheakten 2014 act. E 37 = Austrittsabrechnung vom 27.11.2014). Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz erfasste diese Auszahlung mit gesonderter Veranlagung als Kapitalleistung aus Vorsorge mit der Sondersteuer zum reduzierten Satz (vgl. Steuerakten 2014 act. A 40 - A 41 = Veranlagungsverfügung Kapitalabfindung 2014 vom 27.2.2015 / 26.3.2015).
\n B. Mit Veranlagungsverfügung 2014 vom 13. Juni 2019 / 22. Juli 2019 wurden die Eheleute A.A. und B.A. kantonal mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 713'900.-- (satzbestimmend CHF 375'800.--) sowie einem steuerbaren Vermögen von CHF 652'000.-- bzw. bundessteuerlich mit einem steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen von CHF 716'500.-- veranlagt. Die Kapitalabfindung von der Y.________ AG von brutto CHF 547'173.-- (netto nach Sozialversicherungsabgaben CHF 519'618.75) wurde zusammen mit dem übrigen Einkommen ordentlich besteuert (vgl. Steuerakten 2014 act. A 1 - A 6 = Veranlagungsverfügung 2014 vom 13.6.2019 / 22.7.2019).
\n C. Die gegen die Veranlagungsverfügung 2014 vom 13. Juni 2019 / 22. Juli 2019 erhobene Einsprache vom 21. August 2019 (vgl. Einspracheakten 2014 act. E 104 - E 128) wies die Kantonale Steuerkommission bzw. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer des Kantons Schwyz mit Einspracheentscheid Nr. 51/2021 vom 15. Dezember 2022 ab (vgl. Einspracheakten 2014 act. E 1 - E 11).
\n D. Mit Eingabe vom 17. Januar 2023 erheben die Eheleute A.A. und B.A. fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und beantragen, der Einspracheentscheid solle in dem Sinn aufgehoben werden, dass der Betrag von CHF 547'175.-- neu als Abgangsentschädigung mit Vorsorgecharakter bzw. Kapitalleistung aus Vorsorge nach