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II 2024 42
 
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Entscheid vom 28. August 2024
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.A.________ und B.A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch …
 
gegen
 
Tiefbauamt, Postfach 1251, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Kausalabgaben (Vorteilsabgaben; Verjährung)
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Sachverhalt:
\n A. Am 30. August 2018 erteilte der Gemeinderat C.________ A.A.________ und B.A.________ die Baubewilligung für den Abbruch und Neubau Wohn- und Gewerbehaus auf KTN xxx, C.________. Im kantonalen Gesamtentscheid vom 21. August 2018, der mit dem Baubewilligungsbeschluss des Gemeinderates eröffnet wurde, war festgehalten, dass im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben auf KTN xxx an der D.________strasse die Vorteilsabgaben in einem separaten Verfahren behandelt werden. Am 31. Dezember 2018 erfolgte die Baufreigabe (Vi-act. 4) und am 24. Oktober 2019 fand die Schlusskontrolle statt (Vi-act. 5).
\n B. Mit Schreiben vom 25. Januar 2024 gewährte das kantonale Tiefbauamt A.A.________ und B.A.________ das rechtliche Gehör betreffend festzusetzender Vorteilsabgabe. Mit Stellungnahme vom 6. Februar 2024 rügten A.A.________ und B.A.________ eine fehlerhafte Berechnung der Abgabe und sie machten geltend, der Anspruch auf die Erhebung von Vorteilsabgaben sei aufgrund der fünfjährigen Veranlagungsverjährungsfrist erloschen.
\n C. Am 29. April 2024 verfügte das kantonale Tiefbauamt eine Vorteilsabgabe und Gebühren in der Höhe von Total Fr. 5'777.75 (Vi-act. 1).
\n D. Am 10. Mai 2024 lassen A.A.________ und B.A.________ beim Regierungsrat des Kantons Schwyz gegen die Verfügung vom 29. April 2024 Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1. Die Verfügung des kantonalen Tiefbauamtes vom 29. April 2024 sei aufzuheben mit der Feststellung, dass allfällige Vorteilsabgaben verjährt sind.
\n 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zu Lasten der Vor­instanz.
\n Mit RRB Nr. 391/2024 vom 21. Mai 2024 überwies der Regierungsrat die Beschwerde als Sprungbeschwerde ans Verwaltungsgericht.
\n Mit Vernehmlassung vom 7. Juni 2024 beantragt das kantonale Tiefbauamt, die Beschwerde sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführer, vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Mit angefochtener Verfügung vom 29. April 2024 setzte das kantonale Tiefbauamt die von den Beschwerdeführern geschuldete Vorteilsabgabe und Gebühren auf total Fr. 5'777.75 fest, bestehend aus:
\n  Fr. 1'100.00 für die Unterschreitung des Strassenabstands (Näherbaurecht)
\n  Fr. 4'347.00 für Zufahrten und Zugänge/bauliche Erweiterung der Nutzfläche
\n  Fr. 330.75 an Gebühren.
\n Diese Berechnung ist unbestritten (vgl. Beschwerde Rz. 13). Strittig ist einzig, ob die Forderung der Vorteilsabgabe infolge Zeitablaufs erloschen ist, wie dies die Beschwerdeführer geltend machen.
\n 2.1 Gemäss § 58 Abs. 1 des kantonalen Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 erhebt der Strassenträger für das Unterschreiten des Strassenabstandes (