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II 2025 35
 
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Entscheid vom 13. November 2025
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Besetzung
Dr.iur. Jeremias Fellmann, Vizepräsident
 
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
 
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger
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Parteien
Gemeinde Erstfeld, vertreten durch den Sozialdienst Uri Süd, Gotthardstrasse 99, 6472 Erstfeld,
\n Beschwerdeführerin,
 
gegen
 
Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Ergänzungsleistungen (Ergänzungsleistungen zur IV, Kosten für Unterbringung bei Pflegefamilie)
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Sachverhalt:
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  1.         A.________ ist die am B.________ geborene Tochter von C.________ (Kindsvater) und D.________ (Kindsmutter; AK-act. 31).
  2. \n
\n Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Uri entzog den Eltern mit Verfügung vom 29. Dezember 2020 vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht über A.________ und ordnete deren Unterbringung im Kinderheim F.________ in G.________ an (AK-act. 31). Am 15. November 2022 wurde diese Massnahme (definitiv) bestätigt (vgl. AK-act. 36).
\n Mit Verfügung vom 13. Juni 2023 ordnete die KESB Uri die Unterbringung von
\n A.________ in einer Pflegefamilie der Fachstelle Kinderbetreuung G.________ an (AK-act. 32). Die Kosten der Unterbringung trägt derzeit die Gemeinde Erstfeld (vgl. AK-act. 28).
\n Seit 1. August 2021 bezieht die Kindsmutter eine Invalidenrente (vgl. AK-act. 28). Die Auszahlung erfolgt seit Dezember 2023 durch die IV-Stelle Schwyz (vgl. AK-act. 24). Zur IV-Rente der Mutter wird für A.________ eine Kinderrente ausbezahlt (IV-Kinderrente; AK-act. 24).
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  1.         Der Sozialdienst Urner Oberland (seit 1.1.2024: Sozialdienst Uri Süd) meldete A.________ am 23. November 2023 zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur Kinderrente bei der Ausgleichskasse Schwyz (AKSZ) an.
  2. \n
\n Die AKSZ lehnte die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen mit Verfügung vom 14. August 2024 ab (AK-act. 25).
\n Der Sozialdienst Uri Süd reichte dagegen in eigenem Namen eine Einsprache ein. Die AKSZ nahm diese als Einsprache der Gemeinde Erstfeld, vertreten durch den Sozialdienst Uri Süd, entgegen und wies sie mit Entscheid vom 2. Mai 2025 ab (Postaufgabe gleichentags; AK-act. 43).
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  1.         Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Mai 2025 gelangt der Sozialdienst Uri Süd (wiederum im eigenen Namen) mit Eingabe vom 27. Mai 2025 an das Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:
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  1. Der Entscheid der Ausgleichskasse Schwyz vom 02.05.2025 sei aufzuheben.
  2. \n
  3. Die Kosten für die Unterbringung von A.________ in der Höhe von CHF 5'960.00 seien in der Berechnung der Ergänzungsleistungen zu berücksichtigen (vgl. Verfügung Ausgleichskasse Schwyz vom 14.08.2024).
  4. \n
  5. Es seien keine Kosten- und Entschädigungsfolgen zu erheben.
  6. \n
\n Die AKSZ beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2025 die Abweisung der Beschwerde, was dem Sozialdienst Uri Süd zur Kenntnis gebracht wurde.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
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  1.              Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet die Frage, ob für A.________ ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV-Kinderrente besteht.\n
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    1.          Die örtliche Zuständigkeit für die Beurteilung eines Anspruchs auf Ergänzungsleistungen richtet sich nach