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\n \n \n I 2017 103
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| \n Entscheid vom 11. April 2018
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Philipp Mazenauer, a.o. Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke, \n Industriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geboren ________1991 in London, Staatsangehörige von Grossbritannien [Vater] und von Italien [Mutter]) lebte seit dem 22. Dezember 1992 in der Schweiz. Damals wurden eine kongenitale Hüftdysplasie beidseits sowie kongenitale Klump-Füsse beidseits diagnostiziert (Geburtsgebrechen 182/ 183, siehe IV-act. 16 und 22). Die IV-Stelle Schwyz lehnte mit Verfügungen vom 22. Juni 1993 sowie vom 24. August 1998 ihre Leistungspflicht ab mit der Begründung, dass die versicherungsmässigen Voraussetzungen nicht erfüllt seien (IV-act. 42).
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B. In der Folge übernahm die IV für die zwischenzeitlich eingebürgerte A.________ die Kosten für Spezialschuhe sowie für Schuhabänderungen (IV-act. 65, 70, 71, 78, 79). Am 3. März 2008 teilte die IV-Stelle mit, dass Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten gewährt werde (IV-act. 90). Im Schlussbericht vom 2. Juni 2008 beantragte der IV-Berufsberater, im Einverständnis mit der Mutter von A.________ die Berufsberatung mangels Notwendigkeit zu beenden (IV-act. 97), was von der IV-Stelle am 13. Juni 2008 entsprechend umgesetzt wurde (IV-act. 100). Nach einer Abklärung des Umfangs der Betreuungsbedürftigkeit vom 2. Juli 2008 (= IV-act. 102) teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 23. Juli 2008 und anschliessend mit Verfügung vom 16. September 2008 mit, dass kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige bestehe (IV-act. 104, 105).
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C. Daraufhin wohnte A.________ ab Juli 2009 bis Januar 2016 in England (vgl. IV-act. 113-3/8). Nach der Rückkehr in die Schweiz meldete sie sich am 27. September 2016 zum Bezug von IV-Leistungen an (siehe IV-act. 113). Am 22. Dezember 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass eine medizinische Abklärung beim F.________ als notwendig erachtet werde (IV-act. 129). Das entsprechende F.________-Gutachten wurde am 22. März 2017 erstattet (IV-act. 136). Daraufhin teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 21. April 2017, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 139). Mit Eingaben vom 28. April 2017 und vom 29. August 2017 opponierte A.________ gegen diesen Vorbescheid (IV-act. 140 und 145).
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D. Mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 hielt die IV-Stelle sinngemäss fest, dass die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auf 100% festzulegen sei und der ermittelte IV-Grad 0% betrage, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 148).
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E. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 6. November 2017 (Montag) beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:
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\n - Die Verfügung vom 5.10.2017 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen nach IVG, namentlich eine Rente und/oder berufliche Massnahmen, zu gewähren.
\n - Es sei ein medizinisches Gerichtsgutachten durchzuführen.
\n - Es sei die Sache zwecks Abklärung betreffend Anspruch auf berufliche Massnahmen/ Eingliederungsmassnahmen und deren Durchführung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
\n - Eventuell sei die Sache zwecks Vornahme eines erneuten verwaltungsexternen medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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\n Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der Beschwerdegegnerin.
\n Mit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2017 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.
\n Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin innert erstreckter Frist in einer Eingabe vom 19. Februar 2018.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Invalid ist eine Person, welche voraussichtlich bleibend oder längere Zeit dauernd ganz oder teilweise erwerbsunfähig ist (