\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n I 2017 23
| \n
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n
| \n Entscheid vom 9. August 2017
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
| \n
\n \n
| \n Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
| \n
\n \n
| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
| \n
\n \n
| \n gegen
| \n
\n \n
| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Rente)
| \n
\n \n
\n
\n
Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. am ________) hat 1973 die Lehre als Plattenleger erfolgreich abgeschlossen (IV-act. 4). In der Folge arbeitete er als angestellter Plattenleger bei der Firma D.________ Am 28. August 1974 wurde er auf seinem Motorrad fahrend von einem Personenwagen angefahren und erlitt eine Tibia- und Fibulafraktur rechts. Die Suva sprach ihm mit Verfügung vom 31. Januar 1977 eine UVG-Invalidenrente auf der Basis einer unfallbedingten Invalidität von 10% zu. Seit 1980 führte er seine eigene Firma (E.________ AG, Suva-act. 5-2/8).
\n
B. Am 15. Januar 2003 unterzeichnete A.________ eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen, wobei er gesundheitliche Beschwerden in folgenden Bereichen anführte: Sprunggelenk rechts, Hüftgelenke, Knie, Rücken (vgl. IV-act. 1-6f./7). Nach diversen Abklärungen, die auch einen Bericht für Selbständigerwerbende vom 27. August 2003 umfassen (= IV-act. 16), verfügte die IV-Stelle am 6. Februar 2004, dass mit Wirkung ab 1. März 2003 Anspruch auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-Grad 56%, vgl. IV-act. 26). Am 9. August 2007 teilte die IV-Stelle mit, dass weiterhin Anspruch auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-act. 37).
\n
C. Am 28. Oktober 2009 verdrehte sich A.________ das linke Knie, worauf am 20. November 2009 eine arthroskopische Revision der medialen und lateralen Meniskusläsion erfolgte. Nach einer Rückfallmeldung fand am 1. Dezember 2010 eine weitere Operation statt (Arthrodese oberes Sprunggelenk rechts, Suva-act. 5-2/8; 7-3/9; 10-15/96). Vom 5. September bis zum 12. Oktober 2011 hielt sich A.________ in der C.________ auf (vgl. Suva-act. 2-11ff./121). Mit Verfügung vom 23. Dezember 2011 veranschlagte die Suva eine unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit von 31% und sprach mit Wirkung ab 1. Januar 2012 eine entsprechend erhöhte UVG-Invalidenrente zu (Suva-act. 3). Von solchen Veränderungen hatte die IV-Stelle bereits am 12. Dezember 2011 Kenntnis erhalten (IV-act. 38).
\n
D. Am 14. März 2013 stürzte A.________ auf einer Treppe und verletzte sich an der linken Schulter (Suva-act. 11-31/45). Ein weiterer Unfall mit Kniebeschwerden folgte am 20. April 2014 (Suva-act. 12-4/153, mit operativen Eingriffen am 6. Juni 2014 = Suva-act. 12-20/153 und am 15. August 2014 = Suva-act. 12-32/153). Mit Vorbescheid vom 23. Oktober 2014 teilte die IV-Stelle mit, dass ab 1. Juni 2013 ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente und ab 1. April 2014 ein Anspruch auf eine IV-Viertelsrente vorgesehen sei (IV-act. 65-2/3). Mit Schreiben vom 29. Dezember 2014 berichtete Dr.med. F.________ (Chirurgie FMH) der IV-Stelle von einem verschlechterten Gesundheitszustand (siehe IV-act. 70).
\n Am 18. März 2015 und am 4. September 2015 wurde A.________ erneut operiert (Knie-Hemiprothese links medial, Suva-act. 12-53/153, und Facettektomie patella rechts, Suva-act. 12-77/153). Eine weitere Operation folgte am 21. September 2016 (Knie-Totalendoprothese rechts, IV-act. 93-3/16; 93-15/16).
\n
E. Am 31. Januar 2017 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ ab 1. Juni 2011 bis 31. Dezember 2011 Anspruch auf eine ganze Rente, ab 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2014 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. Juli 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (Bf-act. 1).
\n
F. Gegen diese am 6. Februar 2017 eingegangene Verfügung liess A.________ fristgerecht am 8. März 2017 beim Verwaltungsgericht Schwyz Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
\n
\n - In Gutheissung der Beschwerde seien die angefochtenen Verfügungen aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
\n - Es sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2011 eine ganze IV-Rente auszurichten.
\n - Eventualiter sei ein medizinisches Gutachten erstellen zu lassen.
\n - Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese anzuweisen entsprechend Ziffer 1 und 2 der obigen Rechtsbegehren neu zu entscheiden.
\n - Es seien sämtliche IV-Akten und SUVA-Akten beizuziehen.
\n - Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n
\n
G. Mit Vernehmlassung vom 7. April 2017 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer in einer Eingabe vom 14. Juli 2017.
\n
Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit voraus (