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I 2018 14
 
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Entscheid vom 20. Juni 2018
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Berechnungsgrundlage für IV-Taggeld)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. 1970) hat im August 1989 die Ausbildung zum Dach-decker EFZ abgeschlossen und anschliessend weitere rund 12 Jahre bei seiner Ausbildungsfirma als Dachdecker gearbeitet. Ab dem Jahr 2001 bis im Dezember 2016 (mit Unterbrüchen) war A.________ bei verschiedenen Arbeitgebern (sowohl fest als auch temporär angestellt) als Dachdecker und/oder Fassadenbauer tätig. Seit Januar 2017 übt A.________ keine Berufstätigkeit mehr aus (IV-act. 44). Am 19. April 2017 (Posteingang) meldete sich A.________ (mit der Begründung: C4-C8 Wirbelsäule; 2007-2009 krank, erste OP; 2014 Schulter-OP; Abnützung durch schwere Arbeiten) bei der IV-Stelle Schwyz zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).
\n Am 14. Juni 2017 teilte A.________ der IV-Stelle mündlich mit, im Juli 2017 operiert zu werden und nach seiner Genesung umgehend mit einer Umschulung beginnen zu wollen, weil bereits klar sei, dass er seine angestammte Tätigkeit nicht mehr werde ausüben können (IV-act. 11).
\n B. Nach diversen Abklärungen teilte die IV-Stelle A.________ am 23. August 2017 mit, es werde Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten durch die Berufsberatung gewährt (IV-act. 21). Am 16. Januar 2018 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine dreimonatige berufliche Abklärung ab 9. Januar 2018 bis 5. April 2018 in der C.________ (Institution) (inkl. Reisekosten mit dem Privatauto plus Parkticket; IV-act. 35).
\n Gleichentags, am 16. Januar 2018, erliess die IV-Stelle eine Taggeld-Verfügung mit u.a. folgenden Angaben (IV-act. 37-1/2):
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Die Anspruchsvoraussetzungen für ein IV-Taggeld sind erfüllt
 
Gesamtdauer der IV-Massnahme
09.01.2018 bis 05.04.2018
Verfügungszeitraum
09.01.2018 bis 05.04.2018
Die folgenden Elemente bilden die Basis für die Berechnung des Taggeldansatzes
 
Berechnungsgrundlagen
 
Massgebendes durchschnittliches Jahreseinkommen
CHF 76'730.00
Massgebendes durchschnittliches Tageseinkommen
CHF 211.00
Grundentschädigung pro Tag (80%)
CHF 168.80
Wie verfügen deshalb:
 
IV-Taggeld-Leistung
 
Das Taggeld setzt sich wie folgt zusammen:
Eingliederungstage
CHF
Grundentschädigung
168.80
Total IV-Taggeld pro Tag
168.80
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\n C. Gegen diese Verfügung reichte A.________ am 9. Februar 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein und machte geltend, mit dem Taggeldentscheid der IV-Stelle nicht einverstanden zu sein.
\n D. Mit Vernehmlassung vom 20. Februar 2018 beantragte die IV-Stelle, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Mit Eingabe vom 12. März 2018 (Posteingang) ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung und dokumentierte seine Bedürftigkeit mit Unterlagen, woraufhin vom verfahrensleitenden Richter Rechtsanwalt Dr.iur. B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand im erwähnten Beschwerdeverfahren (mit Substitutionsrecht) bestellt wurde.
\n Am 13. April 2018 liess der Beschwerdeführer die Replik einreichen mit folgenden Anträgen:
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  1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 16. Januar 2018 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei für die Dauer vom 9. Januar 2018 bis zum 5. April 2018 ein Taggeld in Höhe von mindestens CHF 210.40 zuzusprechen.
  2. \n
  3. Eventualiter sei die Verfügung vom 16. Januar 2018 aufzuheben und es sei die Vorinstanz anzuweisen, den Taggeldanspruch des Beschwerdeführers neu zu berechnen, wobei von einem Bruttojahreslohn von mindestens CHF 96'005.00 auszugehen ist.
  4. \n
  5. Subeventualiter sei der Taggeldanspruch des Beschwerdeführers durch das Verwaltungsgericht auf Grundlage der LSE-Tabelle in Höhe von mindestens CHF 210.40 neu zu berechnen und zuzusprechen.
  6. \n
  7. Sub-Subeventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, auf Grundlage der LSE-Tabelle den Taggeldanspruch neu zu berechnen und zu verfügen.
  8. \n
  9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates, eventualiter der Vorinstanz.
  10. \n
\n Am 7. Mai 2018 reichte die IV-Stelle die Duplik ein, wozu der Beschwerdeführer mit Triplik vom 28. Mai 2018 Stellung nehmen liess. Am 15. Juni 2018 erfolgte die Quadruplik der IV-Stelle.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Versicherte haben während der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen nach