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\n \n \n I 2018 28
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| \n Entscheid vom 20. Juni 2018
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n B.________ AG, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Unfallversicherung (Kausalität)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1959) war bei der C.________ GmbH angestellt und dadurch bei der B.________ AG (B.________) obligatorisch unfallversichert, als er sich am 15. Dezember 2010 beim Skifahren an der rechten Hand verletzte. Gemäss Notfallbericht des Spitals D.________ vom 16. Dezember 2010 zog er sich ein Distorsionstrauma des rechten Zeigefingers zu. Es wurde eine Zeigefingerschiene angelegt mit der Anweisung, diese für eine Woche zu tragen (Vi-act. 1 und 2). Aufgrund anhaltender Schmerzen suchte A.________ das Spital D.________ am 31. Dezember 2010 erneut auf. Im Röntgen Dig. II rechts ap/lat zeigte sich, dass der im Unfallbild nur als Schuppe erkennbare knöcherne Strecksehnenausriss um mindestens 4 mm disloziert ist (Vi-act. 3). Am 7. Januar 2011 erfolgte eine operative Versorgung (Vi-act. 10).
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B. Nach anhaltenden Beschwerden mit dem Zeig- und neu auch dem Mittelfinger erfolgte am 7. Oktober 2011 eine spezialärztliche Untersuchung bei Dr.med. E.________ (Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie). Er bestätigte, dass sämtliche beklagten Beschwerden objektiviert werden können (Vi-act. 38). Nach weiteren Beschwerden wurde A.________ an Dr.med. F.________ (Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie) überwiesen, der ihn am 14. Oktober 2013 untersuchte (Vi-act. 68). Da eine Steroidinfiltration in die Beugesehnenscheide des Mittelfingers nur vorübergehende Besserung brachte, erfolgte am 12. November 2013 durch Dr.med. F.________ eine Revision der Beugesehnenscheide mit Synovialektomie sowie Gelenkstoilette des arthrotisch zerstörten PIP-Gelenkes von palmar (Vi-act. 73 und 77). Die Behandlung wurde am 5. März 2014 abgeschlossen (Vi-act. 96). Mit Verfügung vom 3. April 2014 hat B.________ die Taggeldleistungen per 12. Dezember 2013 eingestellt, die Heilungskosten per 14. März 2014. A.________ wurde eine Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.-- für einen Integritätsschaden von total 5% für die Finger II und III rechts geleistet. Ausdrücklich vorbehalten wurde das Rückfallsrecht von A.________ (Vi-act. 105).
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C. Am 3. März 2017 suchte A.________ erneut Dr.med. F.________ auf, da er am verletzten Mittelfinger der rechten Hand wieder eine Zunahme der Schwellung entlang der Beugesehnenscheide sowie vermehrt Schmerzen im zerstörten PIP Gelenk verspürte (Vi-act. 110). Zur Klärung ihrer Leistungspflicht holte B.________ beim beratenden Expertenarzt Dr.med. G.________ (FMH für Allgemein- und Unfallchirurgie; zertifizierter medizinischer Gutachter SIM) eine Aktenbeurteilung ein (Vi-act. 114). Dieser gelangte im Bericht vom 22. März 2017 zum Schluss, der Unfall vom 15. Dezember 2010 sei bezüglich der jetzigen Symptomatik am Mittelfinger der rechten Hand nicht die Ursache und der Unfall habe auch keine Mitursache (Vi-act. 115). Gestützt darauf beabsichtigte B.________ die Ablehnung von Leistungen und sie gewährte A.________ das rechtliche Gehör (Vi-act. 116). Da er in seiner Stellungnahme an der Leistungspflicht der B.________ festhielt (Vi-act. 122), holte die Versicherung beim beratenden Expertenarzt Dr.med. I.________ (FMH für Chirurgie und Handchirurgie) eine Aktenbeurteilung im Sinne einer Zweitmeinung ein (Vi-act. 125). Nachdem Dr.med. I.________ die Beurteilung von Dr.med. G.________ teilte (Vi-act. 133), lehnte es B.________ mit Verfügung vom 15. August 2017 ab, Leistungen aus der Unfallversicherung für die aktuelle Gesundheitsschädigung zu erbringen (Vi-act. 134). Dagegen erhob A.________ am 11. September 2017 Einsprache (Vi-act. 139), welche die B.________ mit Einspracheentscheid vom 23. Februar 2018 abwies (Vi-act. 147).
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D. Am 20. März 2018 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 23. Februar 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den Rechtsbegehren:
\n 1.
Der Einspracheentscheid der B.________ AG vom 23.02.2018 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die weiteren gesetzlichen Leistungen auszurichten.
\n 2.
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen vornehme und hernach über den Anspruch des Beschwerdeführers neu befinde.
\n 3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n Mit Vernehmlassung vom 23. April 2018 beantragt B.________, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2010 beim Skifahren an der rechten Hand verletzte. Die Vorinstanz kam in der Folge für Taggelder und Heilkosten auf, bis die Behandlung im März 2014 abgeschlossen werden konnte und sie leistete eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von total 5% für Dig. II und III (Ingress Bst. A und B). Im März 2017 meldete der Beschwerdeführer einen Rückfall betreffend den Mittelfinger rechts an. Da dieser Gesundheitsschaden gemäss Vorinstanz durch den anerkannten Unfall vom 15. Dezember 2010 auch nicht mindestens mitverursacht wurde, lehnte sie eine Leistungspflicht ab. Mithin ist vorliegend strittig, ob eine Leistungspflicht aus UVG besteht für die im März 2017 geklagten Beschwerden im rechten Mittelfinger.
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1.1 Gemäss