\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
I 2018 2
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 16. Mai 2018
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. Die Invalidenversicherung hat für A.________ (geb. ________1976) aufgrund von Geburtsgebrechen verschiedene Leistungen erbracht (vgl. u.a. IV-act. 4 = Übernahme der Kosten der notwendigen medizinischen Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens GG 355 [Kryptorchismus]; IV-act. 11 = Übernahme der Kosten zur Behandlung des Geburtsgebrechens GG 419 und 426 [angeborene Linsen- oder Glaskörpertrübung und Lageanomalien der Linse mit Visusverminderung]; IV-act. 13 = Neuanmeldung für Geburtsgebrechen GG 485 [kongenitale Dystrophien des Bindegewebes bzw. angeborene Schwäche des Bindegewebes i.S. eines Marfan-Syndroms]; IV-act. 24 = Übernahme der Kosten für notwendige medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens GG 313 [angeborene Herz- und Gefässmissbildungen]).
\n B. A.________ hat von 1983 bis 1992 die Primar- und Realschule in C.________ absolviert (IV-act. 77-2/2). Bemühungen für eine erstmalige berufliche Ausbildung scheiterten, weshalb die Regionalstelle für berufliche Eingliederung mit Schlussbericht vom 13. Juni 1994 das Dossier abgeschlossen hat (IV-act. 42), worauf das IV-Sekretariat (heute IV-Stelle) mit Verfügung vom 28. Juli 1994 das entsprechende Leistungsbegehren als erledigt abgeschrieben hat (IV-act. 45).
\n C. In der Folge arbeitete A.________ bis Juni 1995 als Hilfsarbeiter für eine Sanitärfirma, von Dezember 1995 bis Februar 2006 als Produktionsmitarbeiter in der P.________ AG in Q.________, von April 2006 bis Dezember 2009 für die R.________ AG, von Februar 2010 bis April 2010 für eine Küchenbaufirma in S.________ sowie ab August 2010 bis zum Konkurs der Firma (August 2015) wieder für die P.________ AG (IV-act. 89).
\n Zuvor hatte sich A.________ am 11. Februar 2014 (= Eingangsdatum) bei der IV-Stelle zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet (IV-act. 65), nachdem er am 23. August 2013 im T.________ (Spital) operiert worden war (Aeortendissektion Typ A bei Marfan-Syndrom mit Rekonstruktion inklusive Aortenklappe) und anschliessend in der U.________ (Klinik) zur Rehabilitation hospitalisiert gewesen war (vgl. IV-act. 76). Nach einem Vorbescheid vom 30. Juli 2014 verfügte die IV-Stelle am 24. September 2014, dass kein Anspruch auf Leistungen der IV bestehe (IV-act. 83, 84).
\n D. Am 1. September 2015 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung für eine berufliche Integration/ Rente ein (IV-act. 86). Nach diversen Abklärungen unterzeichnete A.________ am 24. März 2016 eine Eingliederungsvereinbarung zum Einsatz an einem Testarbeitsplatz beim V.________ (Institution) (IV-act. 107). Diesbezüglich erteilte die IV-Stelle am 21. April 2016 Kostengutsprache und gewährte ein IV-Taggeld (IV-act. 111 bis 114). Ab 1. Juli 2016 folgte ein Arbeitsversuch bei der W.________ AG in X.________ (halbtags, vgl. IV-act. 124, ebenfalls mit Taggeld). Gemäss Arbeitgeberfirma erreichte A.________ am Ende des Arbeitsversuchs (31.8.2016) in einem Arbeitspensum von 50% ein Leistungsvermögen von ca. 60% (IV-act. 133).
\n E. Daraufhin erachtete die IV-Stelle auf Anraten des zuständigen RAD-Arztes Dr.med. D.________ (IV-act. 138) eine polydisziplinäre Untersuchung als nötig (IV-act. 140). Der Begutachtungsauftrag wurde dem Y.________ (MEDAS) zugelost (IV-act. 143). Die Namen der Gutachter wurden mit Schreiben vom 7. März 2017 bekanntgegeben (IV-act. 148). Am 22. Juni 2017 wurde das interdisziplinäre Y.________-Gutachten erstattet (IV-act. 156). Dazu nahm der RAD-Arzt Dr.med. D.________ am 6. Juli 2017 Stellung (IV-act. 160). Mit Vorbescheid vom 11. August 2017 teilte die IV-Stelle mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 164). Dagegen liess A.________ mit Hilfe der Z.________ (Institution) am 9. Oktober 2017 Einwände erheben (IV-act. 172).
\n F. Am 23. November 2017 verfügte die IV-Stelle sinngemäss, dass der IV-Grad 30% betrage und deswegen kein Rentenanspruch bestehe bzw. das Leistungsbegehren abgewiesen werde; falls der Versicherte eine Arbeitsvermittlung wünsche und sich im von den MEDAS-Gutachtern bestätigten Ausmass als arbeitsfähig sehe, könne er sich wieder bei der IV-Stelle melden (IV-act. 177).
\n G. Gegen diese Verfügung liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach