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I 2018 37
 
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Entscheid vom 9. August 2018
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. am ________1963, verheiratet, ein Sohn mit Jahrgang 1995) arbeitete nach der obligatorischen Schulzeit in verschiedenen Berufen, u.a. als angelernte Pflegehelferin, als Miterzieherin, als Verkäuferin sowie im Service und im Reinigungsbereich (vgl. IV-act. 42-4/19). Im Dezember 2012 trat sie eine 50%-Stelle als Kassierin/ Kundenbetreuerin in einem Baumarkt (Coop Bau & Hobby in ________) an (IV-act. 42-17/19). Zu dieser Zeit wurde ein Mammakarzinom links diagnostiziert und am 18. Dezember 2012 operiert (Segmentresektion links und Entfernung von 3 Lymphknoten in der linken Axilla, IV-act. 42-3/19 i.V.m. 61-2/3 unten). Im Januar 2013 folgte eine weitere Operation (Entfernung von weiteren 15 Lymphknoten), anschliessend eine Serie von Chemotherapien und dann eine Radiotherapie (vgl. Beschwerdeschrift, S. 2 unten, i.V.m. IV-act. 61-2f./3).
\n B. Am 27. April 2015 nahm A.________ ein Teilzeitpensum (30 h/Woche) als Verkäuferin bei der Migros Genossenschaft, welches (offenbar wegen krankheitsbedingten Absenzen, vgl. IV-act. 14-6/7) per Ende Januar 2016 von der Arbeitgeberin beendet wurde (IV-act. 14-1/7). Am 3. November 2015 hatte sich A.________ bei der IV-Stelle Schwyz zum Leistungsbezug angemeldet. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb sie dahingehend, dass durch die Entfernung der Lymphdrüsen unter dem linken Arm das Wasser nicht mehr abfliesse, wodurch sich der Arm mit Wasser fülle, was sehr schmerzhaft sei (IV-act. 9-6/8, Ziff. 6.1).
\n Am 1. April 2016 nahm A.________ eine 50%-Stelle als Rezeptionistin in einem tiermedizinischen Labor in ________ auf (IV-act. 19; vgl. IV-act. 42-16/19: Entgegennahme von Proben der Tierärzte etc.).
\n C. Im Auftrage der IV-Stelle Schwyz untersuchte Dr.med. E.________ (FA Innere Medizin/Angiologie FMH, Luzern) am 30. November 2016 A.________ und erstattete sein angiologisches Gutachten am 4. Dezember 2016 (IV-act. 33). Der Gutachter erachtete die bisherigen Tätigkeiten (Verkauf bei Migros, Arbeit im Labor) als grundsätzlich möglich und zumutbar (IV-act. 33-5/5)
\n D. Daraufhin veranlasste die IV-Stelle Schwyz eine rheumatologische Abklärung, welche am 24. April 2017 von Dr.med. L.________ (FMH Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, Manuelle Medizin SAMM, Neuraltherapie ÖÄK, ________) vorgenommen wurde. Dieses Gutachten wurde am 26. April 2017 erstattet. Für die zuletzt bei der Migros ________ ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin und Kassiererin wurde aus somatisch-rheumatologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20% anerkannt, derweil für die aktuelle, seit April 2016 ausgeübte (Teilzeit)Tätigkeit als Rezeptionistin von diesem Gutachter keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit veranschlagt wurde, analog auch für eine angepasste Verweistätigkeit (IV-act. 42-13/19).
\n E. Am 13. Juni 2017 nahm der RAD-Arzt Dr.med. G.________ (FA Allgemeine Innere Medizin) zu den medizinischen Unterlagen Stellung und schloss sich der gutachtlichen Einschätzung an, wonach für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80% und für eine angepasste Tätigkeit eine solche von 100% vorliege (IV-act. 45-6/7).
\n F. Am 11. Juli 2017 liess die IV-Stelle Schwyz durch ihren Abklärungsdienst eine Abklärung vor Ort durchführen. Im Abklärungsbericht vom 14. Juli 2017 wurde ein IV-Grad von 0% ermittelt (IV-act. 52-5/5).
\n G. Mit Vorbescheid vom 25. September 2017 teilte die IV-Stelle A.________ mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 53-2/4).  Dagegen liess A.________ innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 28. November 2017 Einwände erheben und zwei zusätzliche Arztberichte von Dr.med. H.________ und Prof. Dr.med. S.________ einreichen (IV-act. 59). Im Januar 2018 wurde noch ein Arztbericht des Neurologen Dr.med. J.________ vom 27. November 2017 nachgereicht (IV-act. 61). Zu diesen neuen Unterlagen nahm der RAD-Arzt Dr.med. K.________ (Allgemeine Innere Medizin, Hämatologie - Internistische Onkologie) am 6. Februar 2018 zusammenfassend dahingehend Stellung, dass der Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Gutachters Dr.med. L.________ zu folgen sei (IV-act. 62-9/9).
\n H. Mit Verfügung vom 28. Februar 2018 wies die IV-Stelle Schwyz das Leistungsbegehren ab (IV-act. 64).
\n I. Gegen die am 6. März 2018 zugestellte IV-Verfügung lässt A.________ mit Eingabe vom 20. April 2018 unter Berücksichtigung der Fristenstillstandregelung über die Osterzeit (