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\n \n \n I 2018 39
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| \n Entscheid vom 23. Oktober 2018
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Urs Gössi, Richter
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| \n MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (aus Deutschland, geb. ________1966, seit 2000 Bürgerin der Gemeinde C.________) hat eine sozialpädagogische sowie eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in der Schweiz (UV-act. 2-33/167/ IV-act. 44-2/11). Nach der Heirat wurde sie Mutter einer Tochter
(D.________, geb. .________1994). Mit Urteil vom 4. März 2003 hat der Einzelrichter des Bezirks _____ die Ehe geschieden sowie die Tochter D.________ unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt (IV-act. 11ff.).
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B. Bei Stallarbeiten im Pferdepensionsbetrieb ihre Ex-Ehemannes verspürte sie am 28. Dezember 2004 plötzlich einen \"starken Zwick in der Schulter links\" (als sie mit dem sogenannten Stallboy im Stall Pferdekot eingesammelt und dabei rund 10 kg Pferdekot mit dem linken Arm schwungvoll in eine Garette gehoben hatte). Seither wies A.________ (belastungsabhängige) Schulterprobleme (Schulterschmerzen) auf (UV-act. 2-130/167). Die Unfallversicherung (_____) erbrachte zunächst Versicherungsleistungen. In der Folge lehnte sie mit Verfügung vom 24. April 2008 die Leistungspflicht für das Ereignis vom 28. Dezember 2004 ab (UV-act. 2-13/167). Eine Einsprache wurde vom Unfallversicherer abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2008 235 vom 19. Dezember 2008 abgewiesen (Protokollband 2008 K I, S. 3430ff.). Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
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C. Seit Februar 2006 arbeitete A.________ als kaufmännische Angestellte für die Garage AC.________ (mit einem vereinbarten Beschäftigungsgrad von 95% bzw. 40 Stunden pro Woche, UV-act. 2-83/167). Am 30. April 2008 meldete sich A.________ bei der IV zum Bezug von Leistungen. Die IV-Stelle gelangte mit Verfügung vom 4. November 2008 zum Ergebnis, dass in einer körperlich leichten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen sowie die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (IV-act. 39). Dagegen beschwerte sich A.________ beim Verwaltungsgericht. Mit Entscheid VGE I 2008 279 vom 12. Mai 2009 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zur Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (IV-act. 44).
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D. In der Folge liess sich A.________ vom 11. bis 20. Dezember 2008 in der Klinik AD.________ behandeln (Cloward-Spondylodese C5-7, vgl. IV-act. 48-2ff./6). Am 24. Mai 2010 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 53). Diese Verfügung blieb unangefochten.
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E. Am 8. März 2016 ging bei der IV-Stelle erneut eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein (IV-act. 54). Die gesundheitlichen Probleme umschrieb A.________ wie folgt (IV-act. 54-6/8, Ziff. 6.1):
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- Chronische Schmerzen HWS und Rücken, Fibromyalgie
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- Andauernde ISG-Blockaden/Ischias-Problematik
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- Psychische Überlastung (Burn out), Überforderung im Alltag
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- Schmerzmittel-/Medikamentenunverträglichkeit
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- Hüftgelenksersatz rechts am 30.12.2015
\n Zur Klärung der Leistungsansprüche veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung. Der Begutachtungsauftrag wurde der AE.________ AG (.________) zugelost (IV-act. 76). Das MEDAS-Gutachten wurde am 5. Dezember 2016 erstattet (IV-act. 80). Mit Schreiben vom 7. März 2017 unterbreitete die IV-Stelle den AE._____-Gutachtern neue Befundberichte, welche im Januar 2017 eingegangen waren (IV-act. 86). Dazu nahmen die Gutachter am 21. April 2017 Stellung (IV-act. 88).
\n In der Zwischenzeit hatte A.________ am 8. März 2017 der IV-Stelle mitgeteilt, dass nun auch die zweite, linke Hüfte mit einer Prothese ersetzt werden müsse (mit Operation am 19.4.2017, IV-act. 87). Der Operationsbericht ging am 9. Mai 2017 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 90). Im Rahmen eines Hausbesuches vom 11. Oktober 2017 erfolgte eine Abklärung vor Ort (IV-act. 108).
\n Nach einer Beurteilung der Aktenlage durch den RAD-Arzt AF.________ (Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, IV-act. 91-6f./7) kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 15. November 2017 an, bei einem ermittelten IV-Grad von 20% das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 96).
\n Mit Eingabe vom 18. Dezember 2017 erhob A.________ Einwände gegen den Vorbescheid (IV-act. 101).
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F. Am 23. März 2018 verfügte die IV-Stelle, dass kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe (IV-act. 110).
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G. Gegen diese am 28. März 2018 eingegangene Verfügung liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach