\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
I 2019 11
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 11. September 2019
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. HSG B.________,
 
gegen
 
Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Unfallversicherung (Kausalität)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1958) war seit dem 1. Januar 1992 bei der C.________ AG als Produktionsmitarbeiter angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert, als er am 2. März 2018 frühmorgens auf einer Eisfläche ausgerutscht ist und mit Rückenbeschwerden den Arzt aufsuchte. Der behandelnde Arzt attestierte ab dem 2. März 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 9). PD Dr.med. D.________ (Facharzt Radiologie) gelangte nach einem MR der LWS vom 8. März 2018 zur Beurteilung einer Diskusprotrusion LWK 4/5 mit Anulus fibrosus Einriss und Bandscheibenkontakt zu den Nervenwurzeln L4 beidseits foraminal und L5 beidseits rezessal (Suva-act. 13). Bereits mit Schreiben vom 7. März 2018 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht (Suva-act. 1, 2 und 3).
\n B. Nachdem A.________ per 18. Juni 2018 50% arbeitsfähig war, nahm er im Betrieb einen Arbeitsversuch auf, den er am 20. Juni 2018 schmerzbedingt abbrach (Suva-act. 18). Ab dem 21. Juni 2018 bestand wiederum eine volle Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 19). Im Auftrag der Suva führte Dr.med. E.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) am 3. Juli 2018 eine ZAFAS Untersuchung (zertifiziertes Arbeitsfähigkeitsassessment) durch (Suva-act. 27). Am 16. Juli 2018 gelangte der Kreisarzt med.pract. F.________ (Facharzt Chirurgie) zur Beurteilung, eine überwiegend wahrscheinlich unfallkausale Diskushernie lasse sich ausschliessen; es sei beim Unfallereignis vom 2. März 2018 allenfalls zu einer vorübergehenden nicht richtungsgebenden Exazerbation einer vorbestehenden überwiegend wahrscheinlich durch Verschleiss und Abnutzung bedingten degenerativen Wirbelsäulenerkrankung gekommen; nach sechs Monaten sei der status quo sine erreicht (Suva-act. 30). Hierauf informierte die Suva A.________ am 4. September 2018 über die Leistungseinstellung per 15. September 2018 (Suva-act. 35). Da sich A.________ hiermit nicht einverstanden erklärt hat (Suva-act. 43), verfügte die Suva am 27. September 2018 den Fallabschluss und die Leistungseinstellung per 15. September 2018. Der Zustand, wie er sich auch ohne Unfall vom 2. März 2018 eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 15. September 2018 erreicht (Suva-act. 44).
\n C. Gegen die Verfügung vom 27. September 2018 erhob A.________ am 19. Oktober 2018 Einsprache, die von der Suva mit Einspracheentscheid vom 4. Januar 2019 abgewiesen wurde.
\n D. Am 4. Februar 2019 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1. In Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Einsprache-Entscheid der Suva vom 4. Januar 2019 aufzuheben und dahingehend abzuändern, als dem Beschwerdeführer aus dem Unfallereignis vom 2. März 2018 die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilungskosten, Rente) aus UVG über den 15. September 2019 auszurichten seien.
\n 2. Eventuell sei ein gerichtliches Obergutachten zu veranlassen und danach über den Leistungsanspruch zu entscheiden.
\n 3. Subeventuell sei die Sache zur Beweisergänzung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
\n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
\n E. Mit Vernehmlassung vom 3. April 2019 beantragt die Suva die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheides vom 4. Januar 2019.
\n F. Mit Eingabe vom 5. Juni 2019 nimmt der Beschwerdeführer Stellung zur Suva-Vernehmlassung. Am 17. Juni 2019 ersucht das Gericht den behandelnden Arzt med.pract. G.________ (Spezialarzt FMH für Innere Medizin) um Zustellung der echtzeitlichen Verlaufsdokumentation ab dem Unfalldatum 2. März 2018, welche dieser dem Gericht am 23. Juni 2019 zustellt (VG-act. 21). Zu diesen neuen Akten nimmt der Beschwerdeführer am 18. Juli 2019 Stellung, die Suva mit Eingabe vom 16. August 2019, wobei beide Parteien an ihren Anträgen festhalten. Zur Eingabe der Suva äussert sich der Beschwerdeführer noch einmal am 23. August 2019. Am 4. September reicht der Beschwerdeführer weitere Arztberichte ein.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Nachdem die Suva das Unfallereignis vom 2. März 2018 sowie ihre Pflicht, für die Unfallfolgen Leistungen zu erbringen, anerkannt hatte, ist strittig und nachfolgend zu prüfen, ob die Suva die Versicherungsleistungen zu Recht per 15. September 2018 eingestellt oder der Beschwerdeführer über dieses Datum hinaus weiter Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat.
\n 1.1 Gemäss