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\n \n \n I 2019 28
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| \n Urteil vom 18. Mai 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Urs Gössi, Richter
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Kläger und Widerbeklagter \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, \n Postfach 357, 8401 Winterthur, \n Beklagte und Widerklägerin
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\n \n \n Gegenstand
| \n Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1961; nachstehend: Versicherter) unterzeichnete am 15. November 2016 einen Antrag für eine Unfall- und Krankentaggeldversicherung bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA); hierzu beantwortete er verschiedene \"Gesundheitsfragen für Krankheit und Unfall\" (vgl. BB-act. 5 und 6). Unter Vorbehalt (vgl. KB-act. 2; BB-act. 7) hat die AXA den Versicherten ab dem 13. Dezember 2016 bei einem versicherten Jahreslohn von Fr. 102'000.--, einer Leistungshöhe von 100% und einer maximalen Taggeldzahlung von 730 Tagen (abzüglich Wartefrist von 30 Tagen) versichert (Police Nr. 44.101. 557; vgl. BB-act. 7 und 8; KB-act. 2-4).
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B.1 Am 14. Januar 2018 wurde der Versicherte aufgrund von Wassereinlagerungen im Bauch und in den Beinen in das Kantonsspital Zug eingewiesen und stationär behandelt. Mit ärztlichem Zeugnis wurde ihm ab dem 31. Januar 2018 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. KB-act. 5). Am 22. Februar 2018 meldete der Versicherte der AXA den Eintritt seiner Erwerbsunfähigkeit (vgl. KB-act. 6; BB-act. 10), woraufhin die AXA Krankentaggeldleistungen erbrachte (vgl. KB-act. 22). Sie zog am 13. März 2018/28. März 2018 die Akten des Kantons-spital Zugs sowie der behandelnden Ärzte bei (vgl. BB-act. 11, 13f., 16). Am 22. August 2018 bzw. am 23. August 2018 führte sie mit dem Versicherten ein persönliches bzw. telefonisches Gespräch (vgl. KB-act. 6).
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B.2 Am 24. August 2018 teilte die AXA dem Versicherten mit, die eingeholten Akten sowie die geführten Gespräche hätten ergeben, dass bereits seit 2014 eine Lebererkrankung vorliege, von der der Versicherte Kenntnis gehabt habe; dieses Leiden, welches bereits bei Vertragsabschluss vorgelegen habe und bekannt gewesen sei, habe der Versicherte verschwiegen. Alsdann trat die AXA infolge Verletzung der Anzeigepflicht vom Versicherungsvertrag zurück, lehnte ihre Leistungspflicht ab und forderte die bereits geleisteten Zahlungen zurück (vgl. KB-act. 6). Daran hielt sie mit Schreiben vom 23. November 2018 - mit Hinweis auf weitere medizinische Unterlagen - fest (vgl. BB-act. 30).
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C. Am 10. April 2019 liess der Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage gegen die AXA einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
\n 1.
Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger aus der Krankentaggeldversicherung Police Nummer C.________
\n -
ab 31. Juli 2018 (Datum Einstellung Taggeldleistung) bis 28. Februar 2019 ein Krankentaggeld zu 100% und damit die aufgelaufenen Taggeldleistungen im Umfang von CHF 59'523.30 und
\n -
vom 1. März 2019 bis 10. April 2019 (Datum Klageeinreichung) ein Krankentaggeld zu 60% und damit aufgelaufene Taggeldleistungen im Umfang von CHF 6'874.50
\n zu bezahlen.
\n 2.
Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger die Leistungen aus der Krankentaggeldversicherung Police Nummer C.________ aufgrund fortbestehender (teilweiser) Arbeitsunfähigkeit aus streitgegenständlicher Krankheit auch weiterhin zu entrichten.
\n 3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
\n
D. Mit Klageantwort vom 15. Juli 2019 beantragte die AXA, die Klage vom
\n 10. April 2019 sei vollumfänglich abzuweisen und es sei der Kläger widerklageweise zu einer Bezahlung des Betrages von Fr. 41'270.40 zzgl. Zins von 5% seit dem 24. August 2018 zu verpflichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers. Mit Schreiben vom 16. Juli 2019 wies das Verwaltungsgericht die Parteien darauf hin, dass ohne ausdrücklichen Widerspruch Einverständnis mit dem Verzicht auf die Durchführung einer Hauptverhandlung angenommen werde. Ein entsprechender Widerspruch erfolgte nicht.
\n
E. Mit Replik bzw. Widerklageantwort vom 21. Oktober 2019 hielt der Kläger bzw. Widerbeklagte im Wesentlichen an seinen Anträgen fest. Hierzu äusserte sich die Beklagte bzw. Widerklägerin mit Eingabe vom 9. Dezember 2019. Am
\n 20. Januar 2020 reichte der Kläger bzw. Widerbeklagte eine weitere Stellungnahme bzw. Widerklageduplik ein, wozu sich die Beklagte bzw. Widerklägerin mit Stellungnahme vom 25. Februar 2020 äusserte. Hierauf reichte der Kläger am 26. März 2020 eine weitere Stellungnahme ein, woraufhin die Beklagte mit Schreiben vom 9. April 2020 auf weitere Ausführungen verzichtet und einzig auf ihre zuvor eingereichten Eingaben verwies.
\n
Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Eingeklagt sind Taggeldleistungen aus der zwischen dem Kläger und der Beklagten abgeschlossenen Krankentaggeldversicherung nach VVG.
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1.1.1 Streitigkeiten aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung unterstehen gemäss