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\n \n \n I 2019 31
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| \n Entscheid vom 8. August 2019
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, \n c/o C.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Hilfsmittel / Bauliche Massnahmen: Carport)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. ________) leidet an einer Gliedergürtelmuskeldystrophie vom Typ Dysferlinopathie, welche im Jahre 2011 nach entsprechenden Abklärungen diagnostiziert wurde. Die im August 2012 begonnene Schreinerlehre musste A.________ aus gesundheitlichen Gründen aufgeben (vgl. IV-act. 11 bis 14). In der Folge gewährte die IV-Stelle Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (IV-act. 16). Zudem erteilte die IV-Stelle einen Kostenbeitrag von Fr. 46'400.-- an die Anschaffung eines Vertikalliftes, welcher anhand der Kosten für einen Treppenlift und weiteren Anpassungen hergeleitet wurde (IV-act. 28). Im August 2014 konnte A.________ bei der D.________ die Lehre als Kaufmann (Profil E) beginnen (IV-act. 35). Am 18. Februar 2014 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache im Betrage von Fr. 1'675.-- für Mehrkosten während der erstmaligen beruflichen Ausbildung (IV-act. 43). Am 26. Mai 2014 übernahm die IV-Stelle einen Kostenbeitrag von Fr. 485.-- an die jährlichen Vertikallift-Wartungsarbeiten (IV-act. 47). Am 15. September 2014 übernahm die IV-Stelle die Kosten für invaliditätsbedingte Anpassungen am Motorfahrzeug im Betrage von Fr. 8'959.80 (inkl. Gebühren der Motorfahrzeugkontrolle für die Abnahme des Fahrzeugumbaus, IV-act. 63). Am 13. Oktober 2014 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für die Mehrkosten der beruflichen Neuausbildung (Schulmaterial Fr. 1'340.--; Rollkoffer Fr. 143.--, vgl. IV-act. 67). Am 28. Oktober 2014 folgte die IV-Taggeldverfügung (IV-act. 75), welche am 26. Januar 2015 angepasst wurde (IV-act. 76). Am 30. Oktober 2014 übernahm die IV-Stelle die Kosten für die Anpassung des Vorplatzes zur
\n Eliminierung der Steigung und der Schwelle bei der Haustüre im Betrage von Fr. 28'195.25 (IV-act. 74). Am 6. August 2015 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen WC-Lift (Fr. 6'778.40, vgl. IV-act. 89) und für die rollstuhlgängige Anpassung der Balkontüre (Fr. 6'743.--, IV-act. 90). Am 9. September 2015 folgte die leihweise Abgabe eines Rollstuhls (IV-act. 102). Am 11. September 2015 übernahm die IV-Stelle die Kosten für einen Tuchbadelift im Betrag von Fr. 1'200.-- (IV-act. 103).
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B. Mit Vorbescheid vom 18. November 2015 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ab 1. Oktober 2015 eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zu gewähren (IV-act. 109). Mit Verfügung vom 30. November 2015 lehnte es die IV-Stelle ab, Leistungen an die \"Erhöhung der Sonneninsel\" (um vom Liegestuhl wieder aufstehen zu können) zu erbringen (vgl. IV-act. 111 i.V.m. IV-act. 105). Am 16. Dezember 2015 unterzeichnete A.________ die Selbstdeklarationsunterlagen für einen Assistenzbeitrag (IV-act. 115). Mit Verfügung vom 29. Dezember 2015 wurde A.________ ab 1. Oktober 2015 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (monatlich Fr. 470.--) zugesprochen (IV-act. 120 und 118). Mit Verfügungen vom 4. Januar 2016 wurde das IV-Taggeld angepasst (teilweise Fr. 89.50 und teilweise Fr. 72.80, vgl. IV-act. 122, 123).
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C. Mit Vorbescheid vom 17. März 2016 kündigte die IV-Stelle an, ab 1. Dezember 2015 einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 642.20 bzw. jährlich maximal Fr. 7'064.20 zu gewähren (IV-act. 128). Diese Leistungen wurden mit Verfügung vom 12. Mai 2016 bestätigt (IV-act. 129). Am 19. September 2016 folgte erneut eine Anpassung des IV-Taggeldes (neu Fr. 89.50, vgl. IV-act. 132). Am 19. Januar 2017 stimmte die IV-Stelle der leihweisen Abgabe eines zweiten Handrollstuhls (für das Büro zur Ausübung der Erwerbstätigkeit) zu (IV-act. 148).
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D. Nachdem sich der Gesundheitszustand verschlechtert hatte und A.________ nun in vier alltäglichen Lebensverrichtungen die Hilfe Dritter benötigte, gewährte die IV-Stelle ab 1. Januar 2017 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades (Fr. 1'175.--, vgl. IV-act. 154, 156 und 161). Mit Vorbescheid vom 14. Februar 2017 kündigte die IV-Stelle an, den Assistenzbeitrag auf durchschnittlich Fr. 574.-- pro Monat zu senken (IV-act. 158). Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. März 2017 fest (IV-act. 162). Im Juli 2017 schloss A.________ die Ausbildung zum Kaufmann (E Profil) mit Erfolg ab (IV-act. 172). Am 7. November 2017 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für einen Einarbeitungszuschuss bei der Firma D.________ AG (siehe IV-act. 169). Am 5. Dezember 2017 gewährte die IV-Stelle einen Amortisationsbeitrag von Fr. 3'000.-- für den damals von A.________ benutzten Personenwagen (vgl. IV-act. 177). Am 9. August 2018 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für die jährlichen Wartungsarbeiten an den automatischen Drehtüren im Betrag von Fr. 485.-- pro Jahr übernommen werden (IV-act. 196).
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E. Mit Verfügung vom 26. September 2018 gewährte die IV-Stelle A.________ mit Wirkung ab 1. März 2018 eine halbe IV-Rente (IV-act. 199). Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2018 lehnte es die IV-Stelle ab, für einen Carport Kostengutsprache zu erteilen (IV-act. 202). Am 5. März 2019 übernahm die IV-Stelle die Kosten von Fr. 131'004.75 für invaliditätsbedingte Anpassungen am Motorfahrzeug VW T6 Multivan (u.a. für Automatikgetriebe, elektrische Schiebetüre, Standheizung, vgl. IV-act. 212). Am 20. März 2019 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren für einen Carport abgewiesen werde (IV-act. 213). Hingegen übernahm die IV-Stelle am 29. März 2019 die Kosten für den automatischen Türantrieb mit Motorenschloss beim Seiteneingang des Wohnhauses im Betrag von Fr. 4'990.40 (IV-act. 217).
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F. Gegen die Verfügung vom 20. März 2019 liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstands nach Art. 38 Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000 i.V.m.