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I 2020 110
 
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Entscheid vom 24. August 2021
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Höhe des Rentenanspruchs)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. _____19__, Vater von 3 Kindern mit Jahrgang 20__, 20__ und 20__) arbeitete seit September 2002 als Bauarbeiter für die Firma C.________ (D.________). Am 7. Februar 2012 glitt er auf einer Baustelle aus und verletzte sich dabei am rechten Ellbogen. Die Suva bejahte mit Verfügung vom 21. Mai 2014 grundsätzlich die Leistungspflicht und schloss den Fall per 31. August 2012 ab. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde von der Suva mit Entscheid vom 27. Januar 2015 abgewiesen (UV-act. 8). Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
\n B. Aufgrund der Ellenbogen-Beschwerden hatte sich A.________ bereits am 2. Mai 2012 bei der IV-Stelle für eine Früherfassung gemeldet (IV-act. 1-1/3). Die ordentliche Anmeldung für IV-Leistungen ging am 11. Juni 2012 bei der IV-Stelle ein, wobei die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit \"Arthrose im Ellbogengelenk, rechts\" umschrieben wurden (IV-act. 8-5/7). Aufgrund der Einschränkungen der Beweglichkeit im Ellenbogenbereich beendete die Tiefbaufirma C.________ das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2012 (vgl. IV-act. 60-7/8). Eine in Betracht gezogene Umschulung zum Buschauffeur scheiterte an der fehlenden Sehschärfe (IV-act. 26). Am 28. Januar 2013 unterzeichnete A.________ eine Vereinbarung zur Arbeitsvermittlung (IV-act. 34). Am 4. Februar 2015 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen Einsatz an einem Testarbeitsplatz der P.________ Q.________ (bis 31.7.2015, beginnend mit 50%, IV-act. 67). Ausserdem wurde ein IV-Taggeld gewährt (IV-act. 71). Am 8. Juli 2015 verlängerte die IV-Stelle die Kostengutsprache für den Testarbeitsplatz bis 1. Februar 2016 (IV-act. 77).
\n C. Am 14. Januar 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung übernommen werde (IV-act. 94). Der Auftrag wurde der Gutachterstelle E.________ zugelost (IV-act. 100). Die vorgesehenen Gutachter wurden A.________ mit Schreiben vom 29. Februar 2016 bekanntgegeben (IV-act. 103). Dieses Gutachten wurde am 26. Mai 2016 erstattet (IV-act. 105). Nachdem die IV-Stelle mit Schreiben vom 5. August 2016 A.________ aufgefordert hatte, eine Pharmakotherapie bei einer psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Fachperson aufzunehmen (IV-act. 108), teilte der Hausarzt Dr.med. F.________ am 12. August 2016 mit, dass sein Patient seit Januar 2013 in regelmässiger ambulanter Psychotherapie beim G.________ sei (IV-act. 109).
\n Vom 5. Januar 2017 bis zum 6. Februar 2017 war A.________ in der Klinik
\n H.________ hospitalisiert (IV-act. 132).
\n Auf Anraten des zuständigen RAD-Arztes veranlasste die IV-Stelle eine MEDAS-Verlaufsbegutachtung bei der gleichen Gutachterstelle (IV-act. 134-9/10, 136). Das entsprechende Verlaufsgutachten wurde am 2. Oktober 2017 erstattet (IV-act. 148). Am 8. November 2017 folgte eine konsiliarische Beurteilung durch die RAD-Psychiaterin (IV-act. 151-10/13). Die behandelnde Therapeutin (lic.phil. I.________) erachtete am 12. Dezember 2017 die therapeutischen Möglichkeiten als ausgeschöpft (IV-act. 154).
\n D. Nachdem eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorgebracht wurde, empfahl der RAD J.________ (Dr.med.univ. Dr.phil. K.________) eine weitere polydisziplinäre Verlaufsbegutachtung (IV-act. 170-12/12), was dem Vertreter von A.________ am 16. Mai 2018 mitgeteilt wurde (IV-act. 172). Innert erstreckter Frist erklärte der Rechtsvertreter mit Schreiben vom 6. Juli 2018 seine Zustimmung zum geplanten Vorgehen (IV-act. 178), worauf der Begutachtungsauftrag erteilt wurde (IV-act. 179). Am 30. Juli 2018 ging bei der IV-Stelle ein Bericht der Klinik H.________ ein, wonach sich A.________ vom 11. Juni 2018 bis zum
\n 6. Juli 2018 in der Klinik aufgehalten habe (2. Hospitalisation, IV-act. 182).
\n Am 27. September 2018 wurde das dritte MEDAS-Gutachten erstattet (IV-act. 186). Zu diesem Gutachten äusserte sich die RAD-Psychiaterin Dr.med.univ. Dr.phil. K.________ in einer Stellungnahme vom 26. November 2018 (IV-act. 191-14/14), worauf A.________ im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens aufgefordert wurde, eine teilstationäre Behandlung von mindestens 8-12 Wochen durchzuführen (IV-act. 192).
\n Am 29. Januar 2019 liess A.________ der IV-Stelle mitteilen, dass die L.________ ihn bei der Klinik M.________ angemeldet habe (IV-act. 198). Vom 15. April 2019 bis 6. Juni 2019 hielt er sich in dieser Klinik auf (IV-act. 211).
\n Nach einer Würdigung der medizinischen Aktenlage durch den RAD-Psychiater Dr.med. N.________ vom 20. Januar 2020 (vgl. IV-act. 221-16f./17) kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2. März 2020 an, ab 1. Februar 2016 eine Viertelsrente zu gewähren (IV-act. 224). Dazu äusserte sich der Rechtsvertreter von A.________ in Eingaben vom 1. Mai 2020 (IV-act. 229) und vom 2. Juni 2020 (IV-act. 231). Zu diesen Einwänden nahm der RAD-Psychiater Dr.med. N.________ am 9. Juli 2020 Stellung (IV-act. 233). Am 20. August 2020 folgte noch eine (orthopädische) Stellungnahme von Dr.med. O.________ (RAD-J.________).
\n E. Am 12. November 2020 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ mit Wirkung ab 1. Februar 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente habe (IV-Grad 43%). Gegen diese am 13. November 2020 eingegangene Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 14. Dezember 2020 (= Montag) beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
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  1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 12. November 2020 sei insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer rückwirkend ab Februar 2016 keine fortdauernde Dreiviertelsrente ausgerichtet wird.
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  3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
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\n Mit Vernehmlassung vom 4. März 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit