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\n \n \n I 2020 17
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| \n Entscheid vom 30. Juni 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Fürsprecher lic.iur. B.________
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| \n gegen
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| \n C.________ AG, \n Vorinstanz, \n vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Unfallversicherung (Taggelder; Heilungskosten; Unfallkausalität)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. 1968) war als Geschäftsführerin über die E.________ GmbH bei der C.________ AG (nachfolgend: C.________) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 12. Februar 2017 einen Skiunfall erlitt (vgl. Vi-act. A1).
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B. Die notfallmässige Erstbehandlung erfolgte noch gleichentags im Spital I.________; als Folge des Skiunfalls wurde die Diagnose einer Commotio Cerebri sowie eine unklare fokale Leberläsion Segment 7 diagnostiziert; ferner wurde eine hausärztliche Nachkontrolle sowie eine Ultraschallnachkontrolle der fokalen Leberläsion in Segment 7 empfohlen (vgl. Vi-act. M1/M2).
\n Der nachbehandelnde Hausarzt Dr.med. G.________ stellte mit ärztlichem Zwischenbericht vom 28. Februar 2017 an die C.________ die Diagnose eines postcommotionellen Syndroms sowie St.n. HWS-Distorsion mit klassischen paravertebralen Schmerzen mit Ausstrahlung nach occipital-frontal sowie Richtung Schultern beidseits; er attestierte A.________ bis auf Weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit; die Patientin sei selbständig und an einem möglichst raschen Wiedereinstieg interessiert (vgl. Vi-act. M3).
\n Die C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer und erbrachte insoweit die gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen des Skiunfalls vom 12. Februar 2017 (vgl. Vi-act. A2-A11).
\n Mit Schreiben vom 31. Mai 2017 informierte die C.________ - nach Konsultation des medizinischen Dienstes - A.________, dass sie ab dem 26. Juni 2017 infolge 100%-iger Arbeitsfähigkeit keine Taggeldleistungen mehr ausrichten werde; für die Heilungskosten (Arzt, Physiotherapie und Medikamente) werde sie vorderhand und bis auf weiteres aufkommen (vgl. Vi-act. A12).
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C. Mit Schadenmeldung UVG vom 13. Mai 2019 reichte A.________ im Zusammenhang mit dem Skiunfall vom 12. Februar 2017 bei der C.________ eine Rückfallmeldung - mit Datum vom 5. April 2019 - ein, um die Leistungspflicht neu beurteilen zu lassen (vgl. Vi-act. A13/A15.1).
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D. Am 16. September 2019 reichte A.________ - unter Beilage eines Kostenvoranschlages - bei der C.________ ein Gesuch um Kostengutsprache für die Operation einer Wurzeltaschenzyste vom 25. September 2019 in Deutschland ein (vgl. Vi-act. A24/A26).
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E. Mit Schreiben vom 18. September 2019 bzw. mit Verfügung vom 24. September 2019 verneinte die C.________ gestützt auf die medizinischen Unterlagen bzw. auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes die Leistungspflicht für den am 13. Mai 2019 gemeldeten Rückfall mangels natürlicher Kausalität des Unfalls vom 12. Februar 2017 und lehnte eine Kostengutsprache für die Operation einer Wurzeltaschenzyste vom 25. September 2019 in Deutschland ab (vgl. Vi-act. A30/A37).
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F. Am 25. September 2019 liess sich A.________ die Zysten in der F.________ Klinik (Deutschland) operativ entfernen (vgl. Vi-act. M19).
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G. Die von A.________ am 16. Oktober 2019 gegen die Verfügung vom
\n 24. September 2019 erhobene Einsprache (vgl. Vi-act. A42) hat die C.________ mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 abgewiesen (vgl. Vi-act. A49).
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H. Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 erhob A.________ fristgerecht am 27. Februar 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:
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\n - Die Verfügung vom 24. September 2019 und der Einsprache-Entscheid der C.________ AG vom 28. Januar 2020 seien vollumfänglich aufzuheben.
\n - Es sei richterlich festzustellen, eventualiter mit Hilfe eines richterlichen Gutachtens, dass die seit dem 12. Februar 2017 persistierenden Beschwerden unfallbedingter Genese sind und es sei die C.________ AG zu verpflichten, die angefallenen Untersuchungskosten, die Behandlungskosten, die Heilkosten und die Reisekosten sowie die angefallenen Taggelder A.________ zu bezahlen (Beilage 2):
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\n - Die Untersuchungskosten, die Behandlungskosten, die Heilkosten und die Reisekosten beliefen sich im Jahre 2019 auf insgesamt CHF 19'969.30 (Beilage 2);
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\n -
davon sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ den Betrag von
CHF 13'505.90 zu bezahlen (auf das Privatkonto von A.________ bei der Bank ________, Konto H.________).
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davon sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ den Betrag von
CHF 6'463.40 (Honorar des Chirurgen Prof. Dr.med. habil. P.________) zu bezahlen (auf das Privatkonto von A.________ bei der Bank ________, Konto H.________).
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\n - Weiter sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ die Taggelder für die Arbeitsunfähigkeit, nämlich
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- zu 50% vom 24. Juni 2019 bis und mit 24. September 2019,
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- zu 100% vom 25. September 2019 – 20. Oktober 2019,
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- zu 75% vom 21. Oktober 2019 bis und mit 11. November 2019
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- zu 50% vom 12. November 2019 bis 30. November 2019
\n mit Gesamtbetrag von
CHF 20'837.26 (Beilage 2), der im Bestande und in vollem Umfange gemäss gültigem Zeugnis
(Beilage 1) fundiert ist, zu bezahlen (Privatkonto H.________ (auf das Privatkonto von A.________ bei der Bank ________, Konto H.________).
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\n - Es sei richterlich festzustellen, eventualiter mit Hilfe eines richterlichen Gutachtens, dass der vorliegende Fall mit den Unfallfolgen bei A.________ solange nicht abgeschlossen werden kann, solange der Status quo ante - der Zustand vor dem Unfall - nicht erreicht ist.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der C.________ AG.
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I. Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2020 beantragt die C.________, die Beschwerde vom 27. Februar 2020 sei vollumfänglich abzuweisen. Mit Stellungnahme vom 27. Juli 2020 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest, wozu sich die C.________ mit Duplik vom 29. Oktober 2020 äusserte. Mit Stellungnahme vom 10. November 2020 liess sich die Beschwerdeführerin erneut in der Angelegenheit vernehmen. Hierzu reichte die C.________ am 25. Januar 2021 eine Stellungnahme ein. Am 15. März 2021 äusserte sich die Beschwerdeführerin ein weiteres Mal in der Sache. Mit Eingabe vom 23. März 2021 verzichtete die C.________ auf das Einreichen einer weiteren Stellungnahme.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Die Beschwerdeführerin führt die vorliegend relevanten - im Zusammenhang mit den zwischenzeitlich operativ entfernten Zysten stehenden - Nacken-/ Rückenbeschwerden auf den Skiunfall vom 12. Februar 2017 zurück, weshalb in dieser Angelegenheit das seit 1. Januar 2017 geltende Recht zur Anwendung gelangt (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25.9.2015, AS 2016 4375, 4387; Urteil BGer 8C 22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 2.3).
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1.1.1 Gemäss