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I 2020 18
 
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Entscheid vom 18. Mai 2020
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
C.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch A.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen / Begutachtung)
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Sachverhalt:
\n A. C.________, geboren am B.________ 1968 in Deutschland und dort zur Schule gegangen, kehrte im Alter von 13 Jahren zusammen mit den Eltern nach Xl zurück, wo sie in der Folge heiratete und 1988 einen Sohn geboren hat (welcher offenbar an Schizophrenie leidet und aktuell bei ihren Eltern lebt, vgl. IV-act. 31-1/12 i.V.m. 224-31f./126). Nach der Scheidung reiste sie 1998 erstmals in die Schweiz, wo sie einige Jahre im Gastgewerbe als Servicemitarbeiterin arbeitete (u.a. in …) sowie einen Grundpflegekurs (SRK) absolvierte. Seit 2006 arbeitete sie als Mitarbeiterin im Pflegesektor, zuletzt im Altersheim AI.________ (ab September 2010, vgl. IV-act.24).
\n Am 26. April 2011 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein, nachdem C.________ am 7. April 2011 im Spital … von Dr.med. D.________ an der Wirbelsäule (L4/L5) operiert worden war (Diagnose: Chondrose L4/L5 mit diskogenem Schmerzsyndrom, Diskusprolaps L4/L5; Operation: Spondylodese ALIF L4/5, IV-act. 1 und 19-6f./9).
\n Vom 16. April 2012 bis 12. Mai 2012 war C.________ wegen eines generalisierten myofaszialen Schmerzsyndroms in der Rehabilitationsklinik …hospitalisiert (IV-act. 44).
\n Der RAD-Arzt Dr.med. E.________ (Allgemeinmedizin FMH) beurteilte C.________ am 17. August 2012 als arbeitsunfähig für die angestammte Tätigkeit in der Krankenpflege, derweil eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselposition als zumutbar erachtet wurde (IV-act. 56-5/5). Gestützt darauf gewährte die IV-Stelle Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 58).
\n Ab 11. Oktober 2012 war C.________ wegen einer zunehmenden depressiven Symptomatik bei generalisiertem myofascialen Schmerzsyndrom beim Psychiater AJ.________ in Behandlung (IV-act. 72).
\n In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine interdisziplinäre Begutachtung; der Begutachtungsauftrag wurde dem Y zugelost (IV-act. 79). Das Y-Gutachten wurde am 12. Juli 2013 erstattet (IV-act. 84, nachfolgend 1. MEDAS-Gutachten). Gestützt auf das Ergebnis dieses Gutachtens, welches für (näher umschriebene) leidensangepasste Tätigkeiten eine massgebliche Arbeitsfähigkeit bejahte, wurde am 9. August 2013 eine Eingliederungsvereinbarung für ein Arbeitstraining bei der Einrichtung Impuls abgeschlossen (IV-act. 89).
\n Am 22. August 2013 teilte C.________ telefonisch mit, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Massnahme (Arbeitstraining im Impuls-Programm) teilnehmen könne (IV-act. 104-5/5).
\n Vom 10. Juli 2014 bis zum 26. August 2014 hielt sich C.________ in der Psychiatrischen Klinik … auf (IV-act. 118).
\n Am 9. März 2015 erstattete der RAD-Psychiater Dr.med. F.________ ein psychiatrisches Konsilium (inkl. Untersuchung vom 3.3.2015, IV-act. 114-5ff./16).
\n Mit Vorbescheid vom 25. März 2015 kündigte die IV-Stelle an, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 124). Dagegen erhob C.________ am 20. April 2015 Einwände (IV-act. 126).
\n Mit Verfügung vom 22. Mai 2015 hat die IV-Stelle einen nicht rentenbegründenden IV-Grad von 11% ermittelt und das Leistungsbegehren abgewiesen (siehe IV-act. 129). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
\n B. Vom 6. Oktober 2015 bis zum 13. November 2015 wurde C.________ in der Klinik Z stationär behandelt (IV-act. 131-7ff./10). Am 22. Februar 2016 ging bei der IV-Stelle eine erneute Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Mit Schreiben vom 9. März 2016 forderte die IV-Stelle C.________ auf, näher darzulegen, inwiefern sich die Verhältnisse seit der Verfügung vom 22. Mai 2015 erheblich verändert hätten (IV-act. 132). Der RAD-Arzt Dr.med. G.________ empfahl am 15. Juli 2016 die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens (IV-act. 143-5/5).
\n Vom 2. bis 27. September 2016 hielt sich C.________ bei ihren Eltern in X auf (IV-act. 140).
\n Dr.med. H.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH/ zertif. med. Gutachter SIM) erstattete sein Gutachten am 6. März 2017, wonach er keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen konnte (IV-act. 151-63/74).
\n Daraufhin teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 19. April 2017 mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 153). In einer Eingabe vom 11. Mai 2017 machte C.________ geltend, sie sei insbesondere aus psychischen Gründen nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (IV-act. 155). 
\n C. Mit Beschluss vom 22. August 2017 hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) … für C.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach