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\n \n \n I 2020 35
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| \n Entscheid vom 9. September 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, gesetzlich vertreten durch B.________, alle vertreten durch Rechtsanwältin C.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Hilfsmittel)
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Sachverhalt:\n
A. Am 2. September 2003 ging für A.________ (geb. 2002) bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen für Versicherte vor dem 20. Altersjahr ein mit der Begründung, dass er seit Geburt behindert sei (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 6. November 2003 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache ab 25. August 2003 bis 30. Juni 2004 für die Behandlung des Geburtsgebrechens (GG) Ziffer 395 gemäss der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21; vgl. IV-act. 9). Am 2. Februar 2004 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache
für
eine
Nachtlagerungsschiene
/
Orthese als Behandlungsgerät des Geburtsgebrechens Ziff. 395 (IV-act.
13).
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B. Mit Verfügung vom 15. Januar 2007 lehnte die IV-Stelle ein Ersuchen um Kostenübernahme für Schuheinlagen (Schuheinbau) ab (vgl. IV-act. 19 i.V.m. IV-act. 14-3/3). Gestützt auf einen Bericht des Kantonsspitals D.________ vom 27. Februar 2007 (IV-act. 21) verfügte die IV-Stelle am 8. Mai 2007, dass kein Anspruch auf medizinische Massnahmen bestehe, da weder das GG Ziffer 184 noch das GG Ziffer 390 vorliege sowie die Verdachtsdiagnose einer Myopathie zum aktuellen Zeitpunkt nicht bewiesen werde könne (IV-act. 27).
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C. Am 4. März 2009 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für die Behandlung des GG Ziffer 404 ab 28. August 2008 bis 31. März 2013 übernommen werden (vgl. IV-act. 32).
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D. Mit Mitteilung vom 15. September 2011 übernahm die IV-Stelle die Kosten für Fussorthesen inkl. notwendige Spezialschuhe für Orthesen für den Zeitraum vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2020 (IV-act. 54).
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E. Mit Verfügung vom 6. September 2012 lehnte es die IV-Stelle ab, Reisekosten für Plattfuss-Kontrollen zu übernehmen (IV-act. 68). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid VGE I 2012 120 vom 12.12.2012 abgewiesen (IV-act. 73).
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F. Am 6. Mai 2014 übernahm die IV-Stelle die Kosten für die Behandlung des GG Ziffer 404 für den Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2018 (IV-act. 78). Diese Kostengutsprache wurde gemäss Mitteilung vom 8. August 2018 bis zum 30. Juni 2022 verlängert (IV-act. 87).
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G. Zunächst mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2018 (IV-act. 94) und danach mit Verfügung vom 11. Februar 2019 (IV-act. 95) lehnte es die IV-Stelle ab, die Kosten für das Gesuch \"orthopädische Schuheinlagen, mit durchgehender Basis, schwieriger Fall, beidseitig\" (im Umfange von Fr. 528.80, vgl. IV-act. 91) zu übernehmen.
\n Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid VGE I 2019 21 vom 19. Juni 2019 insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung vom 11. Februar 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde, damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehe und alsdann über den Leistungsanspruch neu befinde (IV-act. 105).
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H. Die IV-Stelle holte bei Dr.med. F.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Leiter Fusszentrum und Orthopädie E.________), welcher am 15. Oktober 2018 ein Rezept für eine Massbettung in einem orthopädischen Serienschuh (Arbeitsschuh) beidseits mit guter Stütze unter Sustentaculum Tali, ausgestellt hatte (IV-act. 100-4/4) sowie beim eidg. dipl. Orthopädie-Schuhmachermeister O.________ welcher am 21. November 2018 den Kostenvoranschlag für orthopädische Schuheinlagen erstellt hatte (IV-act. 91); ergänzende Angaben ein (IV-act. 108 ff. und 111-1/4; IV-act. 112 f.).
\n Danach lehnte es die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 30. Januar 2020 (IV-act. 115) ab, Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe sowie orthopädische Schuheinlagen zu erteilen. Dagegen gingen keine Einwände ein. Daraufhin hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. März 2020 daran fest, dass das Begehren um Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe sowie orthopädische Schuheinlagen abgewiesen werde (IV-act. 116).
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I. Gegen diese Verfügung vom 12. März 2020 liessen die Eltern von A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss