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\n \n \n I 2020 53
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| \n Entscheid vom 13. November 2020
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, \n c/o AA.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. ________1963, früherer Nachname: C.________; Bürgerin von D.________ und E.________, geschieden seit 2004, Mutter von drei erwachsenen Kindern) hat in F.________ eine Ausbildung als Verkäuferin absolviert (1978-1981, vgl. IV-act. 2-5/8). Seit 2007 arbeitete sie als Kassierin für G.________ (IV-act. 2-6/8). Nachdem sie ab 4. Oktober 2017 arbeitsunfähig beurteilt wurde, bezog sie Leistungen der Taggeldversicherung (vgl. Akten der Taggeldversicherung, nachfolgend KT-act. 1-12/58). Am 13. März 2018 ging bei der IV-Stelle die Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden in der IV-Anmeldung wie folgt umschrieben: Schmerzen Hände, Arme, Brustkorb, Schulter, Knie, Füsse, Zusammenbruch, Kiefer, Müdigkeit, Erschöpfung, Anlaufschwierigkeiten (Fibromyalgiesyndrom, vgl. IV-act. 2-6/8 Ziff. 6.1).
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B. Der Taggeldversicherer veranlasste eine bidisziplinäre Abklärung (mit psychiatrischen Teilgutachten = IV-act. 15 und orthopädischem Teilgutachten, je vom 27.02.2018 = IV-act. 14-14ff./27).
\n Vom 22. Oktober 2018 bis zum 27. Oktober 2018 hielt sich A.________ im H.________ Spital I.________ (IV-act. 21) und anschliessend vom 5. November 2018 bis zum 22. Dezember 2018 in der Rehaklinik J.________ auf (IV-act. 41).
\n Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ erachtete am 28. Februar 2019 eine interdisziplinäre MEDAS-Begutachtung als nötig (IV-act. 23-7/7). Der Begutachtungsauftrag wurde dem K.________ (M.________) zugelost (IV-act. 27ff.). Es folgte ein Aufenthalt im Sanatorium N.________ (Frühling 2019, IV-act. 36).
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C. Am 29. November 2019 ging bei der IV-Stelle das 66 Seiten umfassende K.________-Gutachten vom 5. November 2019 ein (IV-act. 47). Der zuständige RAD-Arzt gelangte in seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2019 zum Ergebnis, dass auf das interdisziplinäre Gutachten abzustellen sei (IV-act. 48-7/7).
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D. Am 17. Dezember 2019 unterzeichnete A.________ eine Vereinbarung für eine Integrationsmassnahme bei der O.________-Stiftung in P.________ (mit Beginn am 1. Februar 2020 bis zum 31. Juli 2020, vgl. IV-act. 49). Diesbezüglich erteilte die IV-Stelle am 20. Januar 2020 Kostengutsprache für ein Aufbautraining (IV-act. 52). Für den erwähnten Zeitraum wurde mit Verfügung vom 27. Januar 2020 ein entsprechender Taggeldanspruch bestätigt (IV-act. 58). Nach einem Hausbesuch am 29. Januar 2020 erstattete die beauftragte Fachperson am 31. Januar 2020 einen Bericht zur Haushaltabklärung (IV-act. 59).
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E. Mit Vorbescheid vom 4. Februar 2020 kündigte die IV-Stelle an, keine
\n Rente zu gewähren (vgl. IV-act. 62). Dagegen liess A.________ innert erstreckter Frist am 20. April 2020 Einwände erheben (IV-act. 74). Eine weitere Beurteilung der medizinischen Aktenlage durch den zuständigen RAD-Arzt erfolgte am 14. Mai 2020. Am 15. Mai 2020 verfügte die IV-Stelle sinngemäss, dass bei einem ermittelten IV-Grad von 13% kein Rentenanspruch bestehe.
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F. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 12. Juni 2020 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
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\n - Die Verfügung vom 15. Mai 2020 sei aufzuheben.
\n - Die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach durchgeführten beruflichen Eingliederungsmassnahmen unter Berücksichtigung aller relevanten Entscheidgrundlagen erneut über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin entscheide.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
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\n Zudem wurde ein zweiter Schriftenwechsel sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) beantragt.
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G. Mit Vernehmlassung vom 7. August 2020 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Mit Replik vom 14. September 2020 erneuerte die Beschwerdeführerin ihre Anträge. Die Duplik der IV-Stelle folgte am 12. Oktober 2020. Dazu nahm die Beschwerdeführerin in weiteren Eingaben vom 13. und 23. Oktober 2020 Stellung, worauf sich die IV-Stelle nochmals mit einer Eingabe vom 30. Oktober äusserte.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit