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I 2020 60
 
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Entscheid vom 13. November 2020
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
C.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,
\n , D.________, ,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. C.________ (geb. C.________1958, von Mazedonien) lebt seit März 1990 in der Schweiz (IV-act. 3, zuvor war er Saisonnier gewesen, IV-Fremdakten 38-15/57). Seit dem 1. Oktober 1992 arbeitete er für die Firma … AG in der Produktion von … (IV-act. 5-1f./55). Am 2. März 2018 rutschte er auf dem Werkgelände auf Glatteis aus. Nach dem Sturz klagte er über Rückenbeschwerden. PD Dr.med. E.________ (Facharzt Radiologie) stellte nach einer MR-Abklärung vom 8. März 2018 die Diagnose einer Diskusprotrusion LWK 4/5 mit Anulus fibrosus Einriss und Bandscheibenkontakt zu den Nervenwurzeln L4 beidseits foraminal und L5 beidseits rezessal (VGE I 2019 11 vom 11.9.2019 Ingress lit. A i.V.m. IV-Fremdakten 3-86/105). Der Unfallversicherer (Suva) anerkannte zunächst seine Leistungspflicht.
\n B. Im Auftrage der Suva führte Dr.med. F.________ am 3. Juli 2018 ein zertifiziertes Arbeitsfähigkeitsassessment (ZAFAS) durch mit u.a. dem Ergebnis, wonach es unter Analgesie und Physiotherapie zu keiner wesentlichen Besserung gekommen sei und auch eine Infiltration durch den Wirbelsäulenchirurgen Dr.med. G.________ keine Besserung gebracht habe. Aufgrund der strengen Arbeit sei eine Rückkehr am Arbeitsplatz schwierig, weshalb wahrscheinlich eine leichtere Tätigkeit zu suchen sei (IV-Fremdakten 3-62ff./105; 36-196-198/239).
\n Am 30. August 2018 kündigte die Arbeitgeberfirma das Arbeitsverhältnis per Ende November 2018 (IV-act. 5-7/55).
\n C. Am 27. September 2018 verfügte die Suva die Leistungseinstellung per
\n 15. September 2018 mit der sinngemässen Begründung, dass es beim Unfallereignis vom 2. März 2018 allenfalls zu einer vorübergehenden, nicht richtungsgebenden Exazerbation einer vorbestehenden, überwiegend wahrscheinlich durch Verschleiss und Abnutzung bedingten degenerativen Wirbelsäulenerkrankung gekommen sei, wobei nunmehr der Status quo sine erreicht sei (IV-Fremdakten 3-30f./105 i.V.m. 5-16/123; zit. VGE I 2019 11 Ingress lit. B).
\n Eine Einsprache gegen diese Verfügung vom 27. September 2018 hat die Suva am 4. Januar 2019 abgewiesen (vgl. IV-Fremdakten 4-2ff./11). Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit (rechtskräftigem) Entscheid I 2019 11 vom 11. September 2019 abgewiesen (Archiv 310/19).
\n D. In der Zwischenzeit hatte sich C.________ am 9. Oktober 2018 (= Eingangsdatum) bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 1a).
\n Am 18. Februar 2019 beauftragte die … AG (als Taggeldversicherer) die MEDAS Z mit einer Begutachtung von C.________ in den Disziplinen Rheumatologie und Psychiatrie. Das bidisziplinäre Gutachten wurde am 29. Mai 2019 erstattet (IV-Fremdakten 38-14ff./57; Eingang bei der IV-Stelle offenbar am 31.10.2019, vgl. den Vermerk auf IV-act. 38-2/57 oben).
\n In der Folge führte der RAD-Arzt Dr.med. H.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) in Stellungnahmen vom 9. Januar 2020 und vom 7. Mai 2020 sinngemäss aus, dass auf die Ergebnisse des Gutachtens der MEDAS Zentralschweiz abgestellt werden könne und mithin in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 100% (ab März 2019) auszugehen sei (IV-act. 17 und 26).
\n Mit Vorbescheid vom 18. Mai 2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 28). Dagegen liess C am 8. Juni 2020 Einwände erheben (IV-at. 34).
\n E. Mit Verfügung vom 18. Juni 2018 hat die IV-Stelle daran festgehalten, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 36).
\n Gegen diese Verfügung liess C.________ rechtzeitig am 2. Juli 2020 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträgen:
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    \n
  1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 18. Juni 2020 sei dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zusteht.
  2. \n
  3. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 18. Juni 2020 dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnahmen zustehen (insbesondere berufliche Massnahmen).
  4. \n
  5. Subeventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 18. Juni 2020 zu ergänzenden Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder das Gericht habe selber ergänzende Abklärungen anzuordnen.
  6. \n
  7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
  8. \n
\n F. Mit Vernehmlassung vom 7. August 2020 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.
\n Mit Replik vom 17. August 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Die Duplik der IV-Stelle folgte am 2. September 2020.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit