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\n \n \n I 2020 81
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| \n Entscheid vom 12. Februar 2021
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
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| \n gegen
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| \n B.________ AG, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Unfallversicherung (Unfallkausalität)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 1957) war bei der C.________ AG als Rechtskonsulent zu 50% angestellt und dadurch bei der B.________ AG (nachfolgend B.________) obligatorisch unfallversichert, als er am 3. Oktober 2019 einen Fahrradunfall erlitt. Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 4. Oktober 2019 musste A.________ auf einer E-Bike-Tour rund um den D.________ auf einer Nebenstrasse wegen einem über die Strasse gespannten Weidezaunband brüsk abbremsen, was zum Wegrutschen des Vorderrades und Sturz auf die linke Schulter mit anschliessendem Weiterrutschen auf dem nassen, mit Kuhdreck bedeckten Asphalt unter dem Weidezaunband hindurch geführt hat (Vi-act. 4). Noch am Unfalltag wurde er im E.________ in F.________ medizinisch versorgt, wo die Diagnose einer Kontusion der linken Schulter und einer Verstauchung des rechten Daumens als Folge eines Fahrradsturzes gestellt wurde (Vi-act. 1). Mit Schreiben vom 8. Oktober 2019 anerkannte die B.________ das Unfallereignis vom 3. Oktober 2019 und sie bestätigte, die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen (Vi-act. 5).
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B. Mit Email vom 29. November 2019 teilte A.________ der B.________ mit, bei der Meldung des Unfalles vom 3. Oktober 2019 die Verletzung des linken Knies vergessen zu haben. Er werde sich wegen den anhaltenden Schmerzen untersuchen lassen (Vi-act. 8). Am 6. Dezember 2019 erfolgte ein MRI Knie nativ links (Vi-act. 14) und nach einem Untersuch durch Dr.med. G.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH) vom 13. Dezember 2019 stellte dieser \"aufgrund der doch ausgeprägten Beschwerden\" die Indikation für eine Kniearthroskopie bei Diagnose Velosturz mit Kniedistorsionstrauma links, mediale Meniskusläsion, Schulterdistorsionstrauma rechts [sic], Daumenkontusionstrauma rechts (Vi-act. 17). Die Kniearthroskopie erfolgte am 19. Dezember 2019 (Vi-act. 19 und 21; der Operationsbericht nennt irrtümlich den 9.12.2019).
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C. Mit Schreiben vom 6. Februar 2020 informierte die B.________ A.________, aufgrund einer Beurteilung des sie beratenden PD Dr.med. Dr.iur. H.________ (Facharzt Chirurgie und Intensivmedizin, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM) seien die operativ behandelten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich unfallfremd. In den Verlaufseinträgen des Hausarztes med.pract. I.________ (Assistenzarzt für Allgemeine Innere Medizin) fänden sich ab dem 4. November 2019 keine Behandlungshinweise mehr bezogen auf die linke Schulter und den rechten Daumen; der status quo sine sei per 4. November 2019 eingetreten und die Leistungspflicht ende (Vi-act. 26).
\n Mit Email vom 13. Februar 2020 zeigte sich A.________ mit der Ankündigung nicht einverstanden und er verlangte eine anfechtbare Verfügung (Vi-act. 107). Am 20. Februar 2020 erhob Dr.med. G.________ bei der B.________ Einspruch gegen die Leistungseinstellung (Vi-act. 31).
\n Am 1. Mai 2020 verfügte die B.________ (Vi-act. 32):
\n 1.
Die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung bzgl. der linken Schulter und des rechten Fingers im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 03.10.2019 werden per 04.11.2019 eingestellt.
\n 2.
Die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem linken Knie mit dem Ereignis vom 03.10.2019 werden abgelehnt.
\n 3.
Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung entzogen (