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I 2020 90
 
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Urteil vom 14. Januar 2021
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Kläger,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, und/oder MLaw C.________,
 
gegen
 
D.________ AG,
\n Beklagte,
\n vertreten durch E.________ AG,
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Gegenstand
Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg 1975) war seit dem 1. Dezember 2018 als Personalberater bei der F.________ AG, H.________, angestellt (KB 3), welche mit der D.________ AG (D.________) eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung abgeschlossen hat. Am 25. Februar 2019 suchte A.________ infolge Schlafstörungen und Grübeln den Hausarzt, Dr.med. G.________ (Facharzt FMH Allgemeinmedizin), auf. Am 26. Februar 2019 erfolgte seitens der Arbeitgeberin gegenüber der D.________ die Krankmeldung Kollektiv-Taggeldversicherung von A.________; es bestehe eine vollständige krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit (KB 4). Am 5. April 2019 informierte Dr.med. G.________ die D.________, er könne noch keine genaue Diagnose nennen, A.________ sei wegen psychischen Störungen an den Psychiater überwiesen worden, ein Bericht liege noch nicht vor. Seinerseits bestätigte er eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 25. Februar 2019 bis 31. März 2019 wegen Schlafstörung und Annahme einer Krisenintervention (KB 6). Seit dem 27. März 2019 befindet sich A.________ bei der J.________ AG in K.________ in Behandlung. Am 3. Oktober 2019 stellte J.________ die Diagnosen F32.1/2 (mittel- bis schwergradig depressive Störung); Z73.0 (Psychophasische Erschöpfung); Z56 (zerrüttetes Arbeitsverhältnis). In den Akten liegen Arbeitsunfähigkeitsatteste bis 30. September 2020 (KB 8, 9, 10, 16 - 20).
\n B. Die D.________ erbrachte von Februar 2019 bis März 2020 die vertraglichen Taggeldleistungen (KB 11). Sie informierte A.________ am 10. Februar 2020, ab dem 1. April 2020 bestehe kein Anspruch mehr auf Krankentaggelder. Als Personalberater sei er gemäss psychiatrischem Gutachten vom 25. Januar 2020 von Dr.med. I.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Facharzt für Neurologie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Vertrauensarzt SGV) ab 1. April 2020 wieder zu 100% arbeitsfähig (KB 12, 13).
\n C. Nachdem A.________ gegen die Taggeldeinstellung opponierte, bestätigte die D.________ am 20. März 2020, 18. und 26. Mai 2020 ihren Entscheid (KB 15).
\n D. Am 13. Oktober 2020 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gegen die D.________ Klage einreichen mit den Rechtsbegehren:
\n 1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'846.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Mai 2020 zu bezahlen.
\n 2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'974.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Juni 2020 zu bezahlen.
\n 3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'846.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Juli 2020 zu bezahlen.
\n 4. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'974.00 nebst Zins zu 5% seit 1. August 2020 zu bezahlen.
\n 5. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'846.00 nebst Zins zu 5% seit 1. September 2020 zu bezahlen.
\n 6. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Krankentaggelder in der Höhe von CHF 3'974.20 nebst Zins zu 5% seit 1. Oktober 2020 zu bezahlen.
\n 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten der Beklagten.
\n E. Mit Klageantwort vom 10. Dezember 2020 teilt die Beklagte dem Gericht mit, die Klage anzuerkennen; sie werde dem Kläger die Beträge gemäss Rechtsbegehren Ziff. 1 bis Ziff. 6 der Klage vom 13. Oktober 2020 überweisen. Die Beklagte ersucht das Gericht, das Verfahren aufgrund der Klageanerkennung als erledigt abzuschreiben. Hierzu äussert sich der Kläger nicht mehr.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Die Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung unterliegen dem Versicherungsvertragsgesetz (Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG; SR 221.229.1] vom 2.4.1908). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur (BGE 124 III 44 Erw. 1a/aa, 229 Erw. 2 b). Gestützt auf