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I 2021 22
 
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Entscheid vom 25. Mai 2021
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. ____19__) hat nach der Primar- und Sekundarschule das Gymnasium (mit Matura) absolviert. In der Folge hat sie offenbar zunächst ein Hochschulstudium (Skandinavik und Deutsch) begonnen und dann abgebrochen, später eine Ausbildung an der C.________ begonnen und ebenfalls vorzeitig beendet (konkrete Angaben dazu liegen in den Akten nicht vor). Aktenkundig ist, dass sich A.________ vom 18. Januar 2019 bis
\n 15. März 2019 in Schweden aufhielt (IV-act. 1-3/9 Ziff. 4.1) sowie von April 2019 bis Oktober 2019 für den D.________ arbeitete (vgl. IV-act. 5, Gesamtverdienst Fr. 11'291.--).
\n B. Am 18. Juni 2020 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit \"Asperger-Syndrom/ Autismus Spektrum Störung\" umschrieben; zudem wies A.________ darauf hin, dass sie seit 17. Februar 2020 ein Praktikum in einer Kindertagesstätte (Kita) absolviere mit einem 100%-Pensum sowie einem Bruttoverdienst von monatlich Fr. 1'000.-- (IV-act. 1-6/9).
\n C. Die IV-Stelle holte Berichte ein (Bericht des Hausarztes Dr.med. E.________ vom 25.6.2020 = IV-act. 8; Bericht der Kita F.________ vom 17.7.2020 = IV-act. 11). Zudem bemühte sie sich darum, von Dr.med. G.________ (FMH Psychiatrie & Psychotherapie/ FMH Kinder- und Jugendpsychiatrie, H.________) einen Bericht zu erhalten (IV-act. 9). Im Schreiben vom 20. Juli 2020 an A.________ führte die IV-Stelle u.a. was folgt aus (IV-act. 12):
\n Unsere Anfrage bei Frau Dr.med. G.________ hat ergeben, dass seit Januar 2020 keine Behandlungen mehr stattgefunden haben. Insgesamt hat es ca. drei Konsultationen gegeben. Dementsprechend ist Frau Dr. G.________ nicht in der Lage einen aktuellen medizinischen Bericht auszufüllen und sichere Diagnosen zu stellen.
\n Zur Klärung der Leistungsansprüche sind wir auf aktuelle und aussagekräftige medizinische Unterlagen angewiesen. Ohne einen fachärztlichen, psychiatrischen Bericht kann der Anspruch auf IV-Leistungen leider nicht geprüft werden.
\n Wir empfehlen Ihnen deshalb die Fortsetzung der psychiatrischen Abklärungen und Behandlungen. Bitte teilen Sie bis zum 17. August 2020 mit, wo die weiteren Konsultationen stattfinden. (…)
\n Nachdem die IV-Stelle keine entsprechende Rückmeldung erhalten hatte, forderte sie mit Schreiben vom 9. September 2020 A.________ auf mitzuteilen, wo sie sich behandeln lasse und allfällige medizinische Unterlagen von Dr.med. G.________ zuzustellen (IV-act. 14). Daraufhin teilten die Eltern von A.________ der IV-Stelle mit, dass ab 25. September 2020 Abklärungen bei Dr.med. I.________ vorgesehen seien (IV-act. 15-2/3 unten).
\n D. Am 22. Oktober 2020 erstatteten die Eltern von A.________ der IV-Stelle den von Dr.med. I.________ (FMH Kinder- / Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, H.________) am 8. Oktober 2020 verfassten Bericht (IV-act. 18).
\n Nach Prüfung der medizinischen Akten und nach Rücksprache mit dem RAD-Psychiater Dr.med. J.________ veranlasste die RAD-Ärztin K.________ (FMH Allg. Innere Medizin) die Weiterleitung des Dossiers an die RAD-Ärztin L.________ (Fachärztin für Kinder-/ Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie), welche am 25. November 2020 ihre Stellungnahme verfasste (IV-act. 23).
\n Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2020 an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 26).
\n Nach Einwendungen vom 13. Januar 2021 (IV-act. 30, inkl. einer Stellungnahme von Dr.med. I.________) und einer Entgegnung der RAD-Ärztin L.________ vom 16. Februar 2021 (IV-act. 32) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. Februar 2021 daran fest, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 35).
\n E. Gegen diese am 23. Februar 2021 eingegangene Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 24. März 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
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  1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22.02.2021 sei aufzuheben.
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  3. Der Beschwerdeführerin seien umgehend berufliche Massnahmen sowie spätestens rückwirkend ab 01.12.2020 eine Invalidenrente zuzusprechen.
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  5. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Einholung eines fachmedizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
  6. \n
  7. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die fachmedizinische Stellungnahme von Herrn Dr.med. M.________ der Psychiatrischen Universitätsklinik H.________ vom 20.03.2021 zu übernehmen.
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  9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.
  10. \n
\n Dieser Beschwerde war eine rund 3 Seiten umfassende Stellungnahme von Dr.med. M.________ (N.________ H.________, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie) vom 20. März 2021 beigelegt.
\n F. Mit Vernehmlassung vom 30. April 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.
\n Innert angesetzter Frist hat die Beschwerdeführerin konkludent auf die Erstattung einer weiteren Stellungnahme verzichtet.
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\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit