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I 2021 26
 
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Entscheid vom 14. Juli 2021
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n gesetzlich vertreten durch die Eltern B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Anspruch auf medizinische Massnahmen, funktionaloptometrisches Visualtraining)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. am ____20__) ist der Sohn von B.________. Für diesen Sohn ging am 28. November 2017 bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Sohnes wurden mit \"Sehschwäche im linken und rechten Auge/ Operation grauer Star\" umschrieben (vgl. IV-act. 1-6/8 oben).
\n B. Nach Abklärungen und Einholung von Arztberichten teilte die IV-Stelle den Eltern am 9. Februar 2018 mit, dass die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 419 [Angeborene Linsen- oder Glaskörpertrübung und Lageanomalien der Linse mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)] für die Zeitdauer vom
\n 7. September 2017 bis 30. Juni 2027 übernommen werden (vgl. IV-act. 9).
\n Ebenfalls am 9. Februar 2018 kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid an, dass ein Anspruch auf medizinische Massnahmen nach Ziffer 425 und 427 der Verordnung über Geburtsgebrechen (GG) verneint werde (vgl. IV-act. 10; [GG Ziff. 425 = Angeborene Refraktionsanomalien, mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur);
\n GG Ziff. 427 = Strabismus und Mikrostrabismus concomitans monolateralis, wenn eine Amblyopie von 0,2 oder weniger (mit Korrektur) vorliegt]). Mit Verfügung vom 22. März 2018 hielt die IV-Stelle daran fest, dass kein Leistungsanspruch im Sinne eines Geburtsgebrechens Ziff. 425 oder 427 vorliege (IV-act. 11). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
\n C. Mit einem Schreiben vom 19. November 2020, welches bei der IV-Stelle am 23. November 2020 einging, ersuchte B.________ um Begleichung der Rechnung für eine Abklärung des Sohnes beim C.________ von D.________ und E.________ in F.________ (IV-act. 15).
\n Mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2020 teilte die IV-Stelle mit, dass keine Kostengutsprache für eine funktionaloptometrische Erstabklärung erteilt werden könne (IV-act. 18). Dagegen opponierte B.________ in einer Eingabe vom 4. Dezember 2020 (IV-act. 19). In einer weiteren Eingabe vom 11. Januar 2021 erläuterte D.________ vom C.________ in F.________ die bei A.________ zur Anwendung kommende Methode (Funktionaloptometrie, vgl. IV-act. 20).
\n Der von der IV-Stelle konsultierte RAD-Arzt Dr.med. G.________ empfahl, die Frage der Leistungspflicht für diese Methode dem RAD-Facharzt Prof. Dr.med. H.________ (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin) zu unterbreiten, welcher dazu am 24. Februar 2021 Stellung nahm (IV-act. 24f.).
\n D. Am 22. März 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde.
\n E. Dagegen erhoben B.________ rechtzeitig am 20. April 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit dem Begehren, wonach die Kosten für die Methode der Funktionaloptometrie inklusive Nebenkosten wie Fahrspesen und Hilfsmittel vollumfänglich von der IV zu übernehmen seien.
\n F. Mit Vernehmlassung vom 17. Mai 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen (