\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n I 2021 46
| \n
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n
| \n Entscheid vom 17. November 2021
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
| \n
\n \n
| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter lic.iur. Achilles Humbel, Richter
| \n
\n \n
| \n MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer,
| \n
\n \n
| \n gegen
| \n
\n \n
| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
| \n
\n \n
\n
\n
\n
\n
\n
\n
\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Leistungen)
| \n
\n \n
\n
\n
Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. _____1974, __________) ist dem Gericht aus früheren Verfahren bekannt. Nach der Einreise in die Schweiz (__.2000) stellte er ein Asylgesuch, welches (am __.__.2001) vom Bundesamt für Flüchtlinge abgelehnt wurde. Die Wegweisung wurde zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben. Am __. ____ 2005 heiratete er eine Schweizerin und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B). Am __. ____ 2005 wurde der Sohn B.________ geboren. Die Ehe wurde am __. ____ 2009 geschieden und die Obhut sowie das Sorgerecht für B.________ wurden A.________ zugesprochen. Am __. _____ 2012 meldete sich A.________ ins Ausland ab, worauf seine Aufenthaltsbewilligung erlosch. Nach der Wiedereinreise erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung, welche verlängert wurde.
\n Am __. ____ 2014 hatte A.________ eine ________ Staatsbürgerin geheiratet. Dieser Ehe entspross am __. ____ 2015 die Tochter C.________. Im ____ 2015 beantragte A.________ die Scheidung. Mit Verfügung des Einzelrichters des Bezirks D.________ vom __. ____ 2016 wurde C.________ für die Dauer des vorsorglichen Massnahmeverfahrens unter die Obhut von A.________ gestellt, was vom Kantonsgericht Schwyz mit Beschluss vom __. _____ 2016 bestätigt wurde (vgl. Ingress des Gerichtsentscheids III 2017 39 v. 29.5.2017, wonach die Aufenthaltsbewilligung für A.________ verlängert wurde).
\n
B. Am 27. Oktober 2009 hatte sich A.________ erstmals bei der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Als gesundheitliche Beeinträchtigung erwähnte er Schnittwunden an der rechten Hand (IV-act. 1-8/10), welche er sich nach der Aktenlage beim Einschlagen eines Küchenfensters zugezogen hatte (IV-act. 11-5/6). Nach diversen Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 28. Juni 2010, dass kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe und das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 15). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
\n
C. Am 31. Januar 2018 unterzeichnete A.________ eine erneute Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen (IV-act. 16). Dazu erläuterte er gegenüber der IV-Stelle, dass bei einem Streit mit seiner Ehefrau die Polizei gerufen worden sei, worauf er \"von 2 Polizisten mit dem Knie auf dem Rücken zu Boden gedrückt\" worden sei; seither habe er Rückenschmerzen (vgl. IV-act. 19).
\n Der RAD-Arzt Dr.med. E.________ empfahl am 4. Juni 2018 eine interdisziplinäre Begutachtung (IV-act. 23-3/3). Der Begutachtungsauftrag wurde der F.________ zugelost (IV-act. 26), welche am 29. August 2019 ihr Gutachten erstattete. Mit Vorbescheid vom 16. September 2019 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 60). Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 fest (IV-act. 64).
\n
D. Dagegen liess A.________ am 26. November 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben (IV-act. 65). Am 6. Februar 2020 hat die IV-Stelle ihre Verfügung vom 28. Oktober 2019 widerrufen mit der Begründung, dass mit der Beschwerde Berichte eingereicht worden seien, welche weitere medizinische Abklärungen notwendig machen würden (IV-act. 69). Daraufhin hat der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts mit Entscheid I 2019 94 vom 10. Februar 2020 das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden am Protokoll abgeschrieben.
\n
E. Die Ergänzungsfragen der IV-Stelle vom 3. April 2020 (IV-act. 76) wurden (nach mehrmaliger Mahnung) von der F.________ am 22. März 2021 beantwortet (IV-act. 90). Mit Vorbescheid vom 29. März 2021 kündigte die
\n IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 95). Am 30. März 2021 ersuchte A.________ die IV-Stelle telefonisch darum, seinem Rechtsvertreter ein Exemplar des Vorbescheids zuzustellen (IV-act. 96), was gleichentags umgesetzt wurde (IV-act. 97). Zudem wurden dem Rechtsvertreter am 6. April 2021 die IV-Akten zugestellt (IV-act. 99/100). Am 22. April 2021 bemängelte A.________ gegenüber der IV-Stelle telefonisch, dass sinngemäss \"Röntgen-CD verschwunden seien\