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I 2021 51
 
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Urteil vom 14. Januar 2022
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Klägerin,
 
gegen
 
B.________ AG,
\n Beklagte,
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Gegenstand
Krankenversicherung (Forderung aus Zusatzversicherung zum KVG; Massage-Kosten)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1958) verfügt über eine Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung bei der B.________ AG (nachfolgend B.________ AG). Es handelt sich um die Zusatzversicherung 'Basic 1', Versicherung für nichtpflichtige Medikamente, Alternativmedizin und KVG-Ärzte ganze Schweiz (B-act. 1).
\n B. A.________ reichte der B.________ AG Rechnungen von über Fr. 648.-- resp. Fr. 216.-- für im Zeitraum vom 5. Januar 2021 bis 16. März 2021 und 20. April 2021 bis 11. Mai 2021 von G.________ (Therapeutin, Praxis Komplementärmedizin.ch, Adliswil) erbrachte Massage-Behandlungen ein. Mit Leistungsabrechnungen vom 24. März 2021 und 4. August 2021 lehnte die B.________ AG die Kostenübernahme ab (K-act. 1 und 2).
\n C. Am 18. August 2021 erhob A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage gegen die B.________ AG mit dem sinngemässen Antrag, die B.________ AG sei zur Kostenübernahme der beiden Rechnungen für Massage-Behandlungen in der Gesamthöhe von Fr. 864.-- (Fr. 648 + Fr. 216) zu verpflichten.
\n Die Klage enthielt den Vermerk, die Klägerin weile vom 12. September bis Ende November 2021 je nach Covid-Situation im Ausland.
\n D. Mit Klageantwort vom 15. Oktober 2021 beantragt die B.________ AG:
\n 1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
\n 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.
\n E. Am 19. Oktober 2021 stellte das Gericht der Klägerin die Klageantwort zu. Am 3. Dezember 2021 setzte es der Klägerin eine Frist bis 20. Dezember 2021, um entweder eine Replik zur Klageantwort einzureichen oder eine mündliche Verhandlung zu verlangen; Stillschweigen werde als Verzicht sowohl auf eine Replik als auch auf eine mündliche Verhandlung interpretiert. Die Klägerin verzichtete auf eine Eingabe.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Eingeklagt sind Leistungen aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung. Die Klägerin beantragt, die Beklagte habe gestützt auf die Zusatzversicherung Basic 1 die Kosten der von G.________ erbrachten Massage-Behandlungen in der Höhe von Fr. 826.-- zu übernehmen.
\n 1.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich bei vorliegender Streitigkeit um eine solche aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung handelt, dass hierfür im Kanton Schwyz das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zuständig ist (