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I 2021 58
 
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Entscheid vom 17. März 2022
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. ________1967) hat eine Ausbildung als Sportartikelverkäufer absolviert (1983 - 1986) und sich zum Versicherungs- und Vorsorgeberater ausbilden lassen; zunächst arbeitete er bei der C.________-Versicherung und seit 2011 als Aussendienstmitarbeiter für die D.________-Versicherung bzw. der betreffenden Generalagentur in E.________ (vgl. IV-act. 15-2/4 oben, i.V.m. IV-act. 62-11/30, IV-act. 64-1/6, 40, 108 und 150-11/103 unten).
\n B. Am 1. März 2014 erlitt er beim Treppensteigen ein Kniedistorsionstrauma links (IV-act. 16-2/3). In der Folge unterzeichnete er am 18. März 2015 eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen (welche bei der IV-Stelle Schwyz am 9.4.2015 einging). Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb er mit Knieproblemen seit dem Knieunfall vom 1. März 2014 (IV-act. 1).
\n C. Der weitere Verlauf wurde in einem Bericht der Klinik F.________ (G.________) vom 19. Februar 2019 u.a. dahingehend zusammengefasst, dass bei A.________ ein invalidisierendes, chronifiziertes Schmerzsyndrom im Bereich des linken Kniegelenkes bestehe (welches mit einer Meniskusläsion begann; es folgten u.a. eine Teilmeniskektomie, Revision mit erneuter Teilmeniskektomie, bei Persistenz der Beschwerden Tibiakopf-OT, Revision wegen inkompletter Konsoli-dation mit Beckenspan-Interposition, zweimalige Nervenrevision auf Höhe des
\n Saphenus-Astes, Schlittenprothesen-Versorgung, Behandlung in der Schmerzklinik R.________ mit Neurostimulator, Implantation eines zweiten Stimulators etc., vgl. IV-act. 78-7/58 oben).
\n Zuvor hatte die IV-Stelle nach einer Würdigung der medizinischen Aktenlage vom 12. Juni 2018 durch den RAD-Arzt Dr.med. H.________ (Allgemeinmedizin FMH, vgl. IV-act. 64-6/6) mit Vorbescheid vom 18. Juni 2018 angekündigt, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 65). Dagegen liess A.________ am 26. September 2018 Einwände erheben (IV-act. 72).
\n D. Am 2. August 2019 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug von Hilfsmitteln ein. Nach diversen Abklärungen übernahm die IV-Stelle die Kosten für den Umbau des Bürotisches in ein Stehpult (IV-act. 114). Am 17. Januar 2020 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für die leihweise Abgabe eines Rollstuhls (IV-act. 121). Am 8. April 2020 folgten die Kostengutsprachen für die leihweise Abgabe eines zweiten Rollstuhls (im Betrag von Fr. 7'497.30, vgl. IV-act. 141) sowie für die Montage eines Rollstuhlverladesystems im Kofferraum des Fahrzeuges von A.________ im Betrag von Fr. 10'072.10 (IV-act. 142).
\n E. Nach Prüfung der medizinischen Aktenlage vom 16. März 2020 empfahl der RAD-Arzt Dr.med. H.________ die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens (IV-act. 123-9/10), was A.________ am 23. März 2020 mitgeteilt wurde (IV-act. 125). Der Begutachtungsauftrag wurde der Gutachterstelle \"I.________\" zugelost (IV-act. 144). Mit Schreiben vom 27. April 2020 wurden A.________ die Namen der vorgesehenen Sachverständigen bekanntgegeben (IV-act. 147). Das MEDAS-Gutachten wurde am 3. Juli 2020 fertiggestellt und ging am 14. Juli 2020 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 150).
\n Am 6. August 2020 nahm der RAD-Arzt Dr.med. H.________ dahingehend Stellung, dass das Gutachten schlüssig sei und dass darauf abgestellt werden könne (IV-act. 160).
\n F. Mit Vorbescheid vom 28. August 2020 kündigte die IV-Stelle an, folgende IV-Rentenleistungen zu gewähren (IV-act. 165):
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01.01.2016 bis 31.03.2016
Dreiviertelsrente
01.04.2016 bis 30.04.2016
ganze IV-Rente
01.05.2016 bis 28.02.2017
halbe IV-Rente
01.03.2017 bis 31.03.2017
ganze IV-Rente
01.04.2017 bis 31.07.2017
halbe IV-Rente
01.04.2018 bis 31.07.2018
ganze IV-Rente
\n Am 4. September 2020 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für einen invaliditätsbedingten Umbau des Personenwagens des Versicherten auf Handbetrieb (gemäss Offerte von Fr. 8'586.25) übernommen werden (IV-act. 168).
\n Am 24. September 2020 teilte der Rechtsvertreter von A.________ der IV-Stelle mit, dass im August nochmals eine Operation erfolgt sei (IV-act. 174; Knietotalendoprothese vom 3.8.2020, vgl. IV-act. 176 und 179-4/6).
\n Am 14. Oktober 2020 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für Fuss-Orthesen nach ärztlicher Verordnung (IV-act. 178).
\n Am 12. Januar 2021 nahm der RAD-Arzt Dr.med. H.________ erneut zur medizinischen Aktenlage Stellung (IV-act. 187). Am 19. Januar 2021 ging noch ein Verlaufsbericht des Operateurs Dr.med. J.________ (K.________, G.________) ein (IV-act. 188).
\n G. Am 27. Juli 2021 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ (analog wie im Vorbescheid vom 28.8.2020) ab 1. Januar 2016 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, ab 1. April 2016 Anspruch auf eine ganze IV-Rente, ab 1. Mai 2016 Anspruch auf eine halbe IV-Rente, ab 1. März 2017 Anspruch auf eine ganze IV-Rente, ab 1. April 2017 bis 31. Juli 2017 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente sowie im Zeitraum vom 1. April 2018 befristet bis 31. Juli 2018 erneut Anspruch auf eine ganze IV-Rente habe (vgl. IV-act. 215 bzw. Bf-act. 2).
\n H. Gegen diese Verfügung liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach