\n
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
I 2022 16
I 2022 63
 
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
 
Entscheid vom 10. Februar 2023
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n
Parteien
\n
    \n
  1.       A.________,
    \n Beschwerdeführer Ziff. 1 (I 2022 16)
  2. \n
  3.       B.________,
    \n Beschwerdeführerin Ziff. 2 (I 2022 63)
  4. \n
 
gegen
 
Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
\n Vorinstanz,
\n  
\n  
\n  
\n  
\n  
\n \n \n \n \n \n \n \n
Gegenstand
Unfallversicherung (Leistungen)
\n  
\n
Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1977) war als Chauffeur der C.________ AG bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er am 26. Februar 2021 beim Beladen des LKW über die Kante der Hebebühne stolperte und mit der Schulter
\n voran auf den Boden stürzte (Vi-act. 1). Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 6. April 2021 zog sich A.________ dabei eine Quetschung der linken Schulter zu (Vi-act. 1). In der Folge prüfte die Suva ihre Leistungspflicht (Vi-act. 6ff., 10, 13).
\n B. Bei den (intraoperativen) Diagnosen: Schulterdistorsionstrauma links mit Subskapularissehnenpartialruptur, SLAP II-Läsion und intraartikulärer Synovitis führte Dr.med. D.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin) am 17. Mai 2021 eine Schulterarthroskopie links mit SLAP-Repair (PushLock/Arthrex), Subskapularissehnen Seit-zu-Seit-Naht und intraartikulärer Synovektomie durch (Vi-act. 14).
\n C. Mit Schreiben vom 25. Juni 2021 teilte die Suva A.________ mit, dass die medizinischen Unterlagen keinen sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 26. Februar 2021 und der Operation vom 17. Mai 2021 zeigen würden, weshalb die Suva ab dem 17. Mai 2021 keine Versicherungsleistungen mehr erbringen werde (Vi-act. 25). Hierzu reichte Dr.med. D.________ am 8. Juli 2021 eine Stellungnahme ein (Vi-act. 34). Am 21. Juli 2021 erhob die B.________ (nachfolgend B.________), Krankenversicherer von A.________, gegen das Schreiben der Suva vom 25. Juni 2021 Einwände (Vi-act. 37).
\n D. Am 5. August 2021 verfügte die Suva - nach Einholung einer ärztlichen Beurteilung, welche am gleichen Tag erfolgte (Vi-act. 41) -, dass die Operation vom 17. Mai 2021 keine Unfallfolgen mehr adressiere, weshalb der Eingriff abgelehnt werde und die Suva ab dem 17. Mai 2021 keine Versicherungsleistungen mehr erbringe (Vi-act. 43). Dagegen erhob die B.________ am 18. August 2021 Einsprache (Vi-act. 45). Am 10. September 2021 liess A.________ Einsprache erheben, welche er am 18. Oktober 2021 ergänzte (Vi-act. 50, 54). Mit Entscheid vom 31. Januar 2022 wies die Suva die Einsprachen ab (Vi-act. 60).
\n E. Gegen den Einspracheentscheid reicht A.________ am 1. März 2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein mit dem sinngemässen Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. Januar 2022 sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (= Verfahren I 2022 16).
\n F. Gegen den Einspracheentscheid reicht am 4. März 2022 auch die B.________ Beschwerde ein und dies beim Kantonsgericht J.________ mit den Anträgen (= Verfahren 5V 22 88):
\n
    \n
  1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2022 in Sachen A.________ sei aufzuheben.
  2. \n
  3. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 26. Februar 2021 basierend auf dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) weiterhin anzuerkennen und auch für die in diesem Zusammenhang ab 17. Mai 2021 entstandenen Kosten weiterhin aufzukommen.
  4. \n
  5. Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
  6. \n
  7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
  8. \n
\n G. Die Vernehmlassung der Vorinstanz erfolgt am 29. März 2022. Am 18. Mai 2022 reicht der Beschwerdeführer und am 15. Juni 2022 die Vorinstanz jeweils eine Stellungnahme ein. Der verfahrensleitende Richter des Verwaltungsgerichts Schwyz informiert die Parteien am 25. Juli 2022, das Verfahren I 2022 16 erst dann weiter zu bearbeiten, wenn über die Zuständigkeit im Verfahren vor dem Kantonsgericht J.________ rechtskräftig entschieden sei.
\n H. Der verfahrensleitende Richter des Kantonsgerichts J.________ führte den Schriftenwechsel durch und erkannte mit Urteil 5V 22 88 vom 5. September 2022, auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der B.________ werde nicht eingetreten. Die Akten würden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zur weiteren Behandlung der Beschwerde überwiesen.
\n Mit Schreiben vom 24. Oktober 2022 stellt das Kantonsgericht J.________ dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die Akten des Verfahrens 5V 22 88 zu (Eingang 26.10.2022). Der verfahrensleitende Richter des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz eröffnet anschliessend unter der Nummer I 2022 63, B.________ gegen Suva betreffend Unfallversicherung (Leistungen), ein neues Verfahren.
\n I. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 vereinigt der verfahrensleitende Richter die Verfahren I 2022 16 und I 2022 63 und gewährt den Parteien das rechtliche Gehör. Am 16. November 2022 reicht die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ein.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Leistungen (inkl. der Kosten für die Operation vom 17.5.2021) zu Recht per 17. Mai 2021 eingestellt hat, weil die gesundheitliche Schädigung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 26. Februar 2021 zurückzuführen sei bzw. die ab dem 17. Mai 2021 bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien.
\n 1.1 Gemäss