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I 2022 21
 
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Entscheid vom 5. August 2022
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (IV-Grad/ Rechtsschutzinteresse)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. ____1964, geschieden seit 1998, Mutter von zwei erwachsenen Kindern mit Jahrgang 1987 und 1989) arbeitete von 1992 bis 2001 in der Firma ihres damaligen Ehemannes, C.________ AG (Bodenbeläge), von 2001 bis 2008 für eine D.________-Filiale (in E.________) sowie anschliessend ab 2008 als Pflegehelferin SRK (bis 2010 im Pflegezentrum F.________ in G.________, dann bis 2012 in einem Alters- und Pflegeheim in H.________, dann bis 2014 in Alterszentren I.________, dann bis 2015 in J.________, bis anfangs 2017 in einer Pflegewohngruppe in K.________ sowie ab Februar 2017 in einem 70%-Pensum als Pflegeassistentin in der Pension L.________ in M.________, vgl. IV-act. 17-1/3 i.V.m. IV-act. 34-2/3).
\n Seit dem Tode ihres Ex-Mannes C.________ (____2003) bezieht A.________ mit Wirkung ab 1. August 2003 eine Witwenrente (damals monatlich Fr. 1'634.--).
\n B. Am 14. Februar 2018 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb A.________ wie folgt: \"Einsetzen einer TP-Knieprothese; seit ca. 2 Jahren, Dez. 16 Meniskus-OP, danach immer mehr Probleme und Schmerzen\" (IV-act. 1-6/8). Am 21. März 2018 fand ein erstes Abklärungsgespräch statt (IV-act. 27).
\n C.  Nach weiteren Abklärungen teilte die IV-Stelle am 13. Juni 2019 mit, dass Beratung und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes bzw. für eine andere Platzierung gewährt werde (vgl. IV-act. 40). Gemäss Mitteilung vom 26. September 2019 übernahm die IV-Stelle die Kosten für einen Arbeitsversuch in der Pension L.________ in M.________ für die Zeit vom 23. September 2019 bis zum 22. März 2020 (IV-act. 42), nachdem am 4. September 2019 die Beteiligten eine entsprechende Eingliederungsvereinbarung unterzeichnet hatten (IV-act. 45). Zudem wurden IV-Taggeldleistungen zugesprochen (IV-act. 47).
\n D. Am 4. August 2020 nahm die zuständige IV-Mitarbeiterin eine Haushaltabklärung vor Ort vor (mit Bericht vom 17.8.2020 = IV-act. 67).
\n Am 10. August 2020 konnte A.________ eine Tätigkeit als Mittagstischbetreuerin (22%-Pensum) in der Sprachheilschule in Freienbach aufnehmen (IV-act. 67-2/8).
\n E. Mit Vorbescheid vom 14. September 2020 kündigte die IV-Stelle an, ab
\n 1. März 2020 eine Viertelsrente (IV-Grad 46%) zu gewähren (IV-act. 72). Dagegen liess A.________ am 8. Oktober 2020 (IV-act. 73) sowie (nach Akteneinsicht) in einer weiteren Eingabe vom 31. Mai 2021 (IV-act. 85) Einwände erheben. Dazu nahm der RAD-Arzt Dr.med. N.________ am 11. August 2021 Stellung (IV-act. 87). Der Abklärungsdienst äusserte sich in einer Stellungnahme vom 11. Oktober 2021 (IV-act. 88).
\n F. Am 25. Februar 2022 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ Anspruch auf eine ganze IV-Rente habe, und zwar ab 1. März 2020 (= Abschluss der beruflichen Massnahme) Fr. 1'953.-- sowie ab 1. Januar 2021 Fr. 1'969.-- (pro Monat). In dieser Verfügung wurden Nachzahlungen für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2022 von Total Fr. 47'096.-- ermittelt, wovon Zahlungen an das Amt für Arbeit Schwyz (Fr. 1'491.10) sowie an die Sozialversicherungsanstalt O.________ (Fr. 1'340.90) verrechnet wurden, was zusammen mit dem Rentenbetrag für März 2020 (Fr. 1'969.--) eine gesamthafte Auszahlung von Fr. 46'233.-- ergab. Im zweiten Verfügungsteil wurde ein IV-Grad von 46% hergeleitet.
\n G. Gegen diese am 2. März 2022 eingegangene Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 1. April 2022 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:
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    \n
  1. Es sei der Beschwerdeführerin ab 1. März 2020 mindestens eine halbe IV-Rente auszurichten.
  2. \n
  3. Eventualiter ist die Verfügung vom 25. Februar 2022 aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Sachverhaltsergänzung (u.a. Einholung eines Abklärungsberichts Haushalt) und Neubeurteilung zurückzuweisen.
  4. \n
  5. Alles unter Kosten- und Entschädigung, zuzüglich MwSt, für beide Instanzen zulasten der Vorinstanz.
  6. \n
\n In einer weiteren Eingabe vom 20. April 2022 präzisierte bzw. korrigierte die Beschwerdeführerin ihre Rechtsbegehren wie folgt:
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    \n
  1. Es sei ab 1. März 2020 mindestens ein IV-Grad von 50% festzusetzen.
  2. \n
  3. Eventualiter sei die mit der Verfügung vom 25. Februar 2022 eröffnete Verfügung vom 17. Dezember 2021 (Verfügungsteil 2) aufzuheben und die Angelegenheit diesbezüglich an die Vorinstanz zur Sachverhaltsergänzung (u.a. Einholung eines Abklärungsberichts Haushalt) und Neubeurteilung zurückzuweisen.
  4. \n
  5. Alles unter Kosten- und Entschädigung, zuzüglich MwSt, für beide Instanzen zulasten der Vorinstanz.
  6. \n
\n H. Mit Vernehmlassung vom 27. Mai 2022 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 13. Juni 2022.
\n Daraufhin folgte am 21. Juni 2022 eine weitere Stellungnahme der IV-Stelle. In der Folge verzichtete die Beschwerdeführerin konkludent darauf, weitere Bemerkungen einzureichen.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach