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\n \n \n I 2022 33
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| \n Entscheid vom 29. August 2022
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Invalidenrente)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. ____1968, geschieden) ist im Kosovo aufgewachsen. Mit 21 Jahren kam sie erstmals in die Schweiz und arbeitete bei C.________ in Wollerau (vgl. IV-act. 3). Ihre am 6. Dezember 2007 in D.________ (Baden-Württemberg) geschlossene Ehe mit E.________ wurde vom Amtsgericht F.________ am 26. Mai 2015 geschieden (ALV/UV-act. 6-852ff./885, IV-act. 106). Von 2012 bis 2016 war sie als Produktionsmitarbeiterin für diverse Firmen tätig (IV-act. 3). Ab 1. Januar 2017 arbeitete sie für die Schokoladenfirma G.________ in H.________. Nach einem Arbeitsunfall (am 2.1.2018) war sie ab 3. Januar 2018 arbeitsunfähig, worauf das Arbeitsverhältnis am 31. August 2018 beendet wurde (IV-act. 3-3/3). Die Unfallverletzungen wurden im Spital I.________ wie folgt umschrieben: Quetschtrauma Dig. V und IV Hand rechts; Stichverletzung Dig. V Hand rechts (bei der Arbeit fiel ihr eine Platte mit einer spitzen Düse auf die rechte Hand, vgl. IV-act. 30-22/73 unten).
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B. Am 27. August 2018 erfolgte die Früherfassung bei der IV-Stelle (IV-act. 1), am 27. September 2018 (Eingangsdatum) folgte die IV-Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen (IV-act. 5). Vom 27. Dezember 2018 bis zum 31. Januar 2019 hielt sich A.________ in der Rehaklinik J.________ auf (ALV/UV-act. 4-76/102). Mit Einspracheentscheid vom 29. August 2019 sprach die Suva ihr mit Wirkung ab 1. Juni 2019 eine UVG-Invalidenrente auf der Basis einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit von 10% zu (ALV/UV-act. 5-2ff./17).
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C. Die von der IV-Stelle vorgenommenen Abklärungen umfassen unter anderem ein interdisziplinäres Gutachten, welches vom K.________ am 16. Januar 2020 erstattet wurde (IV-act. 30). Am 23. Januar 2020 beurteilte der RAD-Arzt Dr.med. L.________ das MEDAS-Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar (IV-act. 32). Die IV-Stelle kündigte am 14. Februar 2020 an, ab 1. März 2019 bis 31. August 2019 eine halbe IV-Rente zu gewähren (vgl. IV-act. 34). Dagegen liess A.________ am 11. März 2020 und 20. Mai 2020 Einwände erheben (IV-act. 39 und 45). Gestützt auf weitere Arztberichte veranlasste der RAD-Arzt am 24. November 2020 eine Rückfrage bei der Gutachterstelle (IV-act. 55, 56). Die Antwort der Gutachterstelle folgte am 4. Januar 2021 (IV-act. 57).
\n Die IV-Stelle erteilte zur Abklärung der Aktivitäten einen Observationsauftrag. Für den Zeitraum vom 11. Dezember 2020 bis 16. Februar 2021 konnte A.________ nur an zwei von insgesamt sechs vorgesehenen Tagen beobachtet werden (vgl. Bericht vom 18.2.2021). Über die durchgeführte Observation wurde der Rechtsvertreter am 1. April 2021 informiert (IV-act. 69).
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D. Ebenfalls am 1. April 2021 teilte die IV-Stelle mit, dass eine Verlaufsbegutachtung bei der gleichen Gutachterstelle vorgesehen sei (IV-act. 70).
\n In einer Eingabe vom 15. April 2021 nahm der Rechtsvertreter zur Observation sowie der vorgesehenen Begutachtung Stellung und stellte diverse Anträge (IV-act. 75). Im Antwortschreiben vom 22. April 2021 legte die IV-Stelle dar, weshalb den Anträgen von A.________ nicht stattgegeben werde (IV-act. 77).
\n Gestützt auf ein Begehren des Rechtsvertreters vom 10. Mai 2021 (IV-act. 79) verfügte die IV-Stelle am 21. Mai 2021, dass an einer Verlaufsbegutachtung durch die erwähnte Gutachterstelle festgehalten werde (IV-act. 81).
\n Am 7. Juli 2021 wurden dem Rechtsvertreter die Namen der Sachverständigen bekanntgegeben (IV-act. 89).
\n Am 13. Dezember 2021 erstattete die K.________ AG das entsprechende Folgegutachten (IV-act. 96).
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E. Am 11. Januar 2022 nahm der RAD-Arzt Dr.med. L.________ zum Folgegutachten Stellung (IV-act. 99). Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 25. Januar 2022 an, ab 1. März 2019 bis 31. August 2019 eine halbe IV-Rente zu gewähren (IV-act. 101). Mit Eingabe vom 28. Februar 2022 liess A.________ Einwände erheben (IV-act. 107).
\n Nach einer Stellungnahme des RAD-Arztes zu den Einwänden (IV-act. 110) verfügte die IV-Stelle am 17. Mai 2022, dass A.________ ab 1. März 2019 bis 31. August 2019 Anspruch auf eine befristete halbe IV-Rente (vorübergehend IV-Grad von 55%, ab Juni 2019 28%) habe.
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F. Gegen diese Verfügung reichte A.________ rechtzeitig am 14. Juni 2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde ein mit den folgenden Anträgen:
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\n - Es sei die Verfügung vom 17.5.2022 aufzuheben und es sei der Beschwerdeführerin eine Rente nach Gesetz zuzusprechen.
\n - Es sei ein neues, unabhängiges medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben.
\n - Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
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\n Mit Vernehmlassung vom 14. Juli 2022 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Dazu nahm die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 16. August 2022 Stellung.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit