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\n \n \n I 2022 45
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| \n Entscheid vom 9. Dezember 2022
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Z.________
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| \n gegen
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| \n B.________ AG, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Unfallversicherung (Leistungen; Unfallkausalität Schulterbeschwerden)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (Jg. 19__) arbeitet seit dem 1. August 2016 bei der Bank D.________ AG, wodurch er bei der B.________ AG (nachfolgend B.________ AG) obligatorisch unfallversichert war, als er am 8. August 2020 während der Abfahrt auf einem Bike-Trail im Elsass stürzte und gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 25. August 2020 die Schulter links prellte (Vi-act. 1).
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B. Wegen anhaltenden Schulterbeschwerden suchte A.________ am 19. August 2020 Dr.med. F.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) auf (Vi-act. 16), der zur weiteren Abklärung ein Arthro-MRI der Schulter links veranlasste (Vi-act. 10) und A.________ anschliessend zur weiteren Behandlung an Dr.med. G.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) überwies (Vi-act. 5). Am 23. November 2020 erfolgte durch diesen eine Schulter-Arthroskopie links mit Dekompression mit Bursektomie und Acromioplastik, Bizepstenodese sowie transossärer Supraspinatussehnen-Naht (Vi-act. 81).
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C. Zur Klärung ihrer Leistungspflicht holte die B.________ AG bei Dr.med. C.________ (Allgemeine Innere Medizin FMH; FA Vertrauensarzt SGV) am 14. Januar 2021 eine Kurzbeurteilung ein (Vi-act. 22). Gestützt hierauf informierte sie A.________ am 22. Februar 2021, die Schulterbeschwerden links seien ab dem 22. November 2020 nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8. August 2020 zurückzuführen; der Status quo sine sei spätestens drei Monate nach Ereignis erreicht worden (Vi-act. 27). Nachdem sich A.________ hiermit nicht einverstanden erklärte (Vi-act. 31), holte B.________ AG bei Dr.med. C.________ am 16. März 2021 eine versicherungsmedizinische Stellungnahme ein (Vi-act. 32) und verfügte am 21. April 2021, die Schulterbeschwerden links stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Kausalzusammenhang zum Unfall vom 8. August 2020; es bestehe ab 22. November 2020 keine Leistungspflicht des gesetzlichen Unfallversicherers (Vi-act. 34).
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D. Am 6. Mai 2021 liess A.________ vorsorglich Einsprache erheben (Vi-act. 62); die ergänzte Einsprache erfolgte am 31. Mai 2021 (Vi-act. 66). Dieser war eine chirurgisch-versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr.med. H.________ (Fachärztin Chirurgie, MAS Versicherungsmedizin, FA Vertrauensärztin SGV) vom 22. Mai 2021 beigefügt (Vi-act. 68). Am 11. Januar 2022 beauftragte die B.________ AG Dr.med. I.________ (Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation; Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Zertifizierter Gutachter SIM, Vertrauensarzt SGV) mit einem Aktengutachten, welches dieser am 28. Januar 2022 vorlegte (Vi-act. 93). Hierauf reichte A.________ ein von PD Dr.med. J.________ (Radiologie FMH) am 20. Februar 2022 erstelltes radiologisches Kurzgutachten und Stellungnahme zum Aktengutachten von Dr.med. I.________ ein (Vi-act. 96). Am 11. Juni 2022 erstellte Dr.med. K.________ (Facharzt Radiologie, Vertrauensarzt SGV, zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM) im Auftrag der B.________ AG eine Zweitbeurteilung des MR-Arthrogramms Schulter links vom 14. Oktober 2020 (Vi-act. 103). Mit Entscheid vom 10. August 2022 wies B.________ AG die Einsprache ab (Vi-act. 106).
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E. Am 29. August 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:
\n 1.
Der Einspracheentscheid vom 10.08.2022 sei aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.
\n 2.
eventualiter sei ein orthopädisches und radiologisches Gutachten einzuholen und hernach über die Leistungen des Beschwerdeführers zu entscheiden;
\n unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
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F. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 28. September 2022:
\n 1.
Es sei die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 29. August 2022 betreffend UVG-Leistungen vollumfänglich abzuweisen.
\n 2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.
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G. Am 29. September 2022 werden dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung und die vorinstanzlichen Akten zugestellt zur freigestellten Stellungnahme bis 27. Oktober 2022. Am 3. Oktober 2022 sendet der Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Akten zurück; eine Stellungnahme zur Vernehmlassung und den Akten, namentlich der Zweitbeurteilung von Dr.med. K.________, geht beim Gericht innert Frist keine ein.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Leistungen zu Recht per 22. November 2020 eingestellt hat, weil die darüber hinaus geklagten Schulterbeschwerden links nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8. August 2020 zurückzuführen seien.
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1.1 Gemäss