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I 2022 4
 
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Entscheid vom 3. Juni 2022
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Besetzung
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin
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Parteien
C.________,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. C.________1974) hat in … als Schneiderin (Praktikantin) gearbeitet. Im Jahr 1992 reiste sie in die Schweiz, wo sie diverse Erwerbstätigkeiten ausübte (u.a. im Gastgewerbe, als Raumpflegerin, in der Kinderbetreuung etc., vgl. die Auflistung in IV-act. 12). Am 21. Juni 1996 heiratete sie A. Sie ist Mutter einer Tochter (….1997) sowie eines Sohnes (….2000, IV-act. 1).
\n B. Am 16. Mai 2018 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit Multiple Sklerose umschrieben (IV-act. 1-7/8, Ziff.6.3). Ein erstes Abklärungsgespräch fand am 13. Juni 2018 statt (IV-act. 15).
\n Nach Einholung diverser Arztberichte kündigte die IV-Stelle an, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen (IV-act. 33). Der Begutachtungsauftrag wurde der Gutachterstelle B zugelost (vgl. IV-act. 35). Mit Schreiben vom 19. Dezember 2019 wurden die Namen der Sachverständigen bekanntgegeben (IV-act. 38). Am 16. April 2020 wurde das interdisziplinäre Gutachten erstattet (IV-act. 39). In einer Stellungnahme vom 5. Mai 2020 beurteilte die RAD-Fachärztin … (Allg. Innere Medizin FMH) die Schlussfolgerungen im Gutachten als differenziert begründet und nachvollziehbar (IV-act. 41).
\n C. In der Folge nahm eine IV-Abklärungsperson am 2. Juni 2020 vor Ort eine Haushaltabklärung vor (mit Bericht vom 8.6.2020 und Einschätzung einer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 90%, vgl. IV-act. 43).
\n Mit Vorbescheid vom 9. Juni 2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren bei einem ermittelten IV-Grad von 34% abzuweisen (IV-act. 45). Dagegen liess C.________ am 15. Juli 2020 Einwände erheben (IV-act. 56). Am 1. September 2020 nahm die IV-Abklärungsperson dahingehend Stellung, dass C.________ im Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig wäre (IV-act. 57).
\n Nachdem die IV-Stelle mit Schreiben vom 25. September 2020 der Gutachterstelle die Einwände der Versicherten unterbreitet hatte (vgl. IV-act. 60), folgte am 14. Januar 2021 die Antwort der Gutachterstelle (IV-act. 61).
\n D. Am 21. Januar 2021 informierte der Rechtsvertreter der Versicherten die IV-Stelle, dass die Versicherte am 2. Februar 2021 an der Wirbelsäule operiert werde (IV-act. 63). Am 7. Mai 2021 folgte die Information, das am 2. Juni 2021 im Luzerner Kantonsspital eine weitere Operation stattfinden werde (IV-act. 78). Der Austrittsbericht des Luzerner Kantonsspitals (vom 23.6.2021) ging bei der IV-Stelle am 13. August 2021 ein (IV-act. 86).
\n Am 31. August 2021 nahm die RAD-Fachärztin zu den neuen medizinischen Unterlagen Stellung (IV-act. 90).
\n E. Mit Vorbescheid vom 21. September 2021 kündigte die IV-Stelle an, ausgehend von einem ermittelten IV-Grad von 41% eine Viertelsrente zuzusprechen (IV-act. 92). Mit Einwendungen vom 11. Oktober 2021 wurden höhere Rentenleistungen gefordert (IV-act. 100). Mit Verfügung vom 20. Dezember 2021 hielt die IV-Stelle an einem Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1. Juni 2019 fest.
\n F. Dagegen reichte C.________ rechtzeitig am 21. Januar 2022 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein mit den folgenden Anträgen:
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  1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 20. Dezember 2021 sei dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin ab dem 1. Mai 2019 eine Invalidenrente gestützt auf einen IV-Grad von mindestens 50% zusteht.
  2. \n
  3. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 20. Dezember 2021 sei dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin Eingliederungsmassnahmen zustehen, insbesondere berufliche Massnahmen.
  4. \n
  5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
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\n Mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2022 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.
\n Mit Replik vom 1. März 2022 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Die Duplik der IV-Stelle folgte am 23. März 2022.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit