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\n \n \n I 2022 50
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| \n Entscheid vom 10. August 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n C.________, \n Beschwerdeführerin, \n vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. D.________
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Einstellung der IV-Rente)
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Sachverhalt:\n
A. C.________ (geb. xx 1970, verh.) lebt seit 1988 in der Schweiz und hat - nachdem sie sich vorerst um die Kinder von Verwandten gekümmert hat - ab 1991 bis ca. Mai 2002 diverse Hilfstätigkeiten ausgeführt (Gastronomie, Bäckerei, Schmuckmanufaktur u.ä.). Im Mai 2002 erkrankte sie und war im Juni 2002 in der Psychiatrischen Klinik Oberwil hospitalisiert. Das bisherige 100%-ige Arbeitsverhältnis bei der A.________, Wollerau, kündigte sie per Ende August 2002 (Vi-act. 7-4/5). Ab Mai 2003 nahm sie die Erwerbstätigkeit in reduziertem und wechselndem Pensum (ca. 3h/Tag) als Hilfskraft in einem Restaurant wieder auf (Vi-act. 25). Am 23. Dezember 2003 meldete sie sich wegen psychischer Beschwerde bei der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von IV-Leistungen an (Vi-act. 1). Mit Verfügungen vom 26. August 2004 wurde C.________ für den Zeitraum vom 1. April bis 31. August 2003 und dann vom 1. Oktober 2003 bis auf Weiteres eine halbe Rente ausgehend von einem IV-Grad von 53% zugesprochen (Vi-act. 19 und 20). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
\n In der Folge hat die Versicherte eine Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in wechselnden Pensen (maximal 50%) in verschiedenen Betrieben ausgeführt (Vi-act. 37, 39, 47, 54, 55, 56). Ab 2011 war sie bei verschiedenen Privatpersonen als Reinigungsfrau tätig (vgl. Vi-act. 76-2/4).
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B. Mit Mitteilung vom 19. September 2005 bestätigte die IV-Stelle den Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente (Vi-act. 27), ebenso mit Mitteilung vom 26. August 2008 (Vi-act. 42), vom 26. August 2010 (Vi-act. 58), vom 14. Mai 2012 (Vi-act. 71) und vom 7. August 2018 (Vi-act. 94).
\n Mit Eingabe vom 13. September 2018 erhob das Sozialzentrum Höfe im Namen von C.________ \"Einsprache\" gegen die Verfügung vom \"9.8.2018\" (Vi-act. 95). Am 20. September 2018 verlangte C.________ Akteneinsicht, welche ihr am 26. August 2018 gewährt wurde (Vi-act. 96 und 97).
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C. Mit Eingabe vom 27. August 2019 stellte der Hausarzt von C.________ bei der IV-Stelle das Gesuch um Ausrichtung einer vollen Rente, da sich deren psychischer und physischer Gesundheitszustand verschlechtert habe (Vi-act. 98). C.________ bestätigte ihr Einverständnis zu diesem Gesuch mit Eingabe vom 2. September 2019 (Vi-act. 101). In der Folge veranlasste die IV-Stelle die Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung (vgl. Auftrag v. 11.2.2020, Vi-act. 107). Nach Vorliegen des Gutachtens v. 2. Juni 2020, gemäss welchem keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestehe (Vi-act. 114), wurde C.________ mit Schreiben vom 4. August 2020 zu einem Gespräch zur Frage der Wiedereingliederung eingeladen (Vi-act. 118). Der Ehemann teilte in der Folge telefonisch mit, dass seine Frau nicht in der Lage sei, zu arbeiten und sie sei auch nicht in der Lage, ein persönliches Gespräch durchzuführen (Vi-act. 119). Mit Schreiben vom 12. August 2020 hat die IV-Stelle C.________ auf ihre Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit Wiedereingliederungsmassnahmen hingewiesen und eine Frist angesetzt, dieser Pflicht nachzukommen (Vi-act. 120). Innert Frist liess C.________ mitteilen, dass sie an den Wiedereingliederungsmassnahmen teilnehmen werde (Vi-act. 121).
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D. In der Folge wurde eine niederschwellige Eingliederung in der B.________ vereinbart (2x2h/Woche), welche allerdings nach kurzer Zeit scheiterte (vgl. Vi-act. 124-4/5). Die berufliche Integration wurde damit abgeschlossen (Vi-act. 124-4/5).
Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2021 stellte die IV-Stelle die Aufhebung der Rente in Aussicht (Vi-act. 127). Dagegen liess C.________ am
26. Februar 2021 Einwand erheben (Vi-act. 134); eine Ergänzung der Begründung erfolgte am 24. April 2021 (Vi-act. 139).
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E. Mit Verfügung vom 28. Juli 2022 hat die IV-Stelle Schwyz die bisherige halbe Rente per 31. Augst 2022 aufgehoben (Vi-act. 155).
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F. Dagegen lässt C.________ mit Eingabe vom 13. September 2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgemäss Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:
\n 1.
Die Verfügung vom 28. Juli 2022 sei aufzuheben.
\n 2.
Der Beschwerdeführerin sei die ihr zustehende halbe Rente weiterhin auszurichten.
\n 3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
\n In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung beantragt.
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G. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Oktober 2022 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.
\n Die Beschwerdeführerin hält mit Replik vom 9. November 2022 an ihren Anträgen fest. Zusätzlich beantragt sie:
\n Die Kosten des durch die Beschwerdeführerin in Auftrag gegebene Drogen- und Alkoholscreenings seien durch die Beschwerdegegnerin zu übernehmen.
\n Die Vorinstanz verzichtete mit Mitteilung vom 1. Dezember 2022 auf die Einreichung einer Duplik.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1 vom 6. Oktober 2000), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11 vom 11. September 2002), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20 vom 19. Juni 1959) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201 vom 17. Januar 1961) in Kraft getreten. Die Revision umfasst u.a. eine Änderung der Bestimmung von