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I 2022 67
 
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Entscheid vom 12. Juni 2023
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin
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Parteien
A.________, 8853 Lachen,
\n Beschwerdeführerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
C.________,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Unfallversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1964) arbeitete in einer Arztpraxis als onkologische Pflegefachfrau und war dadurch bei der C.________ obligatorisch unfallversichert, als sie am 12. Oktober 2018 beim Wandern stürzte und sich eine distale Radiusfraktur rechts mit Fraktur des Ulna Styloids zuzog (Vi-act. 1, 2001). Sie wurde noch am Unfalltag im Kantonsspital D.________ operiert (offene Reposition distaler Radius rechts mittels palmarer Plattenosteosynthese; Vi-act. 4). Fünf Tage nach der Operation stellte sich A.________ im Kantonsspital D.________ notfallmässig vor wegen zunehmenden Kribbelparästhesien, was seitens Spital als aktuelle Symptomatik im Rahmen der Schwellung und des auslaufenden Hämatoms interpretiert wurde (Vi-act. 7). Anlässlich der Traumasprechstunde vom 31. Oktober 2018 wurde der Verdacht auf ein beginnendes CRPS dokumentiert (Vi-act. 8) und am 14. November 2018 wurde die Diagnose eines manifesten CRPS Hand rechts (Budapest-Kriterien) gestellt (Vi-act. 9). Am 7. Dezember 2018 anerkannte die C.________ ihre Leistungspflicht und erbrachte Heilkosten- und Taggeldleistungen (Vi-act. 2008).
\n B. Nachdem die Beschwerden der rechten Hand - auch nach der Metallentfernung vom 23. Juli 2019 (Vi-act. 24, 27) - persistierten und die Behandlung anhielt, informierte die C.________ A.________ am 30. April 2020 über die Absicht einer Begutachtung. Als Gutachterstelle wurden die E.________ oder J.________ vorgeschlagen (Vi-act. 2062). Auf Wunsch von A.________ (Vi-act. 2064) erteilte die C.________ den Gutachtenauftrag am 5. Juni 2020 der J.________ (Vi-act. 2068). Am 22. März 2021 legte die J.________ die medizinische Begutachtung in den Fachrichtungen Rheumatologie, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie vor (Vi-act. 58). Am 16. April 2021 lud die C.________ A.________ zur Stellungnahme einerseits zum Gutachten und anderseits zum beabsichtigten Fallabschluss ein, wobei eine Rente nicht in Aussicht gestellt werden könne und kein Integritätsschaden entstanden sei (Vi-act. 2132). Mit Stellungnahme vom 30. Juni 2021 äusserte A.________ Mängel am Gutachten und forderte die C.________ zu weiteren Abklärungen bei Aufrechterhaltung der Heilkosten- und Taggeldleistungen auf (Vi-act. 2150). Die Kritik unterbreitete die C.________ am 16. Juli 2021 der J.________ (Vi-act. 2157), welche hierzu am 23. August 2021 Stellung nahm (Vi-act. 59).
\n C. Mit Verfügung vom 2. September 2021 entschied die C.________ (Vi-act. 2160):
\n 1. Die Versicherungsleistungen werden per 31.03.2021 eingestellt.
\n 2. Es besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
\n 3. Es besteht kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
\n 4. Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung entzogen (