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I 2023 32
 
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Urteil vom 10. August 2023
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Kläger,
\n vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
C.________ AG,
\n Beklagte,
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Gegenstand
Krankenversicherung (Erstattung Aufenthalts- und Behandlungs-kosten aus Zusatzversicherung zum KVG)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1951) verfügte im Jahr 2022 über die Versicherung 'Spitalversicherung PRIVAT' nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) vom 2. April 1908 bei der C.________ AG (nachfolgend Beklagte) (BK-act. 1).
\n B. A.________ trat am 9. August 2022 für eine stationäre Behandlung in die Klinik D.________ (nachfolgend Klinik) ein und blieb da bis 18. August 2022 stationär, was ihm durch die Klinik mit Fr. 360.25 (in Anrechnung bereits geleisteter Anzahlung von Fr. 12'974) in Rechnung gestellt wurde (K-act. 7; 17). Eine weitere stationäre Behandlung in derselben Klinik erfolgte vom 6. bis 12. September 2022, welche ihm mit Fr. 535.95 (in Anrechnung bereits geleisteter Anzahlung von Fr. 11'645) in Rechnung gestellt wurde (K-act. 8; 18).
\n C. Gestützt auf die bei der Beklagten abgeschlossene Spitalversicherung PRIVAT forderte A.________ von der Beklagten die Rückerstattung der von ihm bezahlten Spitalrechnungen, was die Beklagte mit der Begründung ablehnte, dass sie mit der Klinik seit dem 18. Juli 2022 über keinen Tarifvertrag mehr verfüge (K-act. 11, 16). Am 17. Januar 2023 liess A.________ der Beklagten über seinen Rechtsvertreter mitteilen, dass die vollumfängliche Übernahme der angefallenen Leistungen ausmachend insgesamt Fr. 24'619 eingefordert würden, nötigenfalls auf dem Gerichtsweg (K-act. 12). Mit Schreiben vom 13. Februar 2023 bestätigte die Beklagte, dass mangels Tarifvertrag mit der Klinik keine Leistungspflicht bestehe (K-act. 13).
\n D. Am 6. April 2023 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage ein mit den Anträgen:
\n 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, gegenüber dem Kläger, für Aufenthalts- und Behandlungskosten aus dem stationären Aufenthalt vom 9. August 2022 bis zum 18. August 2022, Fr. 13'334.25 zuzüglich Verzugszins zu 5% seit dem    10. November 2022 zu bezahlen.
\n 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, gegenüber dem Kläger, für Aufenthalts- und Behandlungskosten aus dem stationären Aufenthalt vom 6. September 2022 bis zum 12. September 2022, Fr. 12'180.95 zuzüglich Verzugszins zu 5% seit dem 10. November 2022 zu bezahlen.
\n 3. Allfällige Verfahrenskosten seien der Beklagten aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, den Kläger angemessen zu entschädigen (zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer).
\n E. Mit Klageantwort vom 15. Mai 2023 beantragt die Beklagte:
\n 1. Die Klage vom 6. April 2023 sei vollumfänglich abzuweisen.
\n 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.
\n F. Mit Replik vom 12. Juni 2023 verzichtet der Kläger auf die Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung und bestätigt die Anträge der Klage. Auch die Beklagte hält mit Duplik vom 26. Juni 2023 an den Anträgen der Klageantwort fest, wozu der Kläger am 28. Juni 2023 Stellung nimmt.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich bei vorliegender Streitigkeit um eine solche aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung handelt, dass hierfür im Kanton Schwyz das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zuständig ist (