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\n \n \n I 2023 34
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| \n Entscheid vom 12. Juli 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin
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\n \n \n Parteien
| \n A.________
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Zwischenverfügung bidisziplinäres Verlaufsgutachten)
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Sachverhalt:\n
A. Am 2. Mai 2015 reichte A.________ (Jg. 1965) die Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente bei der IV-Stelle Schwyz ein (IV-Act. 3). Im Rahmen der Abklärungen hat die IV-Stelle ein Gutachten eingeholt, wobei der Auftrag von der SuisseMED@P der ZVMB GmbH MEDAS Bern zugewiesen wurde (IV-act. 50), worüber A.________ am 5. September 2016 informiert wurde (IV-act. 55). Das Gutachten wurde am 2. Oktober 2017 erstattet. Nach negativem Vorbescheid vom 2. Mai 2018 (IV-act. 100) und Einwand von A.________ (IV-act. 104, 108, 113, 116) holte die IV-Stelle bei der MEDAS Bern ein Verlaufsgutachten ein (IV-act. 131-136). Gestützt auf das am 8. April 2020 erstattete Verlaufsgutachten (IV-act. 156) verneinte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 29. April 2020 einen Anspruch auf Invalidenrente (IV-act. 160) und nach erfolgtem Einwand (IV-act. 164, 166) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 7. Mai 2021 ab (IV-act. 181). Hiergegen reichte A.________ am 4. Juni 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein, welche mit Urteil I 2021 37 am 17. November 2021 abgewiesen wurde. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil
9C_33/2022 am 7. Februar 2022 nicht ein und ebenso trat es auf ein Gesuch, dieses Urteil zu revidieren, nicht ein (Urteil
9F_9/2022 vom 10.5.2022).
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B. Am 16. Februar 2022 reichte A.________ der IV-Stelle einen weiteren ärztlichen Bericht ein und machte geltend, die Thematik der linken Schulter sei bislang unberücksichtigt geblieben, er sei diesbezüglich in Behandlung (IV-act. 199). Die IV-Stelle teilte A.________ am 4. März 2022 mit, seine Eingabe als Wiederanmeldung zu betrachten. Nach weiteren Abklärungen empfahl der RAD-Arzt Zentralschweiz am 7. November 2022, offene Fragen im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung durch die MEDAS Bern zu klären (IV-act. 240, 242).
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C. Am 8. November 2022 teilte die IV-Stelle A.________ mit, zur Klärung der Leistungsansprüche erachte sie eine umfassende medizinische Verlaufsuntersuchung in den Fachdisziplinen Orthopädie und Allgemeine Innere Medizin bei der MEDAS Bern als notwendig (IV-act. 244). Am 23. November 2022 erteilte die IV-Stelle der MEDAS Bern den Auftrag für eine bidisziplinäre medizinische Verlaufs-Abklärung (IV-act. 250); am 15. März 2023 informierte sie A.________ über die eingesetzten Gutachter (IV-act. 269).
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D. Mit Einschreiben vom 22. März 2023 teilte A.________ der IV-Stelle mit, dass er weder von der MEDAS Bern noch von den von der IV-Stelle vorgeschlagenen Sachverständigen untersucht werden wolle (IV-act. 273). Am 29. März 2023 erliess die IV-Stelle folgende Zwischenverfügung (IV-act. 276):
\n Wir halten an der Verlaufs-Abklärung durch die ZVMB GmbH MEDAS Bern fest. Die Abklärungen erfolgen in der Fachdisziplin Allgemeine Medizin durch Herr Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH und in der Fachdisziplin Orthopädie durch Frau Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH.
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E. Mit Einschreiben vom 21. April 2023 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde gegen die Zwischenverfügung ein mit dem sinngemässen Antrag, der Gutachtenauftrag sei nicht der MEDAS Bern, sondern einer anderen Begutachtungsstelle zuzuweisen.
\n
F. Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2023 beantragt die IV-Stelle Schwyz:
\n 1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen.
\n 2.
Dies unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.
\n Am 6. Juni 2023 ersucht der Beschwerdeführer das Gericht um Zustellung der vorinstanzlichen Akten. Mit Replik vom 13. Juni 2023 bekräftigt er seine Anträge und den Vorwurf, die Vergabe des Gutachtenauftrages an die MEDAS Bern sei nicht rechtens. Am 21. Juni 2023 verzichtet die IV-Stelle auf eine Duplik.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist allein, ob die IV-Stelle den Auftrag für ein bidisziplinäres (Verlaufs-)Gutachten mit Zwischenverfügung vom 29. März 2023 zu Recht der ZMVB GmbH MEDAS Bern erteilt hatte.
\n
2.1 Der Versicherungsträger nimmt die zur Überprüfung des Leistungsanspruchs notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor (vgl.