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\n \n \n I 2023 49
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| \n Entscheid vom 12. Dezember 2023
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\n \n \n Besetzung
| \n lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
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| \n Dr.med. Urs Gössi, Richter Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
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| \n MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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\n \n \n Parteien
| \n A.________, \n Beschwerdeführer, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
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| \n gegen
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| \n IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, \n Vorinstanz,
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\n \n \n Gegenstand
| \n Invalidenversicherung (Leistungen)
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Sachverhalt:\n
A. A.________ (geb. ______1998, Schweizer Fahrender, vgl. IV-act. 1) meldete sich am 23. September 2019 (Eingang bei der IV-Stelle am 29.10.2019) aufgrund einer seit September 2018 bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung, die er mit \"Panikattacken, Ängste, Rückzug und Aufgabe jeglicher Tätigkeit\" umschrieb, bei der IV-Stelle Schwyz für berufliche Integration/Rente an. Er habe keine Schule besucht und sei leider vollständiger Analphabet; den erlernten Beruf bezeichnete er als Händler (seit 2012); die aktuelle/letzte Erwerbstätigkeit als \"Händler, Hausierer\" habe er in einem 100%-Pensum ausgeübt; das Arbeitsverhältnis bestehe nicht mehr (zum Ganzen IV-act. 2).
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B. Die IV-Stelle hat in der Folge weitere Abklärung vorgenommen. Die beiden Untersuchungen vom 31. März 2021 (Fachbereich Neuropsychologie) bzw. vom 17. Mai 2021 (Fachbereich Psychiatrie) im Rahmen eines in Auftrag gegebenen bidisziplinären Gutachtens (vgl. IV-act. 16 f.) mussten je vorzeitig abgebrochen werden (vgl. IV-act. 21 f.). Die am 5. September 2022 neuerlich in Auftrag gegebenen (monodisziplinären) Abklärungen bzw. Gutachten (vgl. IV-act. 49 f.) wurden der IV-Stelle am 10. Dezember 2022 (Neuropsychologie) bzw. am 16. De-zember 2022 (Psychiatrie) erstattet (vgl. IV-act. 65 bzw. 67).
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C. Nachdem die IV-Stelle Schwyz zur \"Neuropsychologische[n] Untersuchung\" vom 10. Dezember 2022 und zum \"Psychiatrische[n] Gutachten\" vom 16. Dezember 2022 beim RAD(Regionaler Ärztlicher Dienst-)Arzt eine Stellungnahme eingeholt hatte (vgl. IV-act. 69), sah sie mit Vorbescheid vom 8. März 2023 vor, das Leistungsbegehren abzuweisen und einen Anspruch auf eine Invalidenrente wegen fehlender Invalidität zu verneinen (IV-act. 71). Dagegen liess A.________ am 17. März 2023 Einwand erheben (IV-act. 72), ebenso nahm sein behandelnder Psychiater am 28.3.2023 Stellung zum Vorbescheid (IV-act. 74-2 f./3). Mit Verfügung vom 2. Mai 2023 wies die IV-Stelle Schwyz das Leistungsbegehren gemäss Anmeldung vom 29. Oktober 2019 ab und verneinte das Vorliegen einer Invalidität (IV-act. 75).
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D. Mit Eingabe vom 2. Juni 2023 (= Postaufgabe am gleichen Tag) lässt A.________ gegen die Verfügung vom 2. Mai 2023 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:
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\n - Es sei das Verfahren in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen zwecks Einholung eins mehrdisziplinären Gutachtens.
\n - Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzusprechen.
\n - Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren unter Ernennung des unterzeichnenden Anwalts zum unentgeltlichen Vertreter.
\n - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
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E. Mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2023 beantragt die IV-Stelle Schwyz, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Hierzu lässt sich der Beschwerdeführer nicht mehr vernehmen.
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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (